War was?

Homophobie...

...ist etwas zwischen Angst und Hass auf das Andersartige. Der Internationale Tag gegen Homophobie versuchte dagegen zu halten.

Dass auch heute noch ein Coming-Out für so viele homosexuelle Menschen eine unüberwindbare Hürde darstellt, liegt nicht zuletzt an der Ausgrenzung, die Schwule und Lesben immer noch erleben. "Schwule Sau" wird nach wie vor häufig als Schimpfwort gebraucht. Benachteiligungen am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und bei Freizeittätigkeiten sind gang und gäbe. Homophobie ist immer noch weit verbreitet. Dabei haben wir doch schon längst so viele Meilensteine gesetzt - könnte man meinen. Seit 1969 ist es in Deutschland nicht mehr strafbar, schwul zu sein. Den Homosexuellenparagrafen §175 haben wir 1994 endlich begraben. Seit 2001 -  mit dem Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft - können Schwule und Lesben heiraten. Und trotzdem: Aufklärung tut Not. Verbände, Aktionen, Betroffene kämpfen immer wieder - und besonders am 17.Mai - gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit.

 

Dass Homosexualität keine Krankheit ist, sollte heutzutage eigentlich jeder wissen - die Unbelehrbaren einmal ausgeschlossen. Und doch ist es erst 20 Jahre her, dass die Weltgesundheitsorganisation, WHO, Homosexualität offiziell von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat. Seither ist der 17. Mai der Internationale Jahrestag gegen Homophobie. "Kein Mensch darf auf Grund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden", verlautbarte dieser Tage die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und setzte ein Zeichen gegen Homophobie. Auch das Europäische Parlament wies auf die Bedeutung dieses Tages hin. Und so sollte eigentlich noch viel mehr in das Bewusstsein der Leute dringen, dass eine Diskriminierung - egal aus welchem Grunde - schlichtweg nicht tolerierbar ist.

 

Bei aller Nabelschau und dem Blick auf Erreichtes darf Folgendes nicht übersehen werden. In noch rund 70 Ländern ist Homosexualität strafbar. In manchen Ländern steht darauf sogar noch die Todesstrafe. Aktuell im Blickpunkt ist hier Uganda - dort arbeitet man derzeit an einem neuen Anti-Homosexualitätsgesetz, inklusive Todesstrafe. Selbst wer Homosexuelle nur unterstützt, muss dann mit harten Strafen rechnen. Die Berliner protestierten dagegen mit einer Knutschdemo vor der Botschaft Ugandas - eben am "Internationalen Tag gegen Homophobie".