Babe der Woche

Sexy und literaturbeflissen

Die Buchmesse und ihre Vorleserinnen

 

Ein Escortservice inklusive Literaturverstand – na, das ist doch mal originell. Die Frankfurter Buchmesse ist zu Ende. Die Chance, einen großartigen neuen Service zu nutzen, vertan. Wenn auch so neu der „Kern“-Service nicht wirklich ist: Vielmehr handelt es sich um ein wohlbekanntes und sehr altes Gewerbe. Neuartig ist nur die Verknüpfung von Büchern und Bett.


„Stöbern Sie zusammen mit Ihrer persönlichen ‚Leseratte‘ in den Neuerscheinungen der Literaturwelt,“ wirbt eine der Firmen ihre Dienstleistung an und überschreibt das Ganze mit dem Slogan „Intelligenz trifft auf Tradition“. Wer da wohl welchen Part übernimmt?


Schaut man sich die Profile der Ladies an, zeigt sich schnell, wo deren wahre Kompetenzen liegen. Ein literarisches Quartett sieht anders aus. Aber sich gegenseitig Vorlesen geht immer. Es muss ja nicht immer Tolstoi, Kleist und Kehlmann sein.


Offen bleibt nur mal wieder die Frage: Und was macht eigentlich eine weibliche Buchmesse-Besucherin in einem solchen „Bedarfsfall“? Vielleicht gibt es ja eine(n) findige(n) Geschaftsfrau(-mann). Und bis Oktober 2010 ist ja noch ein wenig Zeit.