Babe der Woche

Barbarella

Sexpüppchen und Kult-Astronautin

Barbarella war verspielt, verrucht und lasziv – und „pretty, pretty“ noch dazu... Doch vom Rollenbild des langmähnigen Babes, das sich am liebsten in der Horizontalen bewegt und sich ihrer Kleidung entledigt, hat sich Jane Fonda mit Maximum Warp und um Lichtjahre entfernt. Engagiert gegen den Vietnam-Krieg und zur Feministin entwickelt, betrachtete sie ihre alte Rolle schnell als Ausrutscher.


Einst war sie „Fleisch gewordener Männertraum und verspielte Vorbotin freier Liebe“. Und dann – huch – wagte es Barbarella (besser gesagt Jane Fonda), sich zu emanzipieren und politisch zu engagieren. Bald war Jane Fonda dafür bekannt, sich nicht in Schablonen pressen zu lassen, sondern gekonnt ein Klischee nach dem anderen auf den Kopf zu stellen.


Dabei hat Barbarella etwas Kultiges, ist längst ein Klassiker unter den Trash-Filmen. So schlecht, dass er schon wieder gut ist. In einem verquasten Plot ist es Barbarellas Aufgabe, den intergalaktischen Frieden zu sichern und dabei allerlei sexuelle Abenteuer zu erleben. Selten hat ein B-Movie ähnliche Beachtung gefunden. Ernst hat das niemand wirklich genommen, dafür aber viele gründlich amüsiert.


Ganze 40 Jahre ist der Sci-Fi-Sexfilm nun alt. Jane Fonda ist letzten Dezember 70 geworden. Da können und müssen wir einfach gratulieren: Jane Fonda für ihr Schaffenswerk und Engagement (okay, lassen wir mal die Aerobic-Phase dezent unerwähnt...). Und Barbarella für ihre mit Erfolg zu Ende geführte Friedensmission im Weltall.


Wir grüßen ins Land des Zelluloids (der Streifen wurde übrigens in Frankreich gedreht) und ins ferne Jahr 40.000 mit Barbarellas Slogan - „Sieg der Liebe!“