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		<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
		<link>http://www.misstilly.de/</link>
		<description>Don't miss tilly</description>
		<language>de</language>
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			<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 09 Mar 2010 08:33:02 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Der Helden Untergang?</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/der-helden-daemmerung.html</link>
			<description>Das traditionelle Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern ist ins Wanken gekommen. Und die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Da ist ganz schön was passiert in den letzten Jahrzehnten.&nbsp; Frauenemanzipation, Globalisierung, Wirtschaftskrise - und mit all dem müssen Männer auf ihre eigene Weise zurecht kommen. Ute Scheub sagt: Durch Verlust von Jobs und Privilegien fühlen diese sich in ihrer männlichen Identität bedroht. Und oft reagieren sie in ihrer Hilflosigkeit gekränkt oder sogar gewalttätig. Warum das bedrohlich werden kann und warum Männer selbst ein ureigenes Interesse an Geschlechtergerichtigkeit haben sollten, beschreibt das Buch <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=321180&amp;frm=false&amp;fbm=false" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Heldendämmerung&quot;</a>. &quot;Das Patriarchat schadet der männlichen Gesundheit, verkürzt das Lebensalter und versaut das Lebensglück von Männern,&quot; weiß die Autorin <a href="http://www.utescheub.de/index.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Ute Scheub</a>.<br /><br />Die Journalistin und Autorin sammelte Interviews, Porträts und Fakten und hat ein Buch darüber geschrieben, weshalb die Krise der Männer und der Männlichkeit gefährlich ist. Dem Verlag Randomhouse beantwortete sie&nbsp; wichtige Fragen dazu. Wir haben freundlicherweise die Genehmigung zur Veröffentlichung erhalten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="center" class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><em>Frau Scheub, Sie widmen sich in Ihrem Buch einem Krisengebiet, das so zentral und fundamental ist, dass man sich wundern muss, dass darüber so wenig gesprochen wird: die Krise der Männer. Wie äußert sich diese Krise?</em></p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br />Diese Krise reicht rund um den Globus und quer durch alle Bevölkerungsschichten. Die männliche Identität ist fragiler als die weibliche &#8211; aus verschiedenen Gründen, die ich in dem Buch näher erläutere. Wenn Männern Jobs und Posten durch Globalisierung und Wirtschaftskrise wegbrechen, sehen sich viele von Identitätsverlust bedroht. Männliche Identität kriselt heutzutage ganz oben und ganz unten, unter Bankmanagern genauso wie unter erwerbslosen Slumbewohnern, unter weißen US-Amerikanern genauso wie bei den Taliban. Die weltweite Vorherrschaft des weißen Mannes ist definitiv gebrochen, und nun streiten sich etliche um den frei werdenden Posten des Vorstandsvorsitzenden der Welt AG.</p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br /><em>Frauen kämpfen seit vielen Jahrzehnten für Emanzipation und Gleichberechtigung. Ist diese Krise der Männer also eine gute Nachricht für Frauen?</em></p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br />Nein. Sie ist auch für Frauen bedrohlich, weil in ihrer Identität bedrohte Männer häufig zu Gewalt greifen, um ihre vermeintliche oder tatsächliche Herrschaftsposition zurückzuerobern. »Ich fühlte mich gut, ich fühlte mich endlich wieder als Mann«, sagte ein Erwerbsloser, nachdem er seine Freundin verprügelt hatte. Das ist symptomatisch: vermeintliche Selbstermannung oder Selbstermächtigung durch Gewalt gegen Schwächere.</p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br /><em>Manche Symptome dieser Krise, zum Beispiel die Selbstinszenierung einiger Staatsmänner als echte Kerle &#8211; man denke nur an den angelnden und Tiger erlegenden Putin &#8211; sind ärgerlich,zuweilen auch lächerlich. In anderen Teilen der Welt nimmt diese männliche Identitätskrise aber noch größere, ja bedrohliche Ausmaße an. Was beobachten Sie?</em></p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br />Auch der Tiger jagende Ministerpräsident ist durchaus bedrohlich. Hierzulande fiel es bloß niemandem auf, dass Putin das riesige sibirische Viech just in dem Moment mit einem Betäubungsgewehr niederstreckte, als der Kaukasuskrieg beendet war. Putins heimisches Publikum aber verstand sofort: Mit dem Tiger war der georgische Präsident Michail Saakaschwili gemeint. Um »wehrhafte« Männlichkeit zu beweisen, ziehen verunsicherte Männer im Extremfall in den Krieg &#8211; wie in Georgien, Ex-Jugoslawien, Afghanistan und vielen anderen Regionen geschehen. Aufgehetzt von skrupellosen Anführern, sehen solche Männer im Töten derer, die sie als Bedrohung empfi nden, den Ausweg aus ihrer Identitätskrise. Sie werden zu Tätern, aber sie sind auch Opfer einer verselbstständigten Pathosmaschinerie. Die Männer stecken in Zirkelschlüssen fest: Sie glauben, Krieg führen zu müssen, weil erst der Krieg sie zu »richtigen Männern« macht.</p>
<p class="bodytext"><img height="1" border="0" width="1" src="uploads/RTEmagicC_3ef7bee24e.gif.gif" alt="" /><br /><em>Untersuchungen zeigen, dass es allen Mitgliedern einer Gesellschaft &#8211; Männern, Frauen und Kindern &#8211; besser geht, wenn die Geschlechter möglichst <img height="195" border="0" width="150" src="uploads/RTEmagicC_Ute-Scheub.jpg.jpg" class="imageright-ende-absatz" alt="" />gleichberechtigt sind. Sollte man die Männer nicht an Bord holen, wenn es darum geht, Demokratie und Gleichberechtigung in unseren Gesellschaften durchzusetzen?<br /></em><br />Männer sollten in ihrem ureigenen Interesse an Bord des Dampfers klettern, der Richtung Geschlechtergleichheit geht. Zum Glück gibt es eine weltweit wachsende Bewegung engagierter Männer, die genau das tun &#8211; in meinem Buch berichte ich darüber. Zahlreiche Studien belegen: Das Patriarchat schadet der männlichen Gesundheit, verkürzt das Lebensalter und versaut das Lebensglück von Männern. Denn entgegen dem Tunnelblick mancher Feministin ist die Mehrheit der Opfer der zahlreichen Formen männlicher Gewalt ebenfalls männlich. Umgekehrt aber gilt: Staaten mit vergleichsweise hoher Gleichberechtigung sind innen und außenpolitisch deutlich friedlicher als patriarchalische Staaten, die Menschen dort sind wohlhabender und glücklicher, sie leben länger und zufriedener. Mich hat bei meinen Nachforschungen selbst überrascht, dass »Gedöns«, wie Ex-Bundeskanzler Schröder Geschlechterpolitik einmal nannte, einen so sagenhaft hohen positiven Wirkungsgrad hat &#8211; und zwar auch für Männer!</p>]]></content:encoded>
			<category>Reizthema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:33:02 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>:: Die Woche :: 01.03. - 07.03.2010</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-woche-0103-07032010.html</link>
			<description>Kraft ihrer Wassersuppe oder weil grad Wahlkampf ist? - Gipfel der Ernüchterung - Drum lobet, wer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Manchen steht das&nbsp; Lebensmotto im eigenen Namen geschrieben - Frau Kraft beispielsweise, die SPD-Chefin in Nordrhein-Westfalen. Denn Kraft braucht die gute Frau angesichts der bevorstehenden Wahlen und der Ansichten, wie sie sie <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682124,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >im Spiegel</a> formulierte. Quintessenz: Langzeitarbeitslose sollen eine Perspektive auf dem Markt der Arbeit erhalten, um ihnen ein würdevolles und gesellschaftlich akzeptiertes Leben zu garantieren. <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Kraft-Einsatz-von-Hartz-IV-Empfaengern-soll-freiwillig-sein_aid_828856.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Ihnen sollen</a> vornehmlich gemeinnützige Tätigkeiten angeboten werden, dafür sollen sie mehr als 1 Euro pro Stunde Bezahlung erhalten, Sozialbeiträge leisten können - und: Sie sollen keine bestehenden Arbeitsplätze gefährden bzw. dazu in Konkurrenz treten. Liebe Frau Kraft - einen Spagat zu machen, dürfte nur im ersten Moment den wenigsten schwer fallen. Vor allem, wenn der nötige Schwung dahinter steckt. Aber können Sie diesen Spagat auch halten? Da wäre zum Beispiel der Kampf um den Mindestlohn. Sowohl Kommunen als auch die Privatwirtschaft werden ab sofort Mindestlöhne zahlen und einen Teufel tun, eben jene Löhne an angestellte Mitarbeiter zu zahlen, deren Arbeit können doch die Langzeitarbeitslosen leisten. Denn wie durch ein Wunder wird sich die Gemeinnützigkeit als roter Faden durch alle Arbeitswelten schlängeln.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Sagt Ihnen die Zahl &quot;1325&quot; etwas? Wenn ja, dann fühlen Sie sich hiermit virtuell bewundert. Dass gerade im Vorfeld des 100-jährigen Bestehens des Internationalen Frauentages diese Zahl wie ein geheimer Code durch unsere Alltagswelten defilierte, ist der Tatsache geschuldet, dass <a href="http://www.glow-boell.de/de/rubrik_2/5_740.htm#Wortlaut" target="_blank" class="external-link-new-window" >hinter dieser Zahl eine UN-Resolution steckt</a>. Es geht um die Sicherheitsresolution der Vereinten Nationen zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Wie wichtig diese Resolution und ihre tatsächliche Umsetzung ist, lässt sich an den Verlautbarungen zweier vollkommen verschiedener Institutionen erkennen. Zum einen der Bundesregierung und hier insbesondere dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, abgekürzt Herr Niebel. Und zum anderen Frau Svensson, schwedische Leiterin der Gleichstellungskommission des EU-Parlaments. <a href="http://www.bmz.de/de/presse/pm/2010/maerz/pm_20100306_35.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Während Herr Niebel</a>, bekannt für seine knackig liberale Offenheit, den Frauen auch weiterhin seine breite Unterstützung zusichert und im Zusammenhang mit dem 3. Milleniumsziel des Bundesministeriums die Resolution 1325 erwähnt, <a href="http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/gipfel-der-ernuechterung-1/" target="_blank" class="external-link-new-window" >spricht Frau Sevensson vom &quot;Gipfel der Ernüchterung&quot;</a> - und meint die Abschlusserklärung des tatsächlich noch laufenden Treffens der UN-Frauenrechtskommission. Darin wird- ebenso knackig und offen- in wohlmeinende Formulierungen eingekleidet, was man als Außenstehender als <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/muehsame-resolutionsarbeit/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Stagnation bzw. Rückschritt der Gleichstellung der Frauen in der Welt</a> bewerten könnte. Ach, übrigens: Ausgangspunkt des Gipfels war die Revision der Umsetzung der Resolution 1325.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch wenn es der einen oder dem anderen aus dem Halse hängen sollte: Eine Frau ist Bundeskanzlerin in Deutschland. Und das ist erstmal gut so. Was die Bundeskanzlerin und <a href="http://www.klaus-wowereit.de/zur_person/und_das_ist_auch_gut_so/" target="_blank" class="external-link-new-window" >der schwule Bürgermeister Berlins</a> gemeinsam haben, ist die Kritik an ihrem Führungsstil. Während aber den einen <a href="http://www.pr-inside.com/de/wowereit-rutscht-auf-beliebtheitsskala-ab-r1748616.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >die scheinbar überbordenden Testosterone</a> plagen, kämpft Angela Merkel<a href="http://www.theeuropean.de/2458-leonard-novy/2462-brown-merkel-fuehrung-ins-abseits" target="_blank" class="external-link-new-window" > mit dem niederschmetternden Image der Abduckerin</a>. Zwar sind ihre Meidbewegungen in Koalition und Partei mittlerweile sagenumworben. Nichtsdestotrotz würden die schreibende Öffentlichkeit und die tätige Bevölkerung es lieber sehen, wenn die Bundeskanzlerin das Versteckspielen den Abgeordnetenkindern im Bundestagskindergarten überlassen würde.<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/541/504750/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" > Orientierungslosigkeit, Konzeptlosigkeit, handwerkliche Fehler</a>. Die Liste sollte nicht länger werden, sonst verliert die CDU neben dem Sponsoring auch noch die Spendengelder ihrer Klientel. <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5i4LD85FI_U9GMC3jdqoDEFpUzXbQ" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zwar zeigten sich die Wirtschaftsvertreter</a> aufgeschlossen gegenüber der Selbstkritik der Kanzlerin. Aber das machen die Vorstände in den Fußballvereinen auch immer so - bevor sie den Trainer dann doch entlassen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In dieser Nacht könnte sich Historisches anbahnen. &quot;The Oscar goes to . . . &quot; wird es wieder heißen, und eine Regisseurin könnte erstmals in der 82-jährigen Geschichte Film-Hollywoods die wohl am meisten ersehnte und gehasste Trophäe der Neuzeit überreicht bekommen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathryn_Bigelow" target="_blank" class="external-link-new-window" >Kathryn Bigelow</a> heißt vielleicht die Glückliche. Der künstlerische Wettstreit, den sich die Nominierungen eigentlich mit den Ergebnissen ihrer Arbeiten liefern sollen, könnte nicht nur aufgrund der möglichen Preisträgerin ein Politikum werden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6dliches_Kommando_%E2%80%93_The_Hurt_Locker" target="_blank" class="external-link-new-window" >Ihr Film &quot;The Hurt Locker&quot;</a> ist sowohl in der Thematik als auch in der filmischen Umsetzung ein Statement, das das politische Hollywood der Bush-Administration schon vor einem Jahr gern entgegen geschleudert hätte. Dass Frau Bigelow mit ihrem Film gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora" target="_blank" class="external-link-new-window" >den neuen Kassenerfolg ihres Ex-Ehemannes James Cameron</a> antritt, sollte also nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um ein Stückchen Vergangenheitsbewältigung geht - oder um die artifizielle Flucht vor derselben.</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>cjander@comarin.de</author>
			<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 19:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>(Halb-)Nackt, schlüpfrig - aber nicht sexuell?</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/halb-nackt-schluepfrig-aber-nicht-sexuell.html</link>
			<description>Wenn Prominente sich auf Nacktfotos präsentieren, geht uns das durchaus etwas an. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a href="http://www.playboy.de/menschen/prominente/anni_friesinger_marianne_timmer" target="_blank" class="external-link-new-window" >Sportlerinnen</a> und <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/leute/2010/01/14/simone-thomalla-playboy/warum-sich-promis-nackt-machen.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Schauspielerinnen</a>, die sich ausziehen, scheinen <a href="http://www.pierre-markuse.de/2010/02/12/anni-friesinger-im-playboy-sportlerin-lies-sexy-bilder-von-sich-machen/" target="_blank" class="external-link-new-window" >im Trend</a> zu liegen. Das Problem nur ist: Was Thomalla, Friesinger, Teter und Co. damit bezwecken und was sie damit tatsächlich erreichen, sind zwei grundverschiedene Dinge. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Sie haben nichts Böses im Sinn. Soviel ist klar. Sie räkeln sich vor dem Betrachter und zeigen, was sonst gut verhüllt unter ihrer Sportlerkleidung oder ihrer Filmgarderobe liegt. Und unschuldig verstehen sie die Welt nicht mehr, wenn es durchaus auch Kritik gibt und nicht alle über die Darstellung ihrer zweifellos knackigen Körper jubeln. So wie <a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE61F0UH20100216?type=sportsNews" target="_blank" class="external-link-new-window" >im jüngsten Fall</a> geschehen. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">&quot;Ich wollte das unbedingt machen, denn ich finde, dass sich Frauen wegen ihrer Körper nicht schämen sollten. Das ist einfach so falsch&quot;, <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,678101,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >moniert Hannah Teter </a>gegen die Kritiker. &quot;Die Bilder sind ein bisschen schlüpfrig, aber absolut nicht sexuell&quot;, sagt die Snowboarderin und schiebt nach: &quot;Man sollte daraus kein Drama machen. Die Naturvölker laufen in einigen Ländern ständig nackt herum, und keiner denkt an Sexualität.“</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Ach, hätte sie doch besser nichts dazu gesagt.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Schließlich ist Nacktheit nicht gleich Nacktheit. Wir leben im Gegensatz zu den Naturvölkern in einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualisierung" target="_blank" class="external-link-new-window" >sexualisierten</a> Gesellschaft. Das heißt, Nacktheit ist bei uns nur selten ein Ausdruck von Natürlichkeit, sondern wird meistens in sexuellem Kontext wahrgenommen (und oft wird genau damit kokettiert.) Dazu kommt: <img class="imageright-ende-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20100301pink-handcuffs.jpg.jpg" width="250" border="0" height="188" alt="" />Viele der Promi-Bilder haben unverhohlenen lasziven Charakter – sonst würden sie sich vermutlich auch nicht so gut verkaufen. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Dass Kritik an ihnen laut wird, ist selten. Wer heutzutage gegen solche Fotos in den Medien seine Stimme erhebt, riskiert damit, als verklemmt und spießig zu gelten. Als Spaßverderber. Weshalb viele den Mund halten. Welche Signale die sexualisierten Posen der Promis in der Öffentlichkeit aussenden, wird heruntergespielt. Der Lackmustest dagegen ist die Frage: Würden Sie es gutheißen, Ihre eigene Tochter so abgelichtet in den Auslagen der Kioske zu sehen? Als eine Frau, die „zu allem bereit“ scheint, auf ihre sexuellen Reize und Äußerlichkeiten reduziert?</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Man muss nicht in Illustrierten posieren, um zu demonstrieren, dass man ein natürliches Verhältnis zu (s)einem Körper und zu seiner Lust hat. Diese <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/erotische-fotos_aid_232989.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Bilderstrecken</a> manifestieren vor allem eines: Nackte Körper sind für uns mehr denn je nur dann schön, wenn sie durchtrainiert und schlank und faltenfrei sind. „Normale Körper“ dagegen mag, wenn sie unbekleidet sind, keiner öffentlich dargestellt sehen. Warum? Weil wir verlernt haben, deren ganz eigenen Reize wahrzunehmen bzw. zu erkennen – so wie z. B. auch ein Geliebter die Hüftröllchen und Falten der Geliebten schön findet.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Die sexuellen Freiheiten, die wir heute leben können, sollten wir nicht an anderer Stelle begraben, indem wir unaufhaltsam und schleichend in uns <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/117/375925/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" >einen Druck erzeugen</a>, im Bett etwas bestimmtes „performen“ zu müssen, und das noch möglichst ästhetisch. Vaginalschönheits- chirurgie und sexueller Leistungsdruck bei Teenagern sind erste alarmierende Zeichen, wohin wir marschieren. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Soll heißen: Ein natürlicher Umgang mit Nacktheit wird durch das Sportlerinnenvorbild nicht gerade gefördert. Auch wenn diese so vehement <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article6039453/Ich-bin-so-ne-Bademantel-Frau.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >das Gegenteil vertreten</a>. Oder wie es die Psychotherapeutin Claudia Haarmann <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/117/375925/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" >formuliert</a>: „Ich glaube, dass die Kluft zwischen dem, was die sexualisierte Gesellschaft an perfekten Bildern bietet, und dem, was im Inneren erlebt wird, immer größer wird“ </p>]]></content:encoded>
			<category>Weibchenschema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:44:38 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Der Koch&quot;</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/der-koch.html</link>
			<description>Das Themenspektrum von Martin Suters neuem Roman ist groß: ayurvedische Küche, Finanzkrise, Liebe...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Handlungsspielort ist die Schweiz, wohin der junge Koch Maravan emigriert ist. Aufgrund der Einwanderungsbestimmungen darf er in der Restaurantküche, in der er arbeitet, nur Hilfsarbeiten verrichten, obwohl er in Sri Lanka und Indien bereits in Spitzenrestaurants gekocht hat. Seine Kollegen bemerken durchaus, dass er ihnen weit überlegen ist, was nicht gerade zur Verbesserung des Betriebsklimas beiträgt. Die Bombe platzt, als Maravan unüberlegt einem Koch anbietet, ein <em>richtiges</em> Curry für ihn kochen zu können. Andrea, Kellnerin im „Chez Huyler“ und heiß begehrt von allen Mitarbeitern des Restaurants, will ihm beistehen und verabredet ein Date, um seine Kochkünste zu probieren. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Die amourösen Verwicklungen zwischen Andrea und Maravan dauern nur sehr kurz, die daraus entstehende Geschäftsbeziehung jedoch wesentlich länger: Zusammen machen sie sich selbständig mit dem Cateringservice „Love Food“. Nach Rezepten seiner Großtante Nangay, in deren Küche er aufgewachsen ist, kocht er Gerichte, die Gaumen und Libido seiner Kunden gleichermaßen verwöhnen. Ein Geheimtipp, der sich in der gut betuchten Schweizer Gesellschaft schnell verbreitet. Seine Kunden sind Wirtschaftsbosse, Waffenhändler und Politiker. Andrea vermittelt Kontakte und bedient, Maravan kocht. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Neben Kochen, Essen und Leidenschaft ist „Der Koch“ ein Buch über Gewissenskonflikte: Maravan, der entgegen seiner Religion aus wirtschaftlicher Not zum „Sexkoch“ wird, Waffenhändler, die Sprengköpfe in die Krisenregionen der Welt verschieben und Prostituierte, die von dem, was sie pro Nacht verdienen, zahlreiche Verwandte in Dritt-Welt-Ländern unterstützen und versorgen. Doch trotz aller Konflikte und hochpolitischen Themen bleibt der Roman immer spannend und unterhaltend. Das mag ihm das Feuilleton vorwerfen, ist jedoch der Grund dafür, warum er sich konstant auf dem ersten Platz der Spiegel Bestseller-Liste hält. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch wenn vielleicht nicht jeder den benötigten Rotationsverdampfer in der Küchenschublade hat, sind die Rezepte – eine Kombination aus klassischer ayurvedischer Küche mit Molekularküche – im Anhang des Buches enthalten. Und es sind – neben aller Sozialkritik und dem anrührenden Plot um Maravan – die Szenen, in denen gekocht wird, die den Leser am intensivsten in die schwüle Hitze Sri Lankas und direkt in Nangays Küche katapultieren. Was Suter zusammengetragen hat an Wissen über Kräuter, Gewürze und Aromen der indischen Küche, aber auch Konsistenz und Herstellung der Molekularküche, lässt den Leser die Stimmung des Buches riechen und schmecken. Und das wohlig warme Gefühl im Bauch, das zurückbleibt, nachdem die Gäste eins von Maravans Currys gekostet haben, bleibt auch nach dem Umblättern der letzten Seite. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Anne Leichtfuß ist Buchhändlerin und somit leidenschaftlich mit allem verbandelt, was Bücher angeht. Derzeit befindet sie sich im Studium zur Online-Redakteurin in Köln. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::</p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 08:10:36 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>:: Die Woche :: 22.02. - 28.02.2010</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-woche-2202-28022010.html</link>
			<description>Empfange nie ungebetene Gäste - War es das? - Die Königskobra aus dem Kurfürstenstädtchen - Gut...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/26/iptc-bdt-20100226-391-24038948xml" target="_blank" class="external-link-new-window" >Aung San Suu Kyi bleibt in Arrest</a>. Die burmesische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi" target="_blank" class="external-link-new-window" >Oppositionspolitikerin und Lichtgestalt</a> der demokratischen Kräfte Burmas wird wohl auf nunmehr unbestimmte Zeit durch den schon 14 Jahre andauernden Hausarrest ihrer Freiheit beraubt werden. Denn das Oberste Gericht in Burma hat die Berufung gegen die Verlängerung des Arrestes abgelehnt und sieht es als erwiesen an, dass Frau Aung San Suu Kyi durch <a href="http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1899769,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >den ungebetenen und unangemeldeten Besuch eines US-Bürgers</a> gegen ihre Arrest-Auflagen verstoßen hat. Nun könnte man seinen gesammelten Frust auf eben diesen US-Bürger bzw. seine Hybris, seine US-amerikanische Naivität, seinen selbstsüchtigen Liberalismus abladen. Man könnte mit ein wenig Geschick die systemischen Unzulänglichkeiten des amerikanischen Way-of-Life mit den Heilsträumen der Testosteron gesteuerten Hollywoodhelden verknüpfen und - naja, ganz einfach, die Amerikaner sind Schuld. Man könnte sich aber auch verwundert die Augen reiben angesichts der Tatenlosigkeit der internationalen Gemeinschaft, vornehmlich der westlichen Demokratien bzw. ihrer Repräsentanten. War es noch ein Einfaches, ein weltumspannendes Netz der Rettungsschirme und -anker für die eigentlich pathologischen Finanzjongleure aufzubauen, so sind im konkreten Fall eines mit ganz offensichtlichem Unrecht verurteilten Menschen den Damen und Herren Politikern die vor Angstschweiß triefenden Hände gebunden. <a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/asia/article6793412.ece" target="_blank" class="external-link-new-window" >China ist Schuld, die machen nicht mit</a>. Aber das Unternehmen &quot;Roter Drachen&quot; verspricht doch ungeheure Wirtschaftschancen für den gebeutelten Mittelstand. Da muss Frau Aung San Suu Kyi halt noch ein wenig aushalten. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#Lebenserwartung_von_Lebewesen" target="_blank" class="external-link-new-window" >Lebenserwartung der Menschen</a> steigt doch eh von Jahr zu Jahr. Und was heute alles möglich ist - bei der ganzen Medizintechnik. Auch ein Joint Venture mit dem &quot;Roten Drachen&quot;.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In einer <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,680105,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >sehr persönlichen und um Authentizität ringenden Erklärung</a> verabschiedete sich Frau Käßmann sowohl vom Amt der Vorsitzenden der EKD als auch von ihrem Bischofssitz in Niedersachsen. Jetzt ist sie nur noch Pfarrerin in ihrer niedersächsischen Gemeinde - und mehr nicht. War das gerechtfertigt? War es das vielleicht für immer, für Frau Käßmann? Zuallerst läßt sich festhalten: es ist niemand zu Schaden gekommen. Hätte Frau Käßmann sich oder andere in ihrem Leben oder gesundheitlichen Unversehrtheit gefährdet, dann würden wir über die Strafsache Käßmann reden. Und das sei an dieser Stelle auch vermerkt: es waren nur Sekunden, Millimeter, die berüchtigt-berühmten Zufälle. Insofern erscheint es nicht nur konsequent sondern auch gerechtfertigt, dass Frau Käßmann alle Ämter fallen ließ. Doch für immer? Frau Käßmann ist in das Amt der Vorsitzenden des EKD nicht als Quotenfrau gewählt worden, weil die Statuten der evangelischen Kirche es vorschreiben, das ab und an eine Frau das Sagen haben sollte. Sie stand für einen Neubeginn innerhalb der evangelische Kirche. Und so sprechen einerseits <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann#Ansichten_und_Meinungen" target="_blank" class="external-link-new-window" >ihr bisheriges Wirken</a> und andererseits <a href="http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Viele-trauern-Kaessmann-nach_aid_824719.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >der Zuspruch ihrer WeggefährtInnen</a> gegen das Verschwinden Frau Käßmanns aus der Öffentlichkeit. Ein anderes Momentum lässt sie ebenfalls im Gedächtnis der Öffentlichkeit unauslöschbar: Konsequenzen aus persönlichem Versagen zu ziehen bedarf nicht nur einer gehörigen Portion Mut sondern zuerst einmal die Einsicht, dies zu tun. Wünschen wir ihr und uns, dass der Eindruck einer integeren Persönlichkeit in Zukunft ungebrochen sein wird. Als Aufforderung und Mahnung an die bis zur Unkenntlichkeit inkonsequente Politiker-Elite unseres Landes.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie würden Sie&nbsp; reagieren, wenn Ihnen zugetragen wird, dass Ihr Spitzname bei den Kollegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigskobra" target="_blank" class="external-link-new-window" >Königskobra</a> lautet? Eine Möglichkeit wäre, seinem Name alle Ehre zu machen und alle mißliebigen Konkurrenten bzw. Gegenspieler mit Biß in die Flucht zu schlagen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, der ganzen Angelegenheit gekonnt aus dem Wege zu gleiten, quasi auf leisen Sohlen das Weite zu suchen. Ebenso und durchaus adäquat käme in Frage, diesem Spitzname inne- oder unterliegenden Vorwürfe elegant an sich abperlen zu lassen. So oder ähnlich könnte es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Hauser" target="_blank" class="external-link-new-window" >Frau Hauser</a> gemacht haben, die bei ihrem Wechsel aus der sächsischen Landeshauptstadt in das Bundesinnenministerium zwar, bezogen auf die Karriere, einen Sprung nach oben gemacht hat. Aber wie heißt es so schön im Beamtendeutsch: Frau Hauser ist wohl eher nach oben gefallen. <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0222/seite1/0046/index.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Es wird kolportiert</a>, dass die Bezüge der neuen <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_165/DE/Home/startseite_node.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Abteilungsleiterin für die Integration von Ausländern im BMI</a> dem sächsischen Staatshaushalt unangenehme Löcher verursachten. Nach der Landtagswahl 2009 war nämlich für Frau Hauser nur noch bezahlter Urlaub als tagesfüllende Arbeitsaufgabe im Angebot. Jetzt ist sie also in Berlin. Mit<a href="http://www.bmi.bund.de/cln_165/DE/Ministerium/Minister/minister_node.html" target="_blank" class="external-link-new-window" > Herrn de Maiziére</a> hatte sie schon in Dresden das Vergnügen - bleiben nur noch die Vorwürfe des Amtsmißbrauchs im Raume stehen. Denn im bundespolitischen Berlin ist vollkommen egal, ob die einmal gemachte Vorwürfe beim ersten Mal gut abperlten. Daraus lässt sich spielend eine neue Schlammschlacht inszenieren. Und Obacht, Herr de Maiziére - Sie stehen ganz in der Nähe von Frau Hauser.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Pechstein" target="_blank" class="external-link-new-window" >Pechi</a> war nicht mit dabei. Dass im Moment des Erfolges der erfolgreichsten deutschen und eigentlich noch aktiven Eisschnellläuferin nicht gedacht wird, liegt in der Natur der Sache. Frau Pechstein ist <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/848/479341/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" >gesperrt</a>, weil irgendwie <a href="http://jensweinreich.de/2009/08/06/die-blutkontrollen-von-claudia-pechstein-2/" target="_blank" class="external-link-new-window" >nicht alles koscher war bei ihr und ihren Blutwerten</a>. Sei's drum, Claudi hat eine würdige Nachfolgerin in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephanie_Beckert" target="_blank" class="external-link-new-window" >Stephanie Beckert</a> gefunden. Doch halt. Sollte man angesichts des Pechsteinsschen Dilemmas Frau Beckert zur Nachfolgerin küren? Welchen unglaublichen Schaden die dopenden und somit betrügenden SportlerInnen ihren speziellen Disziplinen, aber auch dem Sport im Ganzen zugefügt haben, lässt sich an den 3 Hundertstel Sekunden erkennen, mit denen <a href="http://jensweinreich.de/2010/02/27/vancouver-tag-15-sechskommanull-fur-anni-friesinger/" target="_blank" class="external-link-new-window" >die Eisschnelllaufdamen im Team</a> noch Gold in Vancouver gewonnen haben. Diese unglaubliche Anspannung, die sich trotz geschätzter 6000 oder 7000 km zwischen Deutschland und Kanada an den Fernsehapparaten vermittelte, und der Jubel, der sich im Ergebnis des Rennens entlud ... Doch, waren die 3 Hundertstel auch ein Ergebnis betrügerischer Beschleunigung durch leistungsfördernde Mittel, welche nur jetzt, heute, nicht nachgewiesen werden können? Was bleibt? Erstmal nur ein schaler Beigeschmack. Man sieht sich bekanntlich immer zwei Mal im Leben. Vielleicht ist dann wieder alles anders - und auch besser.</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>cjander@comarin.de</author>
			<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 16:53:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Grazia</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/grazia.html</link>
			<description>Und NOCH eine Frauenzeitschrift. Willkommen im Club der Flachheiten
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auf den Laufsteg der Kioske tritt eine „neue“ Frauenzeitschrift. Nur wirklich neu ist daran nix. Wer meint denn, wir brauchen das? Eventuell die gleiche Sorte Männer, die <a href="http://www.faz.net/s/RubB62D23B6C6964CC9ABBFCB78BC047A8D/Doc%7EE9C0573E0DA9E428A841F116D086416F5%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >auch meinen</a>, „High Heels dienen der Emanzipation“? Also bei mir bringen die nur Blasen. Ich nenne sie (die High Heels) deshalb auch Taxischuhe – Schuhe, in denen man nicht gehen kann, sondern nur im Taxi von A nach B kommt. Ich habe fünf wunderschöne Paare davon, und alle stehen nahezu ungetragen im Schrank.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Verleger und Chefredakteur - beide männlich - sind der Ansicht, mit einem wöchentlichen Modemagazin in eine Marktlücke zu stoßen. Welche Marktlücke?, mag frau da rufen. „Die erste Ausgabe von <em><a href="http://www.grazia-magazin.de/news/grazia-magazin" target="_blank" class="external-link-new-window" >Grazia</a> </em>ist da - und die Welt dreht sich erstaunlicherweise weiter. Es gibt auf 134 Seiten: Mode, Beauty, Stil, Sex, Schicksale,“ bringt es <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/775/503004/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" >die Süddeutsche </a>auf den Nenner. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Dass <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/wg-grazia--bauer-senkt-life--style-preis-_100026147.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >behauptet</a> wird, „hier entsteht etwas Neues, was es so noch nicht gab,“ ist gewagt. Vielmehr wird da wohl von den Grazia-Herausgebern darauf gesetzt, auf den Weiden anderer zu grasen. Trotz oder gerade deshalb – jedenfalls war der Start <a href="http://www.turi2.de/2010/02/19/heute2-klambts-neues-frauenheft-grazia-legt-guten-start-8036607/" target="_blank" class="external-link-new-window" >ein erfolgreicher</a>. Warten wir es ab. Noch wird es sich zeigen müssen, wie lange das hält, vor allem wenn der billige Einführungspreis angehoben wird und die erste Neugier befriedigt ist.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Der Untertitel ist Programm: „Jede Woche – Fashion &amp; News“ (wobei sich die „News“ hier selbstverständlich auf die um Angelina Jolie, Kate Moss und Madonna beziehen und nicht auf Afghanistan, Klimawandel und Hartz IV). Ja, wir wissen, die Welt darf auch bunt und schön sein und auch wir wollen uns gut kleiden und mit hübschen Dingen umgeben. Doch ein weiteres Magazin, das Frauen auf Äußerlichkeiten und flachen Tratsch einengt, brauchen wir wirklich nicht. Weil es davon schon genug gibt. Finden wir. Und deshalb ist <a href="http://www.grazia-magazin.de/news/grazia-magazin" target="_blank" class="external-link-new-window" >„Grazia“</a> für uns das „Babe der Woche“.</p>]]></content:encoded>
			<category>Babe der Woche</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:52:16 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauen ist der Chefsessel nicht wichtig?</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/frauen-ist-der-chefsessel-nicht-wichtig.html</link>
			<description>
Die kanadische Psychologin Susan Pinker sorgt mit ihren Thesen für Aufsehen: Frauen sind aufgrund...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im <a href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EF73DC81E1E0D42D990416D362BCB2F02~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Interview</a> mit der &quot;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&quot; am 10. Januar erklärt sie, warum Frauen in Führungspositionen niemals auf 50 % kommen werden. Wenn sie da die neuen Unternehmerinnen mal nicht unterschätzt ...</p>
<p class="bodytext">&quot;Männer und Frauen haben unterschiedliche Präferenzen&quot;, sagt Susan Pinker im Gespräch mit der Journalistin Bettina Weiguny. &quot;Frauen interessieren sich häufiger für Shakespeare als für Nanoteilchen, sie arbeiten lieber mit Menschen als mit Maschinen und Zahlen, werden lieber Lehrerin oder Ärztin als Computer-Fachfrau.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Männer setzen alles auf eine Karte</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Warum das so ist, daran haben sich schon vor Jahrzehnten die Sozialisationsforschung, die Frauenforschung und auch die Entwicklungspsychologie die Zähne ausgebissen. Und trotz Simone de Beauvoirs legendärer These &quot;Wir werden nicht als Frauen geboren, sondern zu Frauen gemacht&quot; ist die Argumentation von Susan Pinker, dass die genetischen Unterschiede zwischen Mann und Frau auch ihr unterschiedliches Verhalten prägen, immer wieder zurückgekehrt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Susan Pinker ist weit davon entfernt, Frauen aufgrund ihrer Beziehungsorientierung an Heim und Herd zu verdammen, darum geht es ihr nicht. Entsprechende Fragen und Unterstellungen findet sie eher typisch deutsch: &quot;Ihr Deutschen seid da unglaublich verbohrt. Natürlich sollen Frauen Karriere machen, wenn sie Lust dazu haben. Aber wir müssen aufhören, den Mann als Standard zu sehen. Männer setzen alles auf eine Karte, auf der steht: Karriere, Geld, Macht. Bei Frauen steht daneben noch einiges, was ihnen ähnlich wichtig ist.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Hormone entscheiden über unsere Karriere?</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20100215leiter.jpg.jpg" width="250" border="0" height="188" alt="" />Und da das aus ihrer Sicht mitnichten nur die Familie ist, sondern vielmehr eine gewisse Werteorientierung, die auch das Arbeitsleben berührt, wird ihre These auch für die Diskussion um die anderen Gründungen von Frauen oder Unternehmerinnenkultur interessant.<br /><br />Susan Pinker sagt auf die Frage von Bettina Weiguny &quot;Hormone entscheiden über unsere Karriere?&quot; &quot;Ich habe eine Frau kennengelernt, die war Professorin in Stanford, hatte also alles erreicht, wovon Wissenschaftler träumen. Und eines Tages entschließt sie sich, zu kündigen und wird Lehrerin. Sie erhält deutlich weniger Geld, genießt weniger Ansehen, dafür hat sie weniger Stress. Es gibt viele solcher Lebensläufe bei Frauen. Die steigen Stufe um Stufe in ihrem Beruf auf - und plötzlich machen sie etwas ganz anderes. Die Petrolingenieurin wird Fitnesstrainerin, die Uniprofessorin wechselt in die Grundschule. Und wissen Sie was? Sie sind meist zufriedener als zuvor. Endlich haben sie Zeit für Familie, Hobbys, Freunde.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Will ich noch 20 Jahre so weitermachen?</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ich will die These in eine andere Richtung weiterdenken: Denn ich kenne tatsächlich viele Geschichten von Freiberuflerinnen und Kleinunternehmerinnen, die zuvor Angestellte waren, sich in der Hierarchie wahrhaft hochgekämpft, in verantwortlichen Positionen Führungsaufgaben&nbsp; hatten,und das mit dem entsprechenden finanziellen Erfolg. Spätestens mit Mitte 40 stellen sie sich die Sinnfrage, und die lautet u.a.: Will ich noch 20 Jahre so weitermachen? Mit welchem Ziel? Will ich weiter im Dienste des Konzerns arbeiten, meine Lebenszeit für diese Karriere einsetzen oder will ich - wenn ich schon gern und viel arbeite - von meinen guten Ideen anders und selbst profitieren. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wenn wir uns die Biografien von Coaches, Unternehmens- oder Personalberaterinnen ansehen, dann finden wir eine große Zahl von Frauen, die sich als Alternative zum Angestelltendasein bewusst für die Freiberuflichkeit - mit zunächst auch finanziellen Einbußen und einem größeren wirtschaftlichen Risiko - entschieden hat. Das sind nicht alles Frauen, die, die drohende Arbeitslosigkeit vor Augen, aus der Not eine Tugend machten. Sondern viele treffen eine ganz bewusste Entscheidung für eine andere Art des Arbeitens, für andere Werte und damit auch für eine andere Wirtschaftsweise. Sie agieren kleinunternehmerisch.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Gründung als &quot;weibliches Umsatteln&quot;?</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Insofern beschreibt die Schlussfolgerung in der Argumentation von Susan Pinker auch nur einen bestimmten Ausschnitt der Wirtschaft, wenn sie sagt: &quot;Nur zehn, fünfzehn Prozent der Frauen wollen sich bis an die Spitze durchbeißen - und sind bereit, dafür so viel zu opfern, wie Männer das tun. Den meisten Frauen ist der Chefsessel nicht wichtig.&quot; Das gilt vielleicht für die Chefsessel in Großunternehmen und Konzernen, in denen die angestellte Managerin häufig nicht den eigenen Maßstäben, sondern denen der anderen folgt. Das gilt aber sicher nicht für den eigenen Chefsessel. Denn die Entscheidung fürs eigene Unternehmen kann gerade eine sehr konsequente Folge des von Susan Pinker beschriebenen so typisch weiblichen &quot;Umsattelns&quot; sein. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&quot;Aufhören, den Mann als Standard zu sehen&quot;, das könnte mit (!) den Thesen Susan Pinkers eine Neubewertung dessen sein, was so gern als das besondere Potenzial der Gründerinnen und Unternehmerinnen bezeichnet wird. Auch in Kleinunternehmen oder als Freiberuflerinnen arbeiten Frauen ja nicht weniger - aber offensichtlich zufriedener. Da ist sie wieder die Werteorientierung - als Leitmotiv der Frauen, die der Karriere und damit dem Beruf nicht den Rücken kehren, sondern sich einer größeren Selbstbestimmung zuwenden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EF73DC81E1E0D42D990416D362BCB2F02~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Das Interview mit Susan Pinker in der &quot;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&quot; hier auf der FAZ-Website</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Fotos: </p>
<p class="bodytext">1. bennicce (photocase.com) </p>
<p class="bodytext">2. satty4u (stock.xchng)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">.......................................................................................................................................................</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Textbeitrag wurde uns freundlicherweise von &quot;<a href="http://existenzielle.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>existenzi<em>elle</em></strong></a>&quot; - dem Online-Portal für selbstständige Frauen -  zur Verfügung gestellt. Erschienen ist er dort im Hausblog. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong><a href="http://www.existenzielle.de/cms/front_content.php?idcat=44&amp;idart=277&amp;vita=121" target="_blank" class="external-link-new-window" >Andrea Blome</a></strong> ist seit 2000 die verantwortliche Redakteurin und seit 2006 auch Herausgeberin der &quot;existenzielle&quot;.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">....................................................................................................................................................... </p>]]></content:encoded>
			<category>Reizthema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:03:55 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>:: Die Woche :: 15.02. - 21.02.2010</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-woche-1502-21022010.html</link>
			<description>Gepeinigte Frauen - Enthaltsame Studentinnen - Leading Lady - Empörte Schwarzer</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unvorstellbar für uns ist der Fall der drei malaysischen Frauen, <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article6464032/Drei-Frauen-in-Malaysia-mit-Pruegeln-bestraft.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >die Haftstrafen erhielten und Stockhiebe bezogen</a>. Ihr Vergehen: Sie hatten unverheiratet Sex. Die Grundlage für die Strafe: Die Prügelstrafe ist im islamischen Scharia-Recht vorgesehen und wird von der Regierung als „pädagogische Maßnahme“ eingesetzt. An Männern ist in Malaysia die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%BCgelstrafe" target="_blank" class="external-link-new-window" >Prügelstrafe</a> weit verbreitet. Erstmals waren es nun Frauen, die geschlagen wurden, weswegen es zu öffentlicher Kritik kam und als erniedrigende und entwürdigende Behandlung von Frauenrechts- und Menschenrechtsorganisationen <a href="http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Frauen-wegen-vorehelichem-Sex-mit-Stockhieben-gezuechtigt/story/14845302" target="_blank" class="external-link-new-window" >verurteilt </a>wurde. Fast unter ging in der Aufregung, dass die Freunde der drei geprügelten Frauen ebenso Stockschläge erhielten. Gewalt gegen Frauen ist schlimm - ganz besonders eine staatlich verordnete Gewalt, und dann noch dazu für ein Vergehen, das in den meisten anderen Ländern gar keines ist. Doch&nbsp; darf es nicht weniger verurteilenswert sein, wenn Männer die Zielscheibe sind.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Studentinnen in den USA versuchen <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,677556,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >auf ihre eigene Weise</a>, gegen voreheliche Gelüste anzugehen – mit einem „tüchtigen Spaziergang“. Ganz anders als im malaysischen Fall, in dem Frauen durch ein Gericht körperlich bestraft und damit zur Reue gezwungen werden sollten, handelt es sich hier um einen individuell selbst gewählten Versuch der Abstinenz. Der Grund? Es ist wohl vor allem der Wunsch, einen Gegenpol zu bilden gegenüber dem von manchen Kommilitoninnen <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,651412,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >allzu öffentlich ausgelebten</a> und ungehemmt <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,677555,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >zur Schau gestellten</a> Sexleben, das dann die jungen Leute vornehmlich als triebgesteuert und auf ständiger Lustsuche darstellt. Nun, Gott sei Dank gibt es ja nicht nur die zwei Pole – also „entweder“ die überstarke Fokussierung auf das Sexleben „oder“ die Verdammung jeglicher Lust – sondern eine ganze Menge dazwischen. Und aus der kann sich in modernen Gesellschaften jeder Mensch die Variante aussuchen, mit der er sich persönlich am wohlsten fühlt.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Was für eine bemerkenswerte Frau. Sie gründete <a href="http://www.frauen-ohne-grenzen.org/save" target="_blank" class="external-link-new-window" >SAVE</a> (<em>S</em>isters <em>A</em>gainst <em>V</em>iolent <em>E</em>xtremism) und hat damit zu Recht die Jury der <a href="http://www.womensenews.org/story/21-leaders-the-21st-century/091221/2010-seven-who-build-autonomy" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Leaders of the 21st Century&quot;</a> überzeugt. <a href="http://diepresse.com/home/leben/mensch/539556/index.do?_vl_backlink=/home/leben/index.do" target="_blank" class="external-link-new-window" >Edit Schlaffer</a> setzt mutig auf Versöhnung und gehört deshalb 2010 zu ihnen - die Auszeichnung gibt es für Frauen, die sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen einsetzen. <a href="http://diepresse.com/home/leben/mensch/539556/index.do?_vl_backlink=/home/leben/index.do" target="_blank" class="external-link-new-window" >Wie sie auf die Idee kam</a>, die erste Anti-Terror-Organisation für Frauen zu schaffen? „Terroristen fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Familien gemacht. Und da haben Frauen eine unglaublich wichtige Rolle“, sagt sie. Die Aussöhnung einer Mutter eines Opfers der Anschläge von 9/11 mit einer Mutter eines der verantwortlichen Terroristen <a href="http://diepresse.com/home/leben/mensch/539556/index.do?_vl_backlink=/home/leben/index.do" target="_blank" class="external-link-new-window" >gab Schlaffer den Ausschlag</a>, SAVE zu initiieren. Es gibt Training, Projekte für Begegnungen und solche, die sensibilisieren sollen für den Willen, die Gesellschaft, in der sie leben, auf lange Frist zu verändern. Da bleibt nur noch zu sagen: Chapeau! Wir wollen gern mehr davon hören. </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Ein Name, den alle kennen – Alice Schwarzer. Ein Fernsehquiz, das noch bekannter ist - „Wer wird Millionär?“. Und der Frauennothilfeverein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_und_Can" target="_blank" class="external-link-new-window" >„Hatun &amp; Can“</a>, der traurige Bekanntheit erhielt, durch seinen Gründungsanlass, den Ehrenmord an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_S%C3%BCr%C3%BCc%C3%BC" target="_blank" class="external-link-new-window" >Hatun Sürücü</a>. Nun sind die drei so unterschiedlichen Berühmtheiten miteinander in einer <a href="http://nachrichten.rp-online.de/article/panorama/Alice-Schwarzer-zeigt-Frauen-Nothilfe-an/68441" target="_blank" class="external-link-new-window" >unschönen Sache verbandelt</a>. Schwarzer wollte nur mal mehr erfahren vom Verbleib der von ihr in besagter Sendung gewonnenen und an „Hatun &amp; Can“ gespendeten 500.000 Euro. Das Resultat der Nachforschungen war so dürftig und unerfreulich vage, dass – nicht zuletzt weil der Geschäftsführer des Vereins sich auch noch einen 60.000-Euro-BMW als Dienstwagen anschaffte – Alice Schwarzer den Verdacht der Veruntreuung von Geldern bestätigt sah. Gelder, die eigentlich Frauen aus Migrationsfamilien helfen sollten, denen häusliche Gewalt angetan, eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsheirat" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zwangsheirat</a> und bzw. oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord" target="_blank" class="external-link-new-window" >Ehrenmord</a> angedroht worden ist. Weshalb Alice Schwarzer zusammen mit der Frauenrechtlerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Necla_Kelek" target="_blank" class="external-link-new-window" >Necla Kelek</a> und RTL <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Alice-Schwarzer;art270,3033752" target="_blank" class="external-link-new-window" >Anzeige erstattet</a> hat, und das Geld zurück will, um es besser anderen Frauenorganisationen zukommen zu lassen. Mag durchaus sein, dass Schwarzer vor der Spendentat <a href="http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/betrugs-ermittlungen-gegen-frauenprojekt/" target="_blank" class="external-link-new-window" >hätte gründlicher</a> recherchieren sollen, wem sie das Geld gibt. Leider nur sind Fälle, in denen der Spendenfluss mehr der Wohltat der Vereinsfunktionäre dient als dem Vereinszweck, weit gestreut.</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 17:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Diagnose &#8222;altersbedingt&#8220; ist unwürdig!</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/diagnose-8222altersbedingt8220-ist-unwuerdig.html</link>
			<description>Was mache ich mit 85, wenn mir mein Arzt auf gewisse Beschwerden antwortet: &#8222;Für so ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Blicke ich schuldbewusst, weil ich den Termin für rechtzeitigen Selbstmord verpasst habe? Versetze ich ihm einen Kinnhaken, damit er merkt, wie viel Saft noch in mir steckt?<br /><br />Wenn Ärzte keinen Rat wissen, sollten sie doch lieber schweigen, als beleidigend zu schwafeln! Gemein ist es alten Menschen gegenüber, wenn Mediziner viele Worte machen, dabei undeutlich, schnell und leise sprechen. Das beunruhigt das Gegenüber, falls es schlecht hört oder sich nicht so schnell auf den Redeschwall/Jargon einzustellen vermag!<br /><br />Drei Fragen sollten sich Senioren zurecht legen, falls ihr Behandler ihnen hilflos, verworren oder sonst wie unerreichbar für ihr Anliegen vorkommt:<br /><br />1)      Herr/Frau Doktor, würden Sie Ihrer eigenen Mutter denselben Rat geben?<br /><br />2)      Herr/Frau Doktor, würden Sie das Medikament selbst einnehmen oder eine Alternative wählen?<br /><br />3)       Sie sagen, es handle sich um einen Routine-Eingriff &#8211; für wen bitte schön?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zum Weiterlesen (über die Kälte des Medizinbetriebs in Kliniken): &#8222;Der Tod ist nicht vorgesehen&#8220; von Pauline W. Chen: Eine junge Ärztin beschreibt ihren Weg, hinterfragt technologiegläubige Entscheidungen, Routinen und die Haltung den Patientinnen und Patienten gegenüber. (Beim Verlag ist das Buch zwar vergriffen, <a href="http://www.amazon.de/Tod-ist-nicht-vorgesehen-Klinikalltag/dp/3451295806" target="http://www.amazon.de/Tod-ist-nicht-vorgesehen-Klinikalltag/dp/3451295806" class="external-link-new-window" >im Internet</a> aber noch zu haben.)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /><strong>Renate Schauer</strong> ist freie Journalistin mit den Schwerpunkten Kultur, Medien, Alter, Gesundheit und Florida. Als Ghostwriterin hilft sie Buchprojekten auf die Welt. Mit Vorträgen über &#8222;Literatur querbeet&#8220; (Volkshochschulen, Büchereien) und Kursen &#8222;kreativ schreiben&#8220; ist sie in der Erwachsenenbildung tätig. Zu ihrer Website geht es <a href="http://www.journalismus-und-mehr.com/" target="http://www.journalismus-und-mehr.com/" class="external-link-new-window" >hier lang</a> und <a href="http://blog.journalismus-und-mehr.com/" target="http://blog.journalismus-und-mehr.com/" class="external-link-new-window" >dort</a> zu ihrem Blog, in dem auch dieser Text erschien.<br /><br />:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Women only</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 14:34:41 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&#8222;Living Dolls&#8220; &#8211; Die Rückkehr des Sexismus </title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/8222living-dolls8220-8211-die-rueckkehr-des-sexismus.html</link>
			<description>Eine britische Feministin warnt: Viele junge Frauen zeigten heute eine hohe Bereitschaft, sich in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ist unsere Gesellschaft gerade dabei, junge Frauen in ihren Aufbruchsphantasien auszubremsen? Mit einer Vision von sexueller Freiheit, die im Grunde gar keine ist &#8211; sondern nur so aussieht? In einem <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc%7EE2C15A769CE0044D28D349941D8799A41%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E2C15A769CE0044D28D349941D8799A41~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="external-link-new-window" >Artikel in der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220;</a> beobachtet der Journalist Jörg Thomann einen bedenklichen Hang unter jungen Frauen, sich jede Menge Blöße zu geben, nicht zuletzt körperlich: Da würden Mädchen ohne viel Scheu an Wettbewerben in Nachtclubs teilnehmen, in denen nach dem verführerischsten &#8222;Babe on the bed&#8220; gefahndet wird. Wie überhaupt mit Pornochic hier und da kokettiert würde &#8211; beim Poledancing etwa, jenem Striptease-Stangentanz, der heute als neuer &#8222;Lifestyle-Sport auch für Geschäftsfrauen und Popstars&#8220; gelte. Ganz zu schweigen von den vielen TV- Sendungen, die ja auch nur eines im Sinn hätten: &#8222;Frauenquälen für die ganze Familie&#8220; &#8211; so nennt Jörg Thomann das Konzept von Casting-Shows á la Heidi Klumms &#8222;Next Top-Model&#8220; und Til Schweigers &#8222;Hollywood Mission&#8220;.&nbsp;<br /><br />Sind wir auf dem Weg zurück? Zu einem neuen unverhohlenen Sexismus? Diese These vertritt auch <a href="http://natashawalter.com/" target="http://natashawalter.com/" class="external-link-new-window" >Natasha Walter</a>, die gerade in England ihr neues Buch &#8222;Living Dolls&#8220; veröffentlicht hat. Darin stellt die Britin fest, dass Frauen heute zwar viel mehr Möglichkeiten hätten, ihren eigenen Weg zu gehen, gleichzeitig aber auch auf neue Einschränkungen stießen &#8211; nicht zuletzt durch die Bilder der Porno-, Sex- und Schönheitsindustrien. Diese wären mit ihren allgegenwärtigen Reizen und Versprechungen nämlich schon lange nicht mehr am Rand der Gesellschaft unterwegs, sondern in der Mitte unserer Zeit rundum angekommen. Läuft eine jüngere Generation also Gefahr, so zu reagieren wie der Verleger von Natasha Walter auch:&nbsp;<br /><br />&#8222;Als die britische Journalistin und Feministin Natasha Walter ihrem Verleger mitteilte, welchen Untertitel sie sich für ihr neues Buch wünsche, fragte dieser besorgt, ob das nicht ziemlich altmodisch wirke &#8211; &#8218;Die Rückkehr des Sexismus&#8216;. Den hat die Frauenbewegung doch längst niedergerungen, glauben viele. Auch Natasha Walter hat es geglaubt, als sie vor zwölf Jahren ihre optimistische Bestandsaufnahme &#8218;The New Feminism&#8216; veröffentlichte. &#8218;Ich habe mich, zumindest teilweise, geirrt&#8216;, sagt sie (...).&#8220;&nbsp;<br /><br /><br /><strong>Lesen Sie hier den ganzen Artikel von <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc%7EE2C15A769CE0044D28D349941D8799A41%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E2C15A769CE0044D28D349941D8799A41~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="external-link-new-window" >Jörg Thomann in der &#8222;FAZ&#8220;</a> und mehr über Natasha Walter und ihr neues Buch.</strong><strong><em> &nbsp;</em></strong><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Anderswo</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 13:53:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>:: Die Woche :: 08.02. - 14.02.2010</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-woche-0802-11022010.html</link>
			<description>Aber Eva ... - Die Männer machen's schon - Frau Lee geht - Ganz sicher kein Häschen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&quot;Hör nicht darauf, was die Leute sagen. Die Leute reden viel, wenn der Tag lang ist.&quot; Im besonderen Fall der <a href="http://www.eva-herman.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Eva Herman</a> und <a href="http://info.kopp-verlag.de/news/gender-mainstreaming-groesstes-umerziehungsprogramm-der-menschheit.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >ihrem Artikel auf der Website des Kopp Verlages</a> würde in dieser Sentenz der Begriff der &quot;Leute&quot; mit dem Namen der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin ausgewechselt werden können, wenn, ja wenn die liebe Eva nicht gar so brüsk gegen die Geschlechtergerechtigkeit argumentieren würde, um es kulant zu formulieren. Was uns im Text der Eva Herman anzubellen scheint, ist in Versatzstücken, neben der Mischung aus Verschwörungstheorie (der böse Staat) und populistischer Hetze gegen Homosexualität, ein Abklatsch jener Diskussionen, die in den letzten Jahren immer wieder gegen Kindergärten, Berufstätigkeit der Frau, schlicht gegen alles, was Frauen in ihrer Lebensgestaltung unterstützen könnte, geführt wurden. Nun könnte man allgemein abwinken und mit dem Verweis auf jene, die es nicht besser wissen wollen und überhaupt in einer Welt zu leben scheinen, die längst in Geschichtsbüchern verewigt ist, die Sache auf sich beruhen lassen. Doch im Falle dieses Textes und des schwer erträglichen Gedankengutes sei vermerkt: Wehret den Anfängen!</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Obschon der Titel in unserer säkularen,  versachlichten Welt auf besondere Weise anrührend daherkommt - aber die <a href="http://www.corporate-governance-code.de/index.html" target="_blank" class="external-link-new-window" > &quot;Regierungskommision für gute Unternehmensführung&quot;</a> gibt es wirklich, und  sie versucht ihrem Name alle Ehre zu machen. <a href="http://www.corporate-governance-code.de/ger/download/PM_Plenarsitzung_10_02_2010_final.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >In ihrer jüngsten  Presseerklärung</a> beispielsweise beschreibt sie als Schwerpunkt für das  Jahr 2010 die Empfehlung der Kommission für mehr Aufsichtsratsplätze von  Frauen und internationalen Vertretern in großen Unternehmen.  Wahrscheinlich wird die Kommission mit gutem Beispiel vorangehen dürfen,  um ihrem lobenswerten Anliegen Nachdruck zu verleihen. Unter den <a href="http://www.corporate-governance-code.de/ger/mitglieder/index.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >12  Mitgliedern der Kommission</a> befindet sich nur eine Frau. Na ja. Dass es zur  gleichzeitigen Nennung von Frauen und ausländischen Experten kommt, ist  sicherlich einer besonderen Form des Denksportes verpflichtet - denn  sollte es tatsächlich um Gleichstellung gehen, so könnte dies mit  männlichen, internationalen Vertretern perfide ausgehebelt werden. Doch  genug der Unterstellungen. Die Regierungskommission trägt es in ihrem  Namen - und es sollte ihr nicht schwer fallen, diesen kleinen Schatten  der möglichen Missinterpretation durch eine <a href="http://www.fidar.de/Ziele-und-Massnahmen.41.0.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >durchdachte Quotenregelung</a>  verschwinden zu lassen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wer <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/jill-lee-die-vielfaltsbeauftragte-bei-siemens;2473056" target="_blank" class="external-link-new-window" >Frau Lee</a> ist? Jill Lee ist die Frau der Vielfalt. Und die darf jetzt gehen. Im gegenseitigen Einvernehmen selbstverständlich. <a href="http://diestandard.at/1263707202919/Diversity-Managerin-verlaesst-Siemens" target="_blank" class="external-link-new-window" >Sie verlässt</a> einen Konzern, der in den letzten Jahren vor allem Schlagzeilen mit Korruptionsaffären bzw. Bestechungsskandalen machte - die Siemens AG. Frau Lee sollte der Siemens zu einer personellen Struktur verhelfen, die nicht nur den internationalen Gepflogenheiten entspricht (mehr Frauen also und Experten aus anderen Ländern), sondern Abbild der Lebenswelten der demokratischen, westlichen Gesellschaften ist. <a href="http://w1.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2008/corporate_communication/axx2008102.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >Für diese Aufgabe</a> erhielt sie einen erstaunlich kurzen Titel (&quot;Chief Diversity Officer&quot;) mit weitreichenden Erwartungen, die offenbar nicht ganz den notwendigen Kompetenzen entsprachen. Denn Jill Lee hat die Siemens AG nach nur einem und einem halben Jahr verlassen. &quot;Sie stellt sich dafür einer neuen Herausforderung, außerhalb des Konzerns&quot;, lautet es dazu in der Presseerklärung des Konzerns. Dass das Traditionsunternehmen dabei auf dem falschen Fuß erwischt wurde, ist an der noch offenen Nachfolge und an dem Resümee der Arbeit des Chief Diversity Officers zu erkennen. <a href="http://w1.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2008/corporate_communication/axx2008102.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >Dieses stammt vom Herrn Löscher</a> höchst selbst. Da war wohl Frau Lee schon im Flieger, als die Presseabteilung die Verlautbarungen formulieren musste. War es das jetzt bei der Siemens, mit Frauen in Führungspositionen?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zugegeben - <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentliche_Chinchillas" target="_blank" class="external-link-new-window" >Chinchilla</a> ist ein für unsere Ohren gewöhnungsbedürftiger Name. Aber egal. Die neue, vor wenigen Tagen gewählte Präsidentin <a href="http://laura-chinchilla.com/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Laura Chinchilla</a> obsiegte mit geradezu überwältigender Mehrheit im ersten Wahlgang gegenüber ihren unmittelbaren Konkurrenten und ist somit <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5226042,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >die erste Frau</a> an der Spitze <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica" target="_blank" class="external-link-new-window" >Costa Ricas</a>. Nach eigener Aussage wird sie an dem politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%93scar_Arias" target="_blank" class="external-link-new-window" >ihres Vorgängers</a> nicht rütteln. Wie sich Costa Rica unter ihrer Regierungszeit weiter entwickeln wird, erscheint angesichts einiger im Wahlkampf gemachter Äußerungen, z.B. gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare oder die Abtreibung, ungewiss. Zudem ist Costa Rica in Nord- und Südamerika als Steueroase verschrien - Kompromisse in diesen Konflikten werden zumeist von den Schultern der schon Bedürftigen getragen . Ob sie bei diesem Pflichtprogramm noch Zeit finden wird für die eigentliche Kür - die Belange von Frauen, Jugendlichen und alten Menschen - es bleibt zu hoffen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>cjander@comarin.de</author>
			<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 20:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ich tanze, basta!</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/ich-tanze-basta.html</link>
			<description>Ich wusste nicht, dass Bilder aufhängen so eine Plackerei ist. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Während draußen die Schneewehen durch die Stadt fegen, als hätten sibirische Straßenkehrer Hals über Kopf ihren Job geschmissen, geraten wir im beheizten Lichtsaal der Stadt-Bibliothek zunehmend ins Schwitzen.&nbsp;<br /><br /><a href="http://www.kulturserver-bergischesland.de/termine_detail.php?id_event_date=4055442&amp;languageID=1&amp;sid=3RmYkOmYo23lyimY88mYxX32lQ" target="http://www.kulturserver-bergischesland.de/termine_detail.php?id_event_date=4055442&languageID=1&sid=3RmYkOmYo23lyimY88mYxX32lQ" class="external-link-new-window" >&quot;Dieses Leben, es ist ideal!&quot;</a>, das sind 44 gerahmte Bilder und Zeichnungen der Gräfin, darunter auch die No. 26, Tusche/Aquarell, Titel: &#8222;RSV&#8220;.&nbsp;<br /><br />Es ist meinem alten Fußball-Club gewidmet, der sich Ende der 90er Jahre aufgelöst hat, weil auf dem Platz (halb Schotter, halb Rasen) plötzlich Pferde weideten, und eigentlich ist es unverkäuflich.&nbsp;<br /><br />Überhaupt seh ich es nicht gern, wenn die Gräfin an Fremde ihre Werke verkauft, deren Entstehungsprozess ich unmittelbar verfolgt habe und die ich von daher als meine eigenen betrachte. Als hätte ich sie selber gemalt. Mit anderen Worten: Finger da weg.<br /><br />&quot;Na schön, dann mach ich eben einen roten Punkt neben das Bild&quot;, macht die Gräfin ein Zugeständnis, ausnahmsweise. &quot;Verkauft.&quot;<br />&quot;Gut&quot;, sag ich.<br /><br />Zum Schluß klebt neben 12 Bildern der rote Punkt, es ist bei jedem Bild ein Kampf. Ich kämpfe bis zum Umfallen. Das war schon früher so, auf dem Platz. Beim RSV. Wenn ich meine gefürchtete zweite Luft aus der Lunge holte.<br /><br />&quot;Ho!&quot; riefen die Torhüter des gegnerischen Vereins aufgeregt, wenn ich in der letzten Spielminute zum Eckball antrabte, schnaubend. &quot;Deckt den Stier mit den Locken!&quot;<br />&quot;Ist immer noch schief&quot;, meckert die Gräfin.<br />&quot;Hm?&quot;<br />&quot;Das Bild, Mann. Konzentrier dich. Träum nicht immer vom RSV.&quot;<br /><br />Die Bilder hängen an Schnüren, die an dieser Laufschiene befestigt sind, oben an der Decke. Wie ein Dekorateur steh ich auf der Leiter, der ich nicht über den Weg traue. Sie macht regelmäßig einen gefährlichen Kicks übers rutschige Parkett, wenn ich die dritte Stufe erklimme. Da heißt es aufpassen. Die Sinne beieinander halten. Nicht wie Al Bundy von vier Touchdowns in einem Spiel träumen.<br />&quot;Besser so?&quot;<br />&quot;Nee.&quot;<br /><br />Wir sind bei No. 22, &quot;Basta, ich tanze!&quot; Die Frau auf dem Bild (Tusche/Aquarell) macht eine Grätsche, ein Bein ist verkürzt, das andere ultra-lang. Es ist mein Lieblingsbild. Die Gräfin malt permanent mein nächstes Lieblingsbild. Das mir gehört.<br /><br />Die blonde Dame, in der Stadt-Bibliothek zuständig für Kunst-Ausstellungen und Mahnwesen, hat zum Jahresende eine Menge anderer Sachen zu tun, kommt aber ab und zu vorbei und guckt uns beim Schwitzen zu. Dabei fällt ihr auf, dass wir die Bilder wie ein Wellental gehängt haben. Mal in Kopfhöhe, mal niedriger, dann wieder hoch.<br />&quot;Das ist zu unruhig für die Augen. Das irritiert die Besucher.&quot;&nbsp;<br /><br />Verdammt, ja - sie hat recht. Wir brauchen eine Linie. Wir müssen justieren, wie im richtigen Leben. Wo man auch dauernd Hand anlegt, damit es besser hängt.<br /><br />&quot;Ist immer noch schief&quot;, stöhnt die Gräfin. Sie ist erledigt. K.o. Zwei Tage lang Bilder aufhängen, abnehmen, die Laufschiene verfluchen, neu hängen, verwerfen, das geht ihr an die Substanz, das ist anstregend, sagt sie, wie ein ganzes Jahr. Wie in der Kindheit ist das, sagt sie, wo die Zeit langsam verstreicht, weil alles neu ist und aufregend und nach Deckweiß aus der Tube riecht.<br /><br />&quot;Jetzt find ich das nur noch anstrengend. Schöner ist es, wenn die Tage alle gleich sind, um mich herum ist Ordnung und die Zeit verfliegt, weil ich mit mir selbst beschäftigt bin. Vielleicht ist das Älterwerden: die Lust an sich selbst.&quot;<br /><br />Älterwerden ist ihr großes Thema.<br />&quot;Wenn man alt wird und sich fühlt wie eine auslaufende&nbsp;<br />TV-Serie, dann hängt man an die letzte Folge noch eine allerletzte dran.. solange bis der Sender sagt, das war's.&quot;<br /><br />Einmal ist sie verschwunden. Ich steh oben auf der Leiter, der ich nicht übern Weg traue, und halte Ausschau, aber ich seh sie nicht mehr. Erst denk ich, sie ist vielleicht draußen vor der Tür, eine rauchen, doch sie raucht so wenig, ein Feuerzeug hält bei ihr ein halbes Jahr.<br /><br />Ich finde sie schließlich in der Abstellkammer. Sie sitzt im Dunkeln.<br />&quot;Es gibt nichts Beruhigenderes als ein dunkles Kabäuzchen. Die Dinge schweigen so schön hier drin.&quot;<br />Ich schließe die Tür und setz mich einen Moment dazu. Es ist warm. Sie schweigt. Ich seh nichts.<br /><br />Es sind ja nicht nur die 44 Bilder und Zeichnungen, für die sich die Gräfin letztendlich entscheidet. Es sind über hundert Bilder, die sie mitgenommen hat, in diversen Kisten und Taschen, und alle wollen mal an die Wand. Bilder sind zeigefreudig.<br /><br />Endlich sind wir fertig. Sieht gut aus. Superb. Eine ältere Mitarbeiterin der Bücherei, die einen Blick auf die Ausstellung wirft, sagt &quot;cool&quot;, eine andere höre ich was von &quot;Schwung&quot; flüstern. Kuhl Schwung.<br /><br /></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">.......................................................................................................................................................................................................&nbsp;<br /><br />&nbsp;<br /><br /><img src="uploads/RTEmagicC_20070618500Beine_01.jpg.jpg" style="padding: 0px; width: 150px; height: 32px;" class="imageleft-im-absatz" alt="" /><strong>Andreas Glumm</strong> schreibt regelmäßig in seinem Weblog <a href="http://500beine.myblog.de/" target="http://500beine.myblog.de/" class="external-link-new-window" >&#8222;500Beine&#8220;</a> über sich und seine Lebensgefährtin, genannt die &#8222;Gräfin&#8220;, und den Hund &#8222;Frau Moll&#8220;&nbsp;<br /><br />&nbsp;<br /><br />........................................................................................................................................................................................................<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Männerecke</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 17:22:57 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Da gibt's was auf die Ohren</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/gedoens-harald-schmidt.html</link>
			<description>Ewiggestrige Herrenwitze müsste er eigentlich doch nicht nötig haben. Hat er aber. Weil die Pflege...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Und so gehört auch &quot;Verwöhnen Sie ihre Frau und stellen Sie den Fernseher lauter, damit sie in der Küche auch etwas hören kann,&quot; zu den vielen Sprüchen, die Harald Schmidt im Laufe seiner TV-Karriere schon klopfte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Man muss ihn nicht mögen - den Meister des &quot;Spagats zwischen Massenkultur und Snobismus&quot;. An Schmidt scheiden sich bekanntlich die Geister - wir wissen warum. Miriam Lau auch. <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/13471.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Sie schrieb</a> gekonnt über das Medienphänomen Harald Schmidt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Gedöns</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 08:45:42 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>:: Die Woche :: 29.01. - 07.02.2010</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-woche-2901-07022010.html</link>
			<description>Schweden muss warten - Neues aus der Bundeshauptstadt - Ideologischer Burkastreit, Teil 2 – Frauen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schweden muss warten. Denn <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/wallstrom/personal/profile_de.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >Margot Wallström</a>, die ehemalige EU-Kommissarin und Vizepräsidentin der EU-Kommission (<a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/wallstrom/personal/tasks_de.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >mit Zuständigkeit für interinstitutionelle Beziehungen und  Kommunikationsstrategie</a>), wird nicht nach Hause zurückkehren. Und somit auch nicht als mögliche Kandidatin für das Amt des Ministerpräsidenten in Schweden antreten. Vielmehr geht sie nach New York und wird UNO-Sonderbeauftragte  zur Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Frauen in Konfliktgebieten. 10 Jahre war Margot Wallström für Schweden in Brüssel tätig - <a href="http://derstandard.at/1263706500058/Kopf-des-Tages-Starke-Stimme-fuer-die-Opfer-sexueller-Gewalt" target="_blank" class="external-link-new-window" >die Vorschußlorbeeren</a>, die sich in den <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,675132,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Pressemitteilungen</a> wie ein roter Faden ziehen, werden ihr die Aufgabe eher erschweren. Alle erwarten positive Ergebnisse, die weit über Verlautbarungen, Willenserklärungen oder gar Resolutionen hinausgehen. Frauen (und natürlich auch Kinder) sind nicht nur wehrlos gegenüber jeglicher Art von Gewalt, nicht nur sexueller Gewalt, in Krisengebieten ausgeliefert. Sie wird allzu häufig als Begleiterscheinung kriegerischer Konflikte betrachtet bzw. <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/neuekriege/sexuelle-gewalt.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >als Waffe im Krieg benutzt</a>. Die wichtige, in dieser Konstellation schier unlösbare Aufgabe von Frau Wallström wird es nun sein, die konsequente und sofortige Verfolgung jeglicher Gewalt an Frauen und Kindern in den Krisengebieten unserer Welt anzustrengen - entweder durch die Kriegsparteien selber, durch die vor Ort agierende Exekutive oder durch ein rigides UNO-Mandat.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Bundeshauptstadt schmückte sich in der letzten Woche u.a. durch ein herausragendes Ereignis: Die <a href="http://www.tagesschau.de/inland/steuerbetrug102.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >schweizerische Daten-CD</a> entzauberte einige <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/ich_persoenlich_habe_ein_problem_damit_1.4715832.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Politiker</a> und die FDP im Besonderen als Troubadoure&nbsp; eigenwilliger Steuer-Interpretierer. Wie nach nunmehr einer Woche Daten-CD-Rummel bekannt ist, existieren seit fast einem Jahr Angebote an die<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676384,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" > Landesregierungen in Baden-Württemberg</a> und den <a href="http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerfahndung/steuersuender-auch-bayern-prueft-cd-kauf_aid_477874.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Freistaat Bayern</a>. Dass jetzt das BMF am Zuge sein soll, liegt wohl am Zaudern der regionalen Schwarz-Gelben und Blau-Weiß-Gelben Koalitionen - die rechtsstaatliche Prüfung der Angebote müsse eben über jeden Zweifel erhaben sein. Auf welch dünnem Eis sich da einige Politiker und die FDP im Besonderen bewegen, erweist sich allein schon <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/935/502173/text/" target="_blank" class="external-link-new-window" >in den bisherigen Schätzungen</a> der hinterzogenen Steuergelder. Rechtsstaatliche Prüfung? Was jetzt zu hoffen bleibt? <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676409,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Dass sämtliche Klientelpolitik ihren ach so fruchtbaren Boden verlieren wird</a> - und dass dieses Land endlich von jener Ehrlichkeit und jenem Anstand regiert wird, wie sie&nbsp; <a href="http://www.bundespraesident.de/artikel-,2.653316/Berliner-Rede-2009.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >der Bundespräsident vor nicht allzu langer Zeit</a> eingefordert hatte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Steckt unter jeder Burka gleich eine tyrannisierte Frau? Die Geschlechterforscherin Birgit Rommelspacher hat einen neuen Feminismusstreit in Gang gesetzt, in dem sie einigen Frauenrechtlerinnen hierzulande eine bedenkliche Nähe zum Rechtspopulismus <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr04/wissen/18856.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >unterstellte und behauptete,</a> Stimmen, wie Necla Kelek oder Seyran Ates, würden mit ihrer rigoros „antiislamischen Haltung“ nicht wirklich helfen, die Lebenssituation muslimischer Frauen in Deutschland richtig einzuschätzen. Eine Behauptung, die <a href="http://www.freitag.de/kultur/1004-feminismus-" target="_blank" class="external-link-new-window" >auf große Empörung stieß</a> – aber auch hier und da nachdenklich stimmte. „Anhand verschiedener historischer Beispiele verwies Rommelspacher darauf, dass die Fahne der Emanzipation auch mal in einem Wind wehen kann, der eher freiheitsfeindlich ist,“ <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&amp;dig=2010/01/26/a0092&amp;cHash=80f6ff07ec" target="_blank" class="external-link-new-window" >resümiert</a> etwa Heide Oestreich in der Tageszeitung „taz“. Und <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2243482_Lila-Latzhose-contra-Burka.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Hilal Sezgin findet</a> in der „Frankfurter Rundschau“ die neue Lust, hierzulande auf die Durchsetzung von Frauenrechten zu bestehen, komme so „überraschend wie eine Rosenknospe im Winter“. Könnte es sein, dass die Debatte <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2243482_Lila-Latzhose-contra-Burka.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >„Lila Latzhose gegen Burka“</a> derzeit so wunderbar aufblüht, weil „diese Prise Feminismus dem allgemeinen deutschen Michel nichts abverlangt“, wie die Journalistin mutmaßt? </p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Früher war er ganz normal, der Frauen-Badetag. Heute ist er längst überholt. Oder doch nicht? Wir sind schließlich emanzipiert, aufgeklärt, unverklemmt. Wenn dann plötzlich immer häufiger in öffentlichen Schwimmbädern wieder Badezeiten exklusiv für Frauen eingeführt werden, diskutieren Frau und Mann sich darüber <a href="http://www.rp-online.de/public/comments/index/regional/niederrheinsued/krefeld/nachrichten/816267" target="_blank" class="external-link-new-window" >die Köpfe heiß</a>, was das (mit sich) bringt. Neuestes Beispiel: <a href="http://www.rp-online.de/niederrheinsued/krefeld/nachrichten/SPD-will-Badetage-nur-fuer-Frauen_aid_815612.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Krefeld</a>. „Eine Gefahr für die Gleichwertigkeit von Männern und Frauen“, sehen darin <a href="http://www.rp-online.de/niederrheinsued/krefeld/nachrichten/FDP-Frauenbadetag-ist-diskriminierend_aid_816267.html" target="_blank" class="external-link-new-window" > manche</a>. In München schlug ein solcher Badetag besonders hohe Wellen, weil dieser angeblich vorrangig von muslimischen Frauen genutzt wurde. Die Bildung von Parallelgesellschaften werde dadurch gefördert und Integrationsbemühungen unterlaufen, <a href="http://www.harlaching.de/Texte/Frauenbadetag.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >heißt es</a> auf der Website einer Bürgerinitiative. Inzwischen sind die Wogen <a href="http://www.ba18.de/Antrag/Antrag_pdf/Frauenbade_OTProt_Weis_Schwi.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >geglättet</a>. Weil das Angebot gut genutzt wird – und das auch von vielen Nicht-Muslimas. Es gibt für manche Frauen <a href="http://www.suedstaedterin.de/frauenbadetag.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >respektable Gründe</a>, warum sie sich beim Schwimmen unter Geschlechtsgenossinnen wohler fühlen. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 18:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Die Immigrantin</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-immigrantin.html</link>
			<description>Eine Bulgarin illegal in Wien: Der Autor Roumen M. Evert schildert einen Tag im Leben einer Frau,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Roumen M. Evert ist ein interessanter Mann. Erst Zeitungsreporter in München, Musikritiker, Übersetzer und Autor in London, dann Reisender durch Europa, Afrika, Asien, Eintritt in die orthodoxe Kirche, Verheiratung mit einer Bulgarin, Leben in Bulgarien, Rückkehr nach Deutschland. Und nun schreibt er, schöpft aus seinen Erfahrungen, komprimiert Bekanntschaften.<br /><br />&#8222;Die Immigrantin&#8220; schildert in diesem Roman in Ich-Form ihre Kindheit in der Heimat, den Zusammenbruch der Diktatur und ihre verzweifelten Bemühungen, im reichen Westen den Lebensunterhalt für ihre zwei Kinder zu verdienen. Als Illegale &#8211;&nbsp;bis sie eine Vernunftehe mit einem Österreicher eingeht.<br /><br />In Reportagen und Filmen berichten die Medien immer mal wieder über Menschen wie sie, man kennt das also alles &#8211; irgendwie. Aber Evert schafft es, aus diesem &#8222;Irgendwie&#8220; einen ganz besonderen Fall zu machen, der gerade durch seine Durchschnittlichkeit, seine &#8222;Normalität&#8220; von Seite eins des Romanes an Neugier weckt, Sympathie, Mitgefühl und &#8211; durch seinen unaufgeregt präzisen Stil und seine Erzählkunst &#8211;&nbsp;Lust macht aufs Immer-Weiter-Lesen.<br /><br /><img src="uploads/RTEmagicC_20090630._die_immigrantin_1.jpg.jpg" class="imageright-im-absatz" style="width: 260px; height: 260px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px; padding-right: 0px; padding-left: 0px" alt="" />Lena, die &#8222;Heldin&#8220;, unterscheidet sich von Tausenden von anderen Immigranten nur in einem Punkt: Sie ist gerade das kleine Bisschen zäher als andere, das den Unterscheid zwischen &#8220;endlich ankommen&#8220; und &#8222;für immer im Elend hängen bleiben&#8220; ausmacht. Sie ist nicht intelligenter, nicht begabter, aber sie besitzt Resilienz, die von den Psychologen gerade erst zur Kenntnis genommene Eigenschaft, die das Weiterwursteln ohne Selbstmitleid,  das Überleben, den Lebenserfolg möglich machen.<br /><br />Resilienz ist die Kunst, sich im Leben einzurichten und das Beste daraus zu machen. Laut gängigem Psychoparadigma besitzen&nbsp; erstaunlich viele Menschen diese Eigenschaft. Die lässt sie mit scheußlichen Kindheitserlebnissen, bösartigen Schicksalsschlägen, Unglück, Verfolgung oder  einer miesen Umwelt fertig werden und macht sie zu Menschen, die zumindest von jenen bewundert werden, die einen Blick hinter ihre &#8222;Durchschnittlichkeit&#8220; werfen.<br /><br />Die &#8222;illegale&#8220; Lena, die bulgarische Kellnerin in Wien, ist ein solcher Mensch. In ihr hat Roumen M. Evert viele solcher Schicksale zu einer Frau verdichtet, die diese Romanfigur lebendig werden lassen, glaubwürdig machen. Damit wird sein Roman das, was eigentlich jeder wirklich gute Roman ist: ein Bild der Realität, die jeden interessiert (und angeht!), auch wenn er selbst ein ganz anderes Schicksal hatte. Weil das Lesen klüger macht. Oder empfindsamer für das Leid und die Freude anderer.<br /><br />Mehr kann man von einem guten Buch nicht verlangen.&nbsp;<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:33:12 +0100</pubDate>
			
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