Reizthema

Hausfrau, Karrierefrau, oder Superfrau?

Über das Bild der Frau, oder was Frau sein sollte

Das Leben einer Frau scheint ein ständiger Wandel zu sein. Frausein, ein Leben mit tausend Facetten, oder ein Leben zwischen den Stühlen? Welche genau Erwartung stellt die Gesellschaft heute eigentlich an eine Frau? Soll sie Karrierefrau sein? Soll sie eine gute Schulbildung haben, wenn möglich auch noch studiert sein, dann eine gute Stelle finden und dort arbeiten? Was hier so einfach scheint, ist es in Wirklichkeit eigentlich nicht. Frauen mit Kinderwunsch geraten hier schon in den ersten Konflikt. Wissenschaftlich bewiesen ist das ab dem 25sten Lebensjahr die Fruchtbarkeit einer Frau langsam sinkt. Aber welche Frau möchte mitten im Studium schwanger werden?

 

Frauen mit Weitsicht

 

Selbst wenn sie es würde, wie weiter? Schwanger und später neben dem Kind studieren? Oder pausieren bis das Kind auf der Welt ist? Aber wieviel Frauen schaffen nach einer Schwangerschaft den Einstieg ins Studium? Trotzdem hört man an allen möglichen Stellen Klagen darüber, warum Akademikerinnen so spät erst Kinder bekommen. Plötzlich wird Frau die Weitsicht angekreidet, zu sagen: "Ich will auch in der Lage sein mein Kind im Notfall alleine Großziehen zu können. Dafür brauche ich einen Guten Job". .

 

Vielleicht doch Hausfrau? Entscheidet sich Frau irgendwann im Leben dafür, sich nur den Kindern und Mann zu widmen, wird sie nur mit den Worten bedacht: "Ach sie ist ja nur eine Hausfrau." Egal, welche Bildung sie hat.

 

Superwoman hat alles im Griff?

 

Wenn man sich da einige Politikerinnen oder Prominente ansieht, die einem das perfekte Frausein vorzuleben schienen, ganz unter dem Motto: "Karriere und Familie sind vereinbar!", fragt man sich, ist es dass was Frau heute sein soll? Karriere und Hausfrau? Eine Art Superwoman? Eine Frau mit 2 Kleinkindern, der Managerstelle, eine glückliche Ehe und einen Haushalt, den sie fest im Griff hat?

 

Wenn die Ernüchterung nach der ersten leichten Bewunderung kommt, mag man sich ausmalen, wie das Leben einer solchen "Superfrau" wohl aussieht - ein Leben, so sich die Raumpflegerin oder Haushälterin um den größten Teil des Haushaltes kümmert und eine Nanny oder ein Au pair sich mit den Kinder beschäftigt. Schnell kommt man bei solchen Überlegungen zu dem Ergebnis, dass das Leben vieler anderer Frauen mit der selben Hilfe auch völlig anders sein würde. Da wundert man sich, wenn man liest, dass immer mehr Frauen unter dem Burn-out Syndrom leiden sollen. Ausgebrannt von den vielen Aufgaben die täglich in der Famile, Beruf, ect. auf sie einprasseln. Doch keine Superfrau?

 

Rollenbilder der Gesellschaft

 

Also, was soll Frau sein? Hausfrau? Karrierefrau? Superfrau? Oder sollte sie vielleicht einfach das Leben führen, dass sie glücklich macht, ohne sich dabei an den Rollenbildern der Gesellschaft zu orientieren. Eine Frage die sich sicher so nicht beantworten lässt. Sondern eine Frage, auf die die Zeit und die Frauen eine Antwort geben werden mit dem, für dass sie sich entschieden werden.

 

 

 

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Sandra Offermanns studiert Journalismus und Bildungswissenschaften. Sie schreibt außerdem für die Online-Magazine suite101.de und kulturaextra.de.

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