Babe der Woche

Häkelfußball

Sie kannten diese Sportart noch nicht? Macht nichts. Google bis vor kurzem auch nicht.

Und im Übrigen handelt es sich bei „Häkelfußball“ auch gar nicht um eine Sportart, sondern um einen Freizeitspaß für Frauen. Das Magazin „Brigitte“ hat sich diesen ausgedacht – für alle jene Leserinnen, die pünktlich zur EM 2008 das Fußball-Fieber befallen hat.

Sie finden ein Spiel so spannend, dass sie vor dem Fernseher einfach nicht nichts tun können? (Mit anderen Worten: Sie leiden an einem typischen Frauenproblem?) Die „Brigitte“ hat einen Tipp: „Wie wär’s mit Häkeln?“

Mit Häkeln
? Genau: Häkeln, so schlägt das Frauenmagazin vor, um die Nerven zu beruhigen. Mag als Nebenbeschäftigung vor der Glotze nicht ganz nahe liegen, aber die Häkelidee selbst, mit der die aktuelle Ausgabe um die Ecke kommt, – setzt auf Volltreffer. Sozusagen auch beim eingefleischten Handarbeitsmuffel.

Socken für den Ehemann? Oder eine Mütze für den Kinderkopf? Weder noch. Vorgeschlagen wird, sich einen „kleinen feinen EM-Ball“ zu häkeln, mit einem „Luftballon drin“, mit dem man dann „die spannendsten Szenen im Wohnzimmer nachspielen“ kann. (Nach dem Spiel, versteht sich, sonst kriegen andere noch so richtig die Krise).

Tja, bei der „Brigitte“ denkt man eben sehr modern. Frauen nur nach altem Strickmuster anzusprechen, fällt dem Magazin doch gar nicht ein. Da sollte sich die Suchmaschine von Google mal eine Scheibe von abschneiden. Fragt man die nämlich nach „Häkelfußball“, kommt als Nachfrage doch prompt: Meinten Sie Hallenfußball?

So, als wäre man zu blöd für diese Welt – oder ein „Babe der Woche“.