Babe der Woche

Schlumpfine

Good bye Blondine aus dem Schlumpfenland. Sie muss jetzt Platz machen für Konkurrenz.

Bei den blauen Gnomen war die Welt eigentlich immer schwer in Ordnung. Friede, Freude, Eierkuchen herrschten. Vielleicht ja gerade, weil es in der 100-Männer-WG keine Frauen gab – bis auf eine einzige: Schlumpfine, und der lagen alle 100 Schlümpfe schmachtend zu Füßen.

 

Doch Schluß damit: Zum Jubeljahr gibt es eine Prise „soziokulturelle Veränderungen“. Denn 50 Jahre später sieht es die Witwe des Schlümpfe-Machers nun an der Zeit, für modernen Wind zu sorgen und setzt auf Gendermainstreaming in Schlumpfhausen: soll heißen: Demnächst bekommen die Schlümpfe fesche Weiber an ihre Seite.

 

Schlumpfine hat also als weibliches Rollenmodel im Schlumpfdorf ausgedient – war sie doch in ihrer Aufgabe sehr beschränkt: Als „hohle Schöne ohne Busen“ stand sie nur „dekorativ im Bild herum“. Bevor sie nun vom Thron gestoßen wird, verleihen wir von MissTilly der Schlumpfine noch rasch das „Babe der Woche“. Viel Glück im Ruhestand.

 

Eines treibt uns jetzt natürlich um: Wird es mit dem Einzug der Frauen bei den Schlümpfen dort nun „künftig auch um Kinderkriegen und Elternzeit“ gehen? Ist es nun etwa zu Ende mit „Frieden und Harmonie“ in der männlichen Gemeinschaft, in der es keine Streitthemen wie Geld, Religion oder Sexualität gab, fragt sich nicht nur der eine oder andere Mann mit Sorge. Ob Heil oder Unheil künftig den Schlümpfen droht, darüber muss noch eine Weile spekuliert werden. Erst wenn der neue Film in die Kinos kommt, der für dieses Jahr angekündigt ist, wissen wir mehr.