Babe der Woche

Beste Feindinnen

Zwei Frauen auf der Zielgeraden ihrer Träume: Im Film „Bride Wars“ wird intrigiert, was das Zeug hält, um erstklassig unter die Haube zu kommen.

Liv und Emma kennen sich ewig und hätten nie gedacht, so aneinander geraten zu können. Die beiden Frauen liefern sich in dem Film „Bride Wars“, der demnächst in die Kinos kommt, einen „Zickenkrieg“ in Brautseide, der keine Fallhöhe scheut: „Deine Hochzeit wird riesig, genau wie dein Hintern beim Abschlussball,“ wird da gekreischt – ein Humor, der scheinbar nichts fürchtet, um dann doch etwas zu mager um die Ecke zu kommen. 

Wie überhaupt die Story, die hier erzählt wird, mit Klischees dick aufträgt: Als Liv und Emma nämlich beschließen, fast zeitgleich zu heiraten, sind alle ihre Vorsätze, als beste Freundinnen gemeinsam durch „dick und dünn“ zu gehen, schnell dahin. Stattdessen ist plötzlich dieses Gefühl einer Rivalität da, zwar nicht um einen Mann – aber um einen Ort. Es ist das Plaza Hotel von New York, das die Leidenschaften der Frauen entfesselt, denn weder Liv noch Emma können sich vorstellen, ihre geplanten Hochzeiten irgendwo anders zu feiern als hier. Doch so exklusiv wie diese Adresse ist, so schwer ist es auch, hier einen Termin zu buchen. Und weil nur ein Termin noch frei ist, bricht sie los – die Schlammschlacht um das ideale Ambiente der Sahnehäubchen-Hochzeitstorte.  

So weit, so schlimm genug. Aber es geht ja bekanntlich im Leben wie im Kino immer noch schlimmer: Denn während die Frauen in Hysterie verfallen, dürfen ihre Bräutigame im Film über sie so Sätze sagen, wie: „Sie haben seit einer Woche nicht mehr miteinander geredet, das ist etwa ein Jahrhundert in Mädchenjahren“.  

Alles klar. Mädchenjahre. Weil Frauen eben so sind, von Natur aus redselig, und wenn man mal nichts hört – vermutlich gestorben. So oder so, wie uns diese Komödie von Regisseur Gary Winick verklickern möchte, sind Frauen von einem anderen Stern. Muss man nicht verstehen. Kann man sich aber anschauen: ab dem 5. Februar mit „Bride Wars“ im Kino.