Anderswo

So Siebensachen: Ein Gewinnspiel der Ringelsuse

Nicht zu lange grübeln. Einfach machen. Das war das Motto, unter dem der eigene Onlineshop entstand. Hier nun verlost „die Ringelsuse“ einen Schlüssel ... zum Öffnen von Türen? Nee.

Nach einem längeren Aufenthalt in Peru gründete Caro ihren Onlineshop "Ringelsuse" – mit vielen Produkten, die man nirgendwo anders findet. Darunter: auch dieser ungewöhnliche Flaschenöffner, den sich unsere Leserinnen ganz leicht in die eigene Hosen- oder Handtasche zaubern können. Nehmen Sie einfach an einer Verlosung teil, die im Anschluss an das Interview zu finden ist. 

 

Wie kamst du auf die Idee zur "Ringelsuse"?
Ich habe mal ein Praktikum im peruanischen Hochland gemacht. Nach kurzer Zeit war ich in der Stadt bekannt wie ein bunter Hund.

 

Irgendjemand setzte das Gerücht in die Welt, ich wolle peruanische Produkte nach Deutschland importieren. Daraufhin wurden mir von einheimischen Händlern etliche Produkte angeboten mit der Bitte, ich solle sie doch in Deutschland für sie vertreiben. Da war von traditionellen Ponchos über Limetten bis hin zu Meerschweinchen, die in Peru als Delikatesse gelten, so ziemlich alles dabei. Ich habe diese Export-Idee dann weitergesponnen und mich dafür entschieden, meine kreative Ader auszuleben, habe meinen Bruder noch mit ins Boot genommen und die Ringelsuse gegründet.

 

Wer kümmert sich um das Design der Produkte, die ihr anbietet?

Ich designe alles selbst, sammle meine Ideen und fahre dann einmal im Jahr nach Lima, um sie umzusetzen. Dort gibt es einen riesigen und sehr chaotischen Markt, auf dem Unmengen von Stoffen und Nähutensilien angeboten werden. Dort suche ich die schönsten Materialien aus und bespreche mit Daniel meine genauen Vorstellungen. Er fertigt Modelle an, die wir gemeinsam solange verändern und verschönern, bis am Ende alles stimmt.

 

Wie hast du Daniel in Peru kennengelernt? Und wie läuft die Bestell- und Lieferabwicklung zwischen euch (und den Kunden direkt)?
Ich habe mich in Lima direkt auf die Suche nach dem Mitarbeiter meines Vertrauens begeben. Dazu habe ich auf einigen Märkten Nachforschungen angestellt und mich mit mehreren potenziellen Geschäftspartnern getroffen. Bei Daniel hatte ich gleich ein gutes Gefühl.

 

Er setzt meine Ideen sehr gut um, bringt aber auch eigene Verbesserungsvorschläge mit ein, und vor allem kann ich mich auf ihn verlassen. Das ist sehr wichtig, da die Bestellungen und Absprachen zwischen uns per Mail und Telefon ablaufen. Er kümmert sich vor Ort auch um die korrekte Etikettierung und den Versand der Produkte, denn mit deutschen Behörden ist bekanntlich ja nicht zu spaßen.

 

Kann Daniel von dieser Arbeit inzwischen leben? Oder stellt er auch noch für andere her?

Früher hat Daniel in Fabriken einiger großer Modeketten gearbeitet. Davon hat er, wie man sich wahrscheinlich denken kann, nicht viel Gutes berichtet. Seit kurzem ist er nun hauptberuflich für die Ringelsuse tätig.  

 

Was machst du selbst denn noch - neben deiner Arbeit mit der "Ringelsuse"? 

Ich studiere Romanistik, bin 28 Jahre alt und habe vor zwei Wochen meine Magisterarbeit abgegeben. Mit dem Studium habe ich in Leipzig angefangen, bevor es mich zum Hauptstudium aber dann doch wieder in meine Heimatstadt Frankfurt verschlagen hat.

Lief denn von Anfang an alles ganz ohne Probleme?  
Ich hatte am Anfang schon Bammel. Die allerersten Verträge – und dann auch noch auf Spanisch. Daniel war aber sehr offen und bereit, sich auf unser Projekt einzulassen. Zusammen haben wir zig Behörden abgeklappert und eine halbe Ewigkeit bei der deutsch-peruanischen Handelskammer verbracht. Welche Materialien darf man in Deutschland verkaufen, wie muss das alles gekennzeichnet werden, und zu guter Letzt gibt es ja auch noch die Zollbestimmungen. Mit viel Geduld und gegenseitigem Immer-wieder Mut-machen hat aber letztendlich alles gut geklappt.


Ist die Konkurrenz von guten Onlineshops im Internet nicht groß?
Ja, da gibt es eine Menge, in denen ich auch sehr häufig mein Geld lasse. Ich empfinde unsere Produkte aber als etwas sehr Eigenes. Ein kleiner individueller Laden ist oft interessanter als eine große Modeplattform. 

 

Wie sehen deine weiteren Pläne mit der "Ringelsuse", aber auch sonstige 
berufliche Pläne aus?

Ich werde mich nach meinem Studium erst einmal voll und ganz der Ringelsuse 
widmen. Ich habe schon unzählige neue Produktideen. Nächstes Frühjahr wird es eine neue Kollektion geben, unter anderem auch mit Ledertaschen, Unterwäsche und ganz vielen neuen Accessoires. Mir ist es wichtig, erst einmal den Bekanntheitsgrad meines Labels zu erhöhen, längerfristig ist mein Ziel, bei größeren Ketten und im europäischen Ausland vertreten zu sein.


Was würdest du anderen jungen Frauen, die ähnliches vorhaben, als Rat auf den Weg geben?
Nicht zu lange grübeln und sich vorher nicht jedes Horrorszenario ausmalen. Einfach machen und schauen, was passiert...


...............................................................................................................................................................

 

Gewinnen Sie hier nun einen Flaschenöffner aus dem Produktangebot der Ringelsuse – ohne viel Aufwand: Alles, was Sie tun müssen, ist eine Mail an die Redaktion von MissTilly.de (redaktion(at)misstilly.de) schicken. Und schon sind Sie dabei: Unter den Einsendungen, die uns bis zum 27. September 2010 erreichen, verlosen wir einen Flaschenöffner – der neben Flaschen vermutlich auch Augen um einen herum öffnen kann. 

Wir danken für die Teilnahme an unserem Gewinnspiel, dessen Einsendeschluss nun abgelaufen ist – die Gewinnerin wird benachrichtigt.