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Ich habe einen Traum

„In 80 Sätzen durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts.“ Ein grandioser Überblick.

Sie wollen als einigermaßen informiert gelten, haben aber keine Lust, dicke Geschichtsbücher über Politik, Pop-Kultur, Literatur, Philosophie, Filme und Songs des 20. Jahrhunderts zu lesen? Oder: Sie wollen all die immer wiederholten Zitate zwischen „Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus“ von Siegmund Freud bis zu „Ich habe einen Traum“ von Martin Luther King nachschlagen? Und wissen, in welchem Zusammenhang die „Erfinder“ sie aussprachen?

Sie könnten googlen gehen. Interessanter und informativer ist allerdings dieses Buch. Es ist die Fortsetzung des 2006 erschienenen Erstbands (und Bestsellers) „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, in dem Helge Hesse, ein renommierter freier Autoren mit betriebswirtschaftlichem und philosophischem Hintergrund, die Weltgeschichte nach Sprüchen abgraste, die die Jahrhunderte überlebten.

Ein bewundernswert fleißiger Mann! Auch für sein neues Buch tauchte er in sämtliche relevanten Archive. Jetzt kümmerte er sich, zum Beispiel, um den schönen Kennedy-Spruch „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern fragt, was ihr für euer Land tun könnte“, recherchierte die Geschichte von „Eine Frau braucht einen Mann wie ein Fisch ein Fahrrad“ und erklärt, wo der Vorwurf „Wir amüsieren uns zu Tode“ herkommt.

80 Zitate, Buch- und Filmtitel, Song-Zeilen und Slogans aus dem vergangenen Jahrhundert, die unsere aktuellen Ansichten von Politik und Wissenschaft, Wirtschaft und Liebe prägten. Natürlich muss man nicht wissen, dass die selbstbewusste Behauptung „Ich suche nicht, ich finde“ von Picasso stammt, und sicher wissen auch die Jungen ohne dieses Buch, dass die Autoren von „All You Need Is Love“ John Lennon und Paul McCartney waren. Aber ahnen Sie, von wem der kluge Satz stammt: „Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat“? In „Ich habe einen Traum“ von Helge Hesse können Sie es nachlesen.