Babe der Woche

Ein Täschchen macht sich rar

Divenhaft ziert es sich und lässt die Anbeter schmachtend vor der Türe.

Von: Bärbel Kerber

vom 29.09.10

Möglicherweise ist es nur ein simpler Marketing-Coup. Aber eine Reihe seriöser Zeitungen meldet, Louis-Vuitton-Taschen würden – nein, Hilfe! - knapp werden. Weshalb die Läden in Frankreich (also, nur die Louis-Vuitton-Läden) eine Stunde früher als gewöhnlich schließen. Und die Leute davor Schlange stehen.


So viel Leidenschaft für ein Täschchen, einen Luxus-Beutel, ein Behältnis? Oder besser gefragt: so viel Geld (dafür)?


Dass Louis-Vuitton-Produkte begehrte Trophäen sind, ist nicht neu. Neu ist aber der rasende Absatz und das große Verlangen der asiatischen Kundschaft (und darauf war LVMH offensichtlich nicht eingestellt). Denn für diese ist das Label, in Europa gekauft, ein Schnäppchen. "Zwei Geldbeutel für 900 Euro: Das ist viel billiger hier!"und "Ich habe eine Tasche für 800 Euro gekauft, in China hätte ich bestimmt das Doppelte bezahlt", jubeln diese, wie zu hören ist.


Nicht ohne meine Tasche...? Die Börse freute es – und die Konzernleitung nicht minder.

 

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Photo: geishaboy500