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		<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
		<link>http://www.misstilly.de/</link>
		<description>Don't miss tilly</description>
		<language>de</language>
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			<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 27 Apr 2012 14:15:58 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Das Buch der Frauenministerin</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/das-buch-der-frauenministerin.html</link>
			<description>Wie emanzipiert sind wir wirklich?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Kristina  Schröder hat sich mit <a href="http://www.piper-verlag.de/sachbuch/buch.php?id=18786" target="_blank" class="external-link-new-window" >“Danke, emanzipiert sind wir selber!”</a> keinen  Gefallen getan. Anderen auch nicht. Wozu nur dieses Buch?, fragt man sich bei der Lektüre. Um zu sagen, der Feminismus sei heute überflüssig?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Vernichtende Kritik - berechtigt?</strong><br /><br />Im  Grunde liefert es die Begründung dafür, weshalb sich in der Frauen- und  Familienpolitik so wenig tut. Weil die Frauenministerin - und das haben  wir nun schwarz auf weiß - der Meinung ist, dass es nichts wirklich  mehr zu tun gibt. Sie beschreibt die “ganze junge, gut ausgebildete  Frauengeneration”, als “finanziell unabhängig, weil in der Lage, ihr  eigenes Einkommen zu verdienen,” und als eine, “die selbstbewusst und  selbstverständlich das Recht, ein Leben nach eigenen Vorstellungen zu  führen und dafür Raum in Familie und Gesellschaft zu beanspruchen, in  Anspruch nimmt.”<br /><br />Die Realität nehmen viele Frauen aber ganz anders wahr. Kritiker und Kritikerinnen <a href="http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/back/11/article/kristina-schroeder-breitseiten-gegen-bundesministerin.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >fielen förmlich über sie her </a>- nicht zuletzt weil sie “die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die  aktuelle Lage der Frauen in unserem Land leugne”, so in einem <a href="http://nichtmeineministerin.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" >offenen Brief</a>. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Unerfüllte Hoffnungen</strong><br /><br />Wie  viele Frauen hatten sich Hoffnungen gemacht. Endlich eine junge Frau  auf einem für die Chancengleichheit so wichtigen Ministerposten, eine  mit Baby noch dazu. Um so mehr schmerzt es nun, dabei zuzusehen, wie  sich Kristina Schröder um Kopf und Kragen schreibt und künftiger  Frauenpolitik die Berechtigung abspricht.<br /><br />Allerdings ist die Position, die Frau Schröder vertritt, für den Lebensabschnitt, in dem sie sich befindet, gar nicht so untypisch. Mit  dem ersten Sprößling frisch geboren und gewickelt, glücklich glucksend  auf dem Arm kommt mancher Frau der Gedanke: “Ist doch ganz einfach mit &nbsp;Beruf und  Kind. Alles easy. Wir sind emanzipiert.” Das unsanfte Erwachen kommt meist erst  Jahre später. Es dauert seine Zeit, bis sich die ersten Spuren zeigen  und man/frau merkt, dass die Hauptlast der Erziehung, Betreuung und  Haushaltsarbeit auf weiblichen Schultern lastet, und urplötzlich gar  nicht mehr viel Energie und Raum für “eigene Vorstellungen” übrigbleibt.  </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Realitätsfremde Ansichten</strong><br /><br /><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120425schroeder-emanzipiert-cover.jpg.jpg" border="0" height="394" width="240" alt="" />Nun, Frau  Schröder plädiert hier für Wahlfreiheit und argumentiert mit Eigenverantwortung.  Doch, in welchem Umfang können Frauen tatsächlich wählen, wie sie leben? Und wo stößt ihre Wahlfreiheit an Grenzen, die Männer nicht haben? Dass Kristina Schröder das  (noch) nicht so sieht, kann man ihr dabei gar nicht zum Vorwurf machen.  In ihrer persönlichen Erfahrung kam es bislang nicht vor, dass sie  etwas, das sie wollte, nicht tun konnte. Ihr stand das offen, was auch  einem Mann offensteht: Ministerin werden, eine Familie gründen, und  kurze Zeit nach der Geburt wieder Vollzeit in den Beruf zurück, ohne  dass die Karriere gelitten hätte. Doch die Lebenswirklichkeit vieler  Frauen sieht anders aus. Deren Aufstieg wird gebremst, weil Kollegen,  die weder den Haushalt noch Kinder versorgen mussten, belastbarer und  zeitlich verfügbarer waren. Diesen Frauen nun zu erklären, das Familien-  und Frauenministerium betrachtet das als privates Problem, ist - gelinde  gesagt - wenig hilfreich. <br /><br />Ja,  es darf heute jede Frau den Lebensentwurf wählen, den sie mag. Die  Bedingungen und Konsequenzen des Lebensentwurfs kann sie aber leider  nicht mitgestalten - diese werden von der Gesellschaft abgesteckt. Und  damit die Gesellschaft wirkliche Chancengleichheit bietet, dafür  brauchen Frauen mehr Unterstützung. Das Buch liefert keine.</p>
<p class="bodytext"><strong><br /></strong></p>
<p class="bodytext"><strong>Hängematte statt Hamsterrad?<br /></strong><br />Wie  wirklichkeitsfremd Kristina Schröders Ansichten vom Leben einer Mutter derzeit noch sind, zeigt sie spätestens dort, wo sie argumentiert, Frauen hätten es  doch gut, weil sie sich mit einer bewussten Wahl für die Familie auch gegen  ein Leben im Hamsterrad entscheiden könnten. Überspitzt  formuliert unterstellt sie: Frauen würden sich bewusst gegen Karriere und für  Kindererziehung entscheiden, weil sie keine Lust auf das Hamsterrad  hätten, in dem ihre Männer stecken und sich abstrampeln. Das zeigt, dass  sie keine Vorstellung davon hat, wie erschöpfend und überfüllt ein Tag  für eine Mutter (ob berufstätig oder nicht) ist, die für die Kinder  dasein muss. Da ist nix mit Fingernägel lackieren. Das ist Hamsterrad.</p>]]></content:encoded>
			<category>Weibchenschema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 14:15:58 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Warum das Betreuungsgeld der falsche Weg ist</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/warum-das-betreuungsgeld-der-falsche-weg-ist.html</link>
			<description>Es passt einfach nicht zu moderner Familienpolitik</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Obwohl  im Grunde eine von den Regierungsparteien längst vereinbarte Sache, wird derzeit erneut um das  Betreuungsgeld gerungen. Sogar innerhalb der CDU/CSU, auf deren  Betreiben hin immerhin die als “Herdprämie” verschriene Zahlung in den  Koalitionsvertrag von 2009 aufgenommen wurde, ist inzwischen von  einem <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106145066/Merkels-Union-streitet-ueber-Unfug-Gesetz.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >“Unfug-Gesetz”</a>  die Rede.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Einen Ausgleich zahlen - wofür eigentlich?</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nun, dass sich heute sogar die einstigen Schöpfer der ab 2013  einsetzenden Zahlungen für  Eltern, welche ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren selbst zu Hause  betreuen, statt in eine Krippe oder Kita zu geben,  über Sinn und Signale zoffen, hat gute Gründe. Uta Rasche hat  hierzu einen ausgesprochen <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/debatte-ueber-betreuungsgeld-mehr-zeit-fuer-kinder-11713593.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >klugen Kommentar</a> geschrieben. Denn, warum sollten Eltern, die Krippen und Kitas nicht in Anspruch nehmen, dafür einen Ausgleich erhalten?<br /><br /><em>“Einen  Ausgleich für die Nichtnutzung von Infrastruktur, gibt es auf keinem  anderen Gebiet. … Arbeitende Mütter zahlen überdies nicht nur für die  Kinderbetreuung, sie zahlen auch über die Jahre durch ihre Steuern ein  Vielfaches der Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Krippen  zurück. Viele westliche Länder hinken jedoch mit dem Krippenausbau  hinterher. Das Betreuungsgeld soll offenbar auch die Enttäuschung von  Eltern mildern, die trotz des Rechtsanspruchs, der im kommenden Jahr in  Kraft tritt, keinen Krippenplatz erhalten werden.”</em><br /><br /><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120412schaukel.jpg.jpg" height="167" width="250" border="0" alt="" />Und  vor allem: das Betreuungsgeld passt nicht zu einer heutigen  Familienpolitik, die Müttern und Vätern das Nebeneinander von Erziehung  und Erwerbstätigkeit erleichtern will. Im Gegenteil. Indem es Frauen  einen Anreiz bietet, ganze drei Jahre zu Hause zu bleiben, macht es eine  spätere Wiedereingliederung in den Beruf schwerer denn je. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Alle wollen doch nur eines...</strong><br /><br />Wozu also ein Betreuungsgeld? Es gibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betreuungsgeld#Positionen_der_Parteien_in_Deutschland" target="_blank" class="external-link-new-window" >kaum gewichtige Argumente</a>  dafür. Stattdessen sendet es falsche Botschaften und beschwört dort  alte Konflikte (zwischen scheinbar “herzlosen Rabenmüttern” einerseits und vermeintlich ”rückständigen  Heimchen am Herd” andererseits) herauf, wo in einer vom Gleichberechtigungsvorsatz  geleiteten Geselllschaft längst Konsens bestehen müsste (nämlich dass auch eine  Frau und Mutter ihren Beruf ausüben können möchte und darf). Und es  treibt einen Keil zwischen die Familien, die verschiedene Stile bzw.  unterschiedliche Lebensentwürfe leben, aber am Ende alle dasselbe  wollen: Das Beste für ihre Kinder.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Noch ist ohnehin nichts sicher. Bevor das Betreuungsgeld kommt, muss noch ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden. Und dass ein solches geräuschlos durch Bundestag und Bundesrat gewunken wird, ist bei dem momentanem Wirbel nicht zu erwarten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Andere Mittel und Wege</strong> <strong>beschreiten</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Sinnvoller wäre es, über Modelle wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Familiensplitting" target="_blank" class="external-link-new-window" >Familiensplitting</a>  nach französischem Vorbild nachzudenken und Instrumente zu forcieren, die die  Erziehungs- und Familienarbeit aller Eltern honorieren - und zwar  unabhängig davon, ob diese “nebenbei” berufstätig sind oder zu Hause  bleiben.<br />Was denkt eigentlich unsere Familienministerin? Warum hört man ihre Stimme in der Debatte nicht?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Reizthema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 11:40:12 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Da brodelt was...</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/da-brodelt-was.html</link>
			<description>Es wird eine Rekordbeteiligung für den &quot;Equal Pay Day&quot; erwartet. Frauen wollen endlich gleich viel...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Über 500 Aktionen sind für den 23. März diesen Jahres allein deutschlandweit geplant. „Die überwältigende Anzahl an Aktionen zeigt uns deutlich: Frauen und Männer in Deutschland wollen ungleiche Bezahlung und ihre Folgen nicht länger hinnehmen“, erklärt Henrike von Platen, Präsidentin des<a href="http://www.bpw-germany.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" > BPW Germany</a>*, dem Netzwerk, das im Jahr 2008 den <a href="http://www.equalpayday.de/ueber-den-equal-pay-day/" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Equal-Pay-Day&quot; </a>nach Deutschland geholt hatte. Damals nahmen bundesweit 6.000 Frauen und Männer an rund 40 Aktionen und Veranstaltungen in 25 Städten teil. Heute sind es um ein Vielfaches mehr.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Aktionen wenden sich gegen die Entgeltungleichheit, also die Tatsache, dass Frauen in Deutschland, obwohl hervorragend ausgebildet, nach wie  vor 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Der &quot;Gleichbezahltag&quot; will auf die Ursachen aufmerksam machen und an Lösungen mitarbeiten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wer mit dabei sein will, kann sich hier informieren -&nbsp; auf der&nbsp;<a href="http://www.equalpayday.de/veranstaltungen/aktionslandkarte/" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong></strong></a><strong><a href="http://www.misstilly.de/?id=" target="_blank" class="external-link-new-window" >Aktionslandkarte</a></strong> der &quot;Equal Pay Day&quot;- Website .</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120321equalpayday-logo_01.jpg.jpg" height="264" width="200" border="0" alt="" />Die Highlights vom 23. März:</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Berlin</strong>, Brandenburger Tor, 12-14 Uhr: Großdemonstration und Kundgebung mit DGB, Deutschem Frauenrat, BPW Germany, und vielen weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, Parteien und Verwaltungen</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>München</strong>, Marienplatz und Neues Rathaus, 15-19 Uhr: Performances, Aktionsstände, Diskussionen u.v.m. mit 36 Bündnispartnern unter dem Motto „Frauen, es geht um euer Geld!“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Frankfurt a. Main</strong>, Opernplatz, 13 Uhr: Smartmob mit roten Taschen</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Die diesjährige Initiative fordert eine Neubewertung typischer Frauenberufe sowie eine Überprüfung von Tarifverträgen auf Geschlechtergerechtigkeit. „Während das Heben schwerer Lasten etwa bei Müllmännern als Kriterium für die Arbeitsbewertung herangezogen wird und das Entgelt erhöht, ist dies bei Pflegeberufen, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, nicht der Fall“, beklagt von Platen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">--------------</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">* Mit 1.800 Mitgliedern sind die Business and Professional Women (BPW) Germany eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbstständige Frauen in Deutschland.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Weibchenschema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 15:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Abgefahren</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/abgefahren.html</link>
			<description>Nein, es sollte kein Selbstfindungstrip werden, sagt die Frau, die durch Deutschland radelte. Am...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Von einer, die auszog, um einmal ganz ohne Zeitdruck                                          Land und Leute kennenzulernen. 2.716 Kilometer legt                                          sie zurück. Allein. Als Frau. Die bis dahin nie Sport gemacht hatte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Buchauszug:</strong><em> &quot;Später sitze ich dann im Keller an der Mangel und am Bügeleisen und glätte Tischtücher, Bettwäsche, Handtücher, Hemden. Gerade Bügeln ist so eine Hausarbeit, vor der ich mich drücke, wann immer es geht, denke ich noch so, und muss grinsen. Zwischendurch schaut eine freundliche Hotel-Mitarbeiterin nach, ob mich mein Job in die Mangel nimmt oder umgekehrt. Später, schon nach zwei Stunden, entlässt mich Dimitri aus dem Bügelkeller, und die Köchin serviert mir einen Berg feinstes Gyros mit Salat. Dazu gibts Pils vom Fass und Sirtaki mit Alexis Sorbas aus der Musikanlage. Wieder um tolle Begegnungen reicher, darf ich mich am nächsten Morgen noch beim Frühstück stärken. Und weiter geht´s - erst mal zu einer A.T.U.-Werkstatt in der Nähe. Mein Fahrrad quietscht nach 750 Kilometer erstmals nach Öl&quot;</em></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Neugier, Abenteuerlust und 400 Euro</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Susanne Storck, Redakteurin bei einer nordrheinwestfälischen Tageszeitung, erlebt  Deutschland vom Sattel ihres Fahrrads aus. Ihr Ziel: Land und Leute aus  einer neuen Perspektive sehen. Mit nur 400 Euro in der Reisekasse und 16  Kilo Gepäck. Und mit der Hoffnung, dass sie bei netten Menschen umsonst  übernachten und essen kann. Oder gegen ein paar Stunden als  Aushilfsarbeiterin.<br /> <br /> Sie startet in Mülheim an der Ruhr, radelt den Rhein aufwärts bis zum  Bodensee, durch Bayern und über Thüringen und Hessen zurück nach NRW. Das schöne  an ihren trocken-humorvollen Schilderungen: Sie zeigen ein Deutschland,  das nicht nur Radler interessieren kann, sondern alle, die das ewige  Jammern der Medien über die Kälte und Fremdenfeindlichkeit der  Kleinstadtbewohner widerlegen. Die allermeisten ihrer Zufallsbekannten  begegnen <a href="http://www.sportwelt-verlag.de/Leseproben/Abgefahren/SStorck/sstorck.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Susanne Storck</a> freundlich und aufgeschlossen. Sie sind  erstaunlich hilfsbereit.<br /> <br /> Wäre es anders gewesen, wenn die Autorin dieses kleinen, feinen  Reiseberichtes ein Kopftuch getragen hätte? Oder aus Afrika stammte?  Vielleicht, aber darüber macht sich Storck keine Gedanken. Sie wollte ja  &quot;nur&quot; ihre eigene Durchhaltefähigkeit testen und darüber ein gut  lesbares und auch für Nicht-Radfahrer interessantes <a href="http://www.amazon.de/Abgefahren-durch-Deutschland-wenig-Gep%C3%A4ck/dp/3941297023/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;qid=1332240384&amp;sr=8-4" target="_blank" class="external-link-new-window" >Buch</a> schreiben. Das  ist ihr gelungen. Voll und ganz.&nbsp; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:49:13 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Verzicht auf das Mädchen von Seite eins</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/verzicht-auf-das-maedchen-von-seite-eins.html</link>
			<description>Verdient Herr Diekmann dafür Beifall?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach knapp 28 Jahren mit über 5.000 blanken Frauen und mehr als 10.000 nackten Brüsten und entsprechend lasziv-dämlichen Untertiteln (<a href="http://www.n-tv.de/panorama/Bild-schafft-Seite-1-Girl-ab-article5714931.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >da</a><a href="http://www.n-tv.de/panorama/Bild-schafft-Seite-1-Girl-ab-article5714931.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >  wartete die hüllenlose Ilona auf ihren Dirigenten, damit er ihr  &quot;Nachhilfe mit seinem Taktstock gibt&quot; und Hausfrau Renate hoffte, dass  der Klempner endlich &quot;kommt”, “Zum Becken-Bauen&quot;</a>) “ kamen Diekmann und  Kollegen am Internationalen Frauentag 2012 zur <a href="http://www.bild.de/unterhaltung/erotik/bild-girls/letztes-seite-1-girl-23057988.bild.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >überraschenden Einsicht</a>, dass diese nicht mehr zeitgemäß sind. Doch ein Zeugnis des Respekts vor Frauen ist das nicht. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Frauenversteher bei der BILD?</strong></p>
<p class="bodytext"><br />Die  barbusigen Frauen verschwinden von der 1.Seite der BILD. So weit, so  gut. Dass allerdings die BILD-Redaktion dies uns als fortschrittlichen Akt (&quot;moderner, besser verpackt.... so wie es viele Frauen sich immer gewünscht hatten&quot;)&#8203; verkaufen will, ist gelinde ausgedrückt, ein Witz. Nicht nur, weil es  eine Mogelpackung ist - denn das Seite-1-Girl wandert nun nur auf eine kuscheligere Seite im Innenteil:<br />“Vom  gestrigen Sonnabend an sollen Frauen nun ihre Brüste im Innenteil  zeigen, wo es etwas wärmer ist, als auf der Seite eins, wo doch gerade  an den Bahnhöfen der Wind so hart am Zeitungsständer vorbei pfeift,”  schreibt <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,820493,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Silke Burmester</a> unverhohlen süffisant.<br /><br />Dabei offenbart gerade die Selbstinzsenierung der BILD als neue Vertreter der Frauenrechte die verquere Geisteshaltung der Urheber der Idee. Oder wie es <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/aus-fuer-das-seite-girl-bild-der-frau-1.1304692" target="_blank" class="external-link-new-window" >Lena Jakat</a> auf den Punkt bringt: &quot;Sie  dachten, um die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu befördern,  bräuchte es eine Debatte um Frauenquote, Kinderbetreuung und  Flexibilisierung von Arbeitszeiten? Ach was! Das wissen wir jetzt dank  Deutschlands auflagenstärkster Tageszeitung.&quot;...&quot;In einer Geste grenzenloser Großherzigkeit haben die männlichen  Redakteure der Bild-Zeitung,  die einzig wahren Ritter der Frauenrechte,  dafür gesorgt, dass sich die  Mädchen von Seite eins zukünftig einen  anständigen Job suchen können,  statt sich freiwillig als Lustobjekt  inszenieren zu müssen.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Verzweifelter Akt</strong><br /><br />An dem Verständnis der Zeitung, dass Frauen vor allem der  Männerbeglückung dienen mögen, rüttelt diese Aktion nicht.  Gleichberechtigung sieht anders aus. Das ist <a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/das-ende-der-seite-1-girls-bild-und-die-verbannung-der-nacktheit-11678477.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >“Feminismus von gestern”</a>, sagen übrigens auch Männer, die genau nachgeschaut haben. <br /><br />Vielleicht  war der Schritt purer ökonomischer Notwendigkeit geschuldet und ein  verzweifelter Versuch, angesichts schwindender Auflagenzahlen bei  potenziellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild_%28Zeitung%29#Auflage_und_Leserschaft" target="_blank" class="external-link-new-window" >weiblichen Leserinnen</a> “gutzumachen.” Denn die <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Auflage_%22Bild%22.png&amp;filetimestamp=20120312121834" target="_blank" class="external-link-new-window" >verkaufte Auflage</a> der BILD ist von ehemals 4, 5 Millionen (1998) auf heute 2,8 Millionen (2011) gesunken. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wirklich viel ändern wird sich nicht.</p>]]></content:encoded>
			<category>Anderswo</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 13:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Genug gewartet</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/genug-gewartet.html</link>
			<description>Frau Reding geht die Geduld aus.... Die EU-Justiz-Kommissarin will Ernst machen und erwägt eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dabei  war EU-Kommissarin Reding mehr als gewillt, es auf freiwilliger Basis  zu versuchen. Sie ist, so sagt sie von sich selbst, kein Fan  gesetzlicher Quoten. Doch dort, wo zu lange Zeit zu wenig passiert,  sieht sie diese als probates Mittel an. Das heißt: Wenn die Unternehmen  nicht bald mehr Willen zur Veränderung der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,809794,00.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >“männlichen Monokultur” </a>beweisen, schafft die EU Tatsachen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Magere Zwischenbilanz</strong><br /><br />Gerade  die deutsche Wirtschaft hat sich in einer Hinsicht nicht gerade  beispielhaft hervorgetan. Redings Aufruf zur freiwilligen  Selbstverpflichtung der Firmen, mehr Frauen in die Topetagen zu bringen, stieß auf magere Resonanz. Konkret hatte  Viviane Reding 30 Prozent bis 2015 und 40 Prozent bis 2020 in die  Aufsichtsräte und Vorstände <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13902551/75-Prozent-der-EU-Buerger-wollen-Frauenquote.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >gefordert</a>. Es hatten gerade mal 24 Unternehmen unterzeichnet - &nbsp;“darunter kein  einziges deutsches”, rügt sie. Der Erfolg ist entsprechend dünn. In dem seit der Selbstverpflichtung verstrichenen Jahr ist der  Frauenanteil in den Spitzengremien der börsennotierten Unternehmen  Europas nur von zwölf auf vierzehn Prozent gestiegen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Verdrossenheit</strong><br /><br />“Bei  dem Tempo brauchen wir noch 40 Jahre, um ein ausgewogenes Verhältnis  von 40 Prozent Frauen zu erreichen”, erklärt Reding nüchtern in einem <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13902551/75-Prozent-der-EU-Buerger-wollen-Frauenquote.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Interview </a>mit der “Welt”.<br /><br />Dass  es “kaum Veränderung in der massiven Unterrepräsentanz von Frauen in  den Spitzengremien großer Unternehmen in Deutschland” gibt, hatte auch  das “Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung” (DIW) vergangenes Jahr <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.372627.de/diw_stellungnahme_frauenquote_20110511.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >festgestellt</a>.  Am akademischen Nachwuchs liegt es nicht. Von den Studienabsolventen  sind immer mehr  weiblich. Auch in Naturwissenschaften und Mathematik steigt der  Frauenanteil kontinuierlich. Für Elke Holst vom DIW <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.372627.de/diw_stellungnahme_frauenquote_20110511.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >ist der Fall klar</a>:  “Der anhaltend extrem geringe Anteil von Frauen in Top&#8208;Gremien großer  Unternehmen deutet auf verfestigte Strukturen und eine erhebliche  Resistenz gegen Veränderungen hin.” Sogar die große Chance, das  Geschlechtermissverhältnis im Zuge der Finanzkrise - in der es vielfach  Neubesetzungen von Entscheidungsgremien gab - neu zu mischen, sei  vertan worden. <br /><br />Mit  Ruhm bekleckert hat sich niemand. Dass trotzdem wenigstens ein  bisschen in Bewegung gekommen ist, dazu haben in Viviane Redings Augen - bei aller Kritik - immerhin dennoch Deutschland und Großbritannien etwas beitragen können. Beide  Länder haben bei den Spitzenfrauen von 13 auf 16 Prozent erhöht. Warum  das überhaupt <a href="http://www.welt.de/multimedia/archive/01579/ks_Frauenquote_DW__1579850p.jpg" target="_blank" class="external-link-new-window" >nennenswert</a> ist? Weil sie zu denen gehören, wo überhaupt etwas passiert. “In zwei Dritteln der Mitgliedsländer sehen wir nur Stillstand, das ist völlig ungenügend, ja, lächerlich.”</p>]]></content:encoded>
			<category>Weibchenschema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 14:20:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Venus als Supermodel </title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/venus-als-supermodel.html</link>
			<description>Mit anderen Augen - abgespeckt und auf size zero getrimmt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Besser oder schlechter? Diese Vorher-Nachher-Fotos machen nachdenklich. Immerhin handelt es sich hier um die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_%28Mythologie%29" target="_blank" class="external-link-new-window" >Venus</a>&nbsp; - das Symbol für Schönheit und &quot;römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens&quot;. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_20120222venus3-Alexandre-Cabanel-the-Birth-of-Venus.jpg.jpg" border="0" height="239" width="800" alt="" /></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Künstlerin, Schauspielerin und Model<a href="http://www.annautopiagiordano.it/venus-ita.html" target="_blank" class="external-link-new-window" > Anna Utopia Giordano</a> spielte am Computer mit berühmten Venusdarstellungen aus Renaissance und Barock und passte sie heutigen Vorstellungen von Schönheit an. Boticelli, Titan, Hayez und viele Maler früher hatten offensichtlich andere Bilder im Kopf, wenn sie an eine sinnliche, nackte, betörende Frau dachten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Heutige Sehgewohnheiten</strong></p>
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<p class="bodytext">Dass Schönheitsideale nun einmal dem Wandel unterliegen und sich historische und kulturelle Veränderungen wie ein Naturgesetz unaufhaltsam vollziehen, war auch Anna Utopia Giordano sehr wohl bewusst, als sie ihre Photospielereien vornahm. Doch nebenbei stellt sich dem Betrachter unweigerlich die Frage, was die heutigen technischen Möglichkeiten mit uns machen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_20120222venus5-Artemisia-Gentileschi-the-Sleeping-Venus.jpg.jpg" border="0" height="283" width="800" alt="" /></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Venus-Projekt führt machtvoll vor Augen, wie einfach es heute ist, nachzuhelfen und zu verändern, bis das abgebildete Äußere vor allem einem künstlichen Standard entspricht. Und wie dauerhafter Konsum nachbearbeiteter und geschönter Fotos unsere Sehgewohnheiten und unser ästhetisches Empfinden unbemerkt beeinflussen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Künstliche Perfektion</strong></p>
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<p class="bodytext">&quot;But, to the point, the collection, called Venus, also shows how easy it’s become for the fashion industry to manipulate photos — electronically shrinking that, enlarging those — creating artificial beauty standards that some critics call too high for the average woman,&quot; resümiert ein<a href="http://www.toronto.com/article/713259--anna-utopia-giordano-gives-venus-a-new-lean-mean-figure" target="_blank" class="external-link-new-window" > kritischer Betrachter</a>. Und dabei kommt häufig so etwas <a href="http://www.nydailynews.com/gossip/photoshop-attacks-celebs-digitally-nipped-tucked-gallery-1.28061?pm" target="_blank" class="external-link-new-window" >wie hier</a> heraus: Photoshop-Unfälle bis hin zu ihrer Unkenntlichkeit veränderte Celebrities.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Mehr vom Venusprojekt...</strong></p>
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<p class="bodytext"><a href="http://www.annautopiagiordano.it/venus-ita.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zur Fotogalerie</a> des Venusprojektes auf der Website der Künstlerin.</p>
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<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Reizthema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 14:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Wir werden immer friedfertiger</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/wir-werden-immer-friedfertiger.html</link>
			<description>Allem Anschein zum Trotz: Die Menschheit ist heute einfühlsamer und weniger gewalttätiger denn je....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Selten erscheint ein Buch, dass die herrschende Auffassung von der  menschlichen Natur so gründlich auf den Kopf stellt wie <a href="http://www.amazon.de/Gewalt-Eine-neue-Geschichte-Menschheit/dp/3100616049" target="_blank" class="external-link-new-window" >Steven Pinkers  &quot;Gewalt&quot;</a>. Vielleicht ist es seit Darwins &quot;Die Entstehung der Arten&quot; das  wichtigste, denn es beweist an Hand von Hunderten von Fakten, dass wir -  egal, wie unwahrscheinlich das auf Anhieb klingt - nicht immer  blutrünstiger werden, sondern immer friedfertiger.<br /> <br /> Der Mensch ist ein Raubtier. So heißt es meistens. Und die Zahl  einzelner Morde nimmt wie die Zahl von Massenmorden in Kriegen, bei  &quot;ethnischen Säuberungen&quot; und Genoziden&nbsp;von Jahr zu Jahr zu. Weltweit.</p>
<p class="bodytext"><strong><br /></strong></p>
<p class="bodytext"><strong>Warum wir das Gegenteil glauben können<br /></strong> <br /> Steven Pinker, nach einer steilen akademischen Karriere heute Professor  für Psychologie an der Harvard University, belegt durch raffinierte  Rechenexempel (der einzige Teil des dicken Buches, den ich nicht  begriffen und deshalb überschlagen habe) und Erkenntnisse aus aktueller  Ökonomie, Psychologie, Gehirn- und Evolutionsforschung: Das Gegenteil  ist der Fall.<br /> <br /> 1.&nbsp; weil wir falsch rechnen - die Zahl der Morde, Kriegstoten und zum  Beispiel des Holocaust im Vergleich mit früheren Massakern nie auf die  Gesamtbevölkerung umrechnen, sondern als absolute Beweise menschlicher  Grausamkeit zitieren. <br /> <br /> 2. weil die Medien unser Augenmerk eher mit Horrorgeschichten kapern als mit guten Nachrichten. Und<br /> <br /> 3. weil wir Veränderungen in unseren moralischen Ansichten für  selbstverständlich halten, statt sie als etwas dramatisch Neues zu  erkennen - zum Beispiel die heute (fast) weltweit gültige Verdammung von  Folter und Sklaverei, das Verbot Ehefrauen oder Kinder zu verprügeln,&nbsp;  Sklaven zu halten und auszupeitschen oder Tiere zu quälen. Auch wenn uns  noch kein Rezept gegen Massentierhaltung eingefallen ist - grausame  Hunde- oder Hahnenkämpfe und Fuchsjagden gibt es noch nicht einmal mehr  in Videospielen. Stierkämpfe werden selbst in Spanien als zu grausam  empfunden und sind zumindest in Katalonien verboten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Umerziehung zum Gutmenschen</strong><br /> <br /> Warum? In seiner sehr gut lesbaren, (auch dank sehr einleuchtender  Graphiken) immer für Durchschnittsintelligenzen wie meine  verständlichen, oft sogar witzigen Faktensammlung über die Veränderung  des aggressiven Wilden zum Gutmenschen präsentiert Pinker mehrere  Entwicklungen, die uns im Lauf der Geschichte umerzogen haben. Seiner  Meinung nach die wichtigste: <br /> <br /> Als nackten Affen ging es unseren Urahnen in erster Linie ums Überleben.  Fremde waren Feinde, die einem die Jagdbeute vertrieben und die Frauen  wegnahmen oder den mühsam erwirtschafteten Überschuss, nachdem sie Landwirtschaft und Viehzucht erfunden hatten. Das Gegenrezept: Man  schloss sich zu größeren Haufen zusammen und ernannte den Tapfersten zum  Clan-, dann zum Stammesführer, später zum König. Und weil der nicht  wollte, dass sich seine Untertanen gegenseitig umbrachten (das  verminderte schließlich die Zahl der Steuerzahler und kampftauglichen  Männer), erließ er Gesetze, die ihm allein die Strafmacht zusprachen.  Dann sorgte er mit Hilfe von Soldaten und nur von ihm zu ernennenden  Richtern für ihre Durchsetzung. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Wir sind weder gut noch schlecht</strong><br /> <br /> Kurz gesagt: Je größer und mächtiger die Staaten wurden, um so friedfertiger wurde es  zumindest innerhalb ihrer Grenzen, weil Menschen nicht &quot;grundsätzlich  gut oder schlecht, Affe oder Engel, Falke oder Taube&quot; sind, wie Pinker  schreibt. &quot;Zur Natur des Menschen gehören ... auch Motive, die uns -  unter den richtigen Voraussetzungen - zu Frieden veranlassen, wie  Mitgefühl, Gerechtigkeitsgefühl, Selbstbeherrschung und Vernunft.&quot; <br /> <br /> Die zweite Ursache für den Rückgang der Gewalt ist nach Pinker (und dem  <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120207Gewalt-Pinker-Steven.jpg.jpg" height="180" border="0" width="160" alt="" />genialen Zivilisationsforscher Norbert Elias, den er gern und oft  zitiert) die im Lauf der Geschichte ständig steigende Bedeutung des  Handels. Logisch. Wer einem Fremden mehr als einmal den heimischen  Stockfisch, Schafwolle oder Bernstein verkaufen will, darf ihn nicht  umbringen. Und wenn der Händler vorher unbekannte Lebensverbesserer  mitbringt wie Pfeffer, Arzneien gegen Schmerzen oder bessere Schwerter,  kann man sogar übersehen, dass er eine dunklere Haut hat oder an andere  Götter glaubt als man selbst und ihn als Gastfreund behandeln.  Hauptsache, er verkauft das Gewünschte.</p>
<p class="bodytext"><strong><br /></strong></p>
<p class="bodytext"><strong>Erlernte Selbstbeherrschung</strong><br /> <br /> Aus der Macht der königlichen Höfe und dem Kontakt mit einer immer  weiter werdenden (Handels-)Welt entstand der Trend zum dritten  Weichspüler humaner Gewaltlust: Unsere Ahnen entwickelten zunehmend mehr  Selbstbeherrschung. Ablesbar, wie Pinker beschreibt, unter anderem an  den Benimmbüchern zwischen der Renaissance und der Gegenwart: Heute muss  niemand mehr gesagt werden, dass er sich nicht ins Tischtuch schneuzen  oder Schnupfenschnodder mit dem Ärmel abwischen darf. Zumindest nicht in  Gesellschaft. Zu Zeit Luthers war das so nötig, dass selbst ein so  berühmter Gelehrter wie Erasmus von Rotterdam es für nötig hielt, ein  Benimmbuch zu schreiben.&nbsp; Blutrünstige (unter Ungebildeten wie in der  Oberschicht übliche) Kinderreime oder die grauenvollen  Buchillustrationen, die vor 500 Jahren eine Freude der (wenigen) Leser  waren, sind total aus der Mode gekommen. Beides zeigt: Wir verdrängen  unsere evolutionär auch vorhandene Lust auf Grausamkeiten zumindest aus  der Öffentlichkeit. Wir zeigen Selbstbeherrschung.<br /> <br /> Was ist dann mit islamistischen Selbstmordattentätern? Mit Jugendlichen, die in Schulen Amok laufen? Mit jenen, die friedliche  U-Bahnfahrer auf den Kopf treten? Ehrenmorden oder Bandenkämpfen? Zeigen  sie nicht, dass Gewalt unsere Leben mehr als je zuvor gefährdet? Pinker  besteht auf seinem NEIN, denn: Die Zahl der Morde ist in den letzten  Jahrzehnten ständig gesunken. Im friedlichen Europa wie in den USA. Die  Zahl der Kriege auch. Und die Zahl der Kriegstoten. Berechnet nach der  Gesamtbevölkerung. <br /> <br /> Unsere moralischen Werte tendieren immer mehr zum friedlichen,  gewaltfreien, gleichberechtigten Zusammenleben. Das beweisen so  unterschiedliche Neuheiten wie die Quotenregelungen für Frauen im  Topmanagement, der öffentliche Aufruhr um sexuelle Übergriffe auf  Kinder, Fair-Trade-Vereinbarungen&nbsp; und natürlich die heute unbestrittene  Wichtigkeit der UN für den Frieden auf der Welt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Die Fabel von der Erbsünde</strong><br /> <br /> <a href="http://www.amazon.de/Gewalt-Eine-neue-Geschichte-Menschheit/dp/3100616049" target="_blank" class="external-link-new-window" >Steven Pinkers &quot;Gewalt&quot;</a> ist wirklich eine &quot;NEUE Geschichte der  Menschheit&quot;, denn sie stellt alles auf den Kopf, was bisher &quot;fromm  geglaubt&quot; wurde, besonders in der westlichen Welt, die dank Christentum  und der Fabel von der Erbsünde, den Menschen von Geburt an für böse  hielt. Wir sind es nicht, auch dann nicht, wenn man Charles Darwins  Evolutionsentdeckung und der Erkenntnis, dass auch Schimpansen morden,  mehr Beweiskraft zutraut als der Bibel. Wir lernen tatsächlich als  Species genauso dazu wie als Pubertierende, die sich an die  Erwachsenenwelt anpassen müssen. <br /> <br /> Ob das wirklich in das &quot;Age of Aquarius&quot; führt? In ein irdisches  Paradies? Pinker glaubt nicht daran. Morde und Kriege wird es weiterhin  geben. Weil wir eben keine Engel sind. Aber er beweist uns in diesem  sensationell spannenden Buch: Teufel sind wir auch nicht. Gut zu wissen!<br /> <br /> <br /> </p>]]></content:encoded>
			<category>Wissenswertes</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 14:19:49 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Carrerabahn</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/carrerabahn.html</link>
			<description>Als Kind wollte die Gräfin unbedingt eine Carrerabahn haben. Eine wie die Jungs ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Als  Kind wollte die Gräfin unbedingt eine Carrerabahn haben. Eine wie die  Jungs aus der Nachbarschaft, eine mit Tribünen und echten Spuren, keine  mit Servolenkung, die nichts taugte und wo die Wagen dauernd aus der  Kurve krachten, doch sie biss auf Granit: Mutter war strikt dagegen, und  Vater hatte nichts zu melden. <br /><br />Mutter ging es dabei ums Prinzip.<br />&quot;Ihr Kinder spielt einmal damit und dann steht die teure Bahn in der Ecke und verschimmelt.&quot;<br />&quot;Nein, Mama! Ganz bestimmt nicht! Wir spielen die ganze Nacht..!&quot;<br />&quot;Ihr sollt nachts schlafen, nicht Rennen fahren!&quot;<br />&quot;Nein,  ja, ich mein, wir spielen die ganzen Ferien mit der Carrerabahn und  danach auch.. jeden Tag.. nach den Schularbeiten! Bitte, Mama, bitte!!&quot; <br /><br />Die  kleine Gräfin flehte, und sie vergoss Tränen und stampfte wütend auf  (&quot;Ich will aber! Ich will aber!!&quot;), sie gab alles. Sie holte ihre kleine  Schwester ins Boot, obwohl die so klein war, dass sie gar nicht wusste,  was eine Carrerabahn sein sollte, und zuletzt reihte sich selbst Vater  in den Bitte!Bitte!-Chor ein, doch Mutter blieb hart.<br />&quot;Eine Carrerabahn kommt mir nicht ins Haus!! Fertig! Aus!&quot;<br /><br />Drei  Jahrzehnte später kehrt die Gräfin mit einem epileptischen Gerät von  der Shoppingtour zurück. (Ihr Patenkind hatte ihr zugesetzt: &quot;Du bist  doch eine Frau, du musst doch einkaufen gehen!&quot;) <br />&quot;Blödmann. Das ist ein Epiliergerät.&quot; <br />Marke: Carrera. <br /><br />Sofort  steckt sie einen Enthaarungsparcours auf ihren Beinen ab und fährt  einen heißen Schluffen, begleitet von echten Rennfahrergeräuschen, die  sie ihrer Mutter per Liveschaltung aus der Boxengasse übermittelt: <br /><br />&quot;Hörst du, Mama? Ich hab mir eine Carrerabahn gekauft!&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
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<p class="bodytext"><br /><img src="../uploads/RTEmagicC_20070618500Beine_01.jpg.jpg" style="padding: 0px; width: 150px; height: 32px;" class="imageleft-im-absatz" alt="" /><strong>Andreas Glumm</strong> schreibt regelmäßig in  seinem Weblog<a href="http://glumm.wordpress.com/" target="http://500beine.myblog.de/" class="external-link-new-window" >&nbsp;</a><a href="http://glumm.wordpress.com/" target="http://500beine.myblog.de/" class="external-link-new-window" >&quot;Studio Glumm&quot;</a>  über sich und seine Lebensgefährtin, genannt die  „Gräfin“, und den Hund „Frau  Moll“&nbsp;<br /><br />.......................................................................................................................................................</p>
<p class="tx_tweetandlike_pi1-tweetButton">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Männerecke</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 16:46:20 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Obamas</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-obamas-ein-oeffentliches-leben.html</link>
			<description>Wie lebt es sich im Weißen Haus? Und wie ist es dort für eine Frau wie Michelle Obama, eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wie lebt sich´s eigentlich wirklich im Weißen Haus, der amerikanischen Machtzentrale? Zwischen Antiquitäten, seit knapp drei Jahrhunderten gesammelt und täglich Strömen von neugierigen Touristen vorgeführt? Und besonders: Wie lebt sich´s dort für eine Frau wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michelle_Obama" target="_blank" class="external-link-new-window" >Michelle Obama</a>, Kind armer, schwarzer Eltern, die ihr unter großen Opfern den Besuch einer Elite-Universität ermöglichten, Juristin, gewöhnt daran, eigene Entscheidungen zu fällen?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Der Spagat der First Lady</strong><br /><br />Im Weißen Haus muss sie um Erlaubnis bitten, wenn sie mit ihren Töchtern auf den hauseigenen Plätzen Tennis spielen oder mit ihrem Hund in den Garten will.<img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_obama-michelle2.jpg.jpg" border="0" height="240" width="360" alt="" /> Einfach so im Supermarkt einkaufen? Verboten. Sich mit ihrem Mann mal zu zweit in einem guten Restaurant zu treffen? Ein ganzer Pool von Journalisten wartet darauf, ihr Verhalten zu kommentieren. Eine eigene Rolle finden, die über steife Abendessen mit Washingtoner Society-Ladys hinausgeht? Ohne sich, wie Hillary Clinton das tat, in die Politik ihres Mannes, des Präsidenten, einzumischen? Beinahe unmöglich. Gleichzeitig selbstständig bleiben,&nbsp; gute Mutter sein, ihre Ehe vor den Forderungen des präsidialen Amtes schützen und ihren Mann plus seine Politik unterstützen? Eine Mission Impossible.<br /><br />Michelle Obama hat andere Antworten gefunden. Sie hat es geschafft, zum Vorbild zu werden für alle Frauen, die beim Blick auf ihr Normalleben zwischen Liebe, Ehe, Kindern und Beruf den Mut zu verlieren drohen. Aber hat es die Präsidentengattin nicht auch besonders einfach? Umgeben von bestens geschulter Dienerschaft, Prunk und präsidialen Privilegien wie dem Flug in der Air Force One, Wochenende in Camp David, Auslandsreisen an der Seite ihres Mannes? Kann man dabei &quot;normal&quot; bleiben, so wie die Obamas es sich vor der glorios gewonnenen &quot;Yes, we can&quot;-Wahl erträumten?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Mischung aus Verzicht und Mut</strong><br /><br />Jodi Kantor, gesellschaftspolitische Redakteurin der New York Times und Jahre lang Washington-Korrespondentin ihrer Zeitung, hat immer wieder mit Barack und Michelle, mit ihren Freunden und Mitarbeitern gesprochen,&nbsp; die Probleme im <img class="imageleft-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_obama-michelleundbarack.jpg.jpg" border="0" height="200" width="300" alt="" />Leben des ersten schwarzen Paares im Weißen Haus analysiert und daraus ein <a href="http://www.droemer-knaur.de/buecher/Die+Obamas.7762500.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >spannendes Buch über die Obamas</a> gemacht, intelligent, respektvoll und glaubwürdig. Jodi Kantor schaffte es dabei tatsächlich, zwei eigentlich unvereinbare Themen perfekt zu verbinden:<br /><br />Sie liefert erstens klare Antworten auf die Frage, die sich jede mit einem ehrgeizigen, hoch gesteckte Ziele verfolgenden Mann verheiratete Frau immer wieder stellt: Wie erfülle ich meinen Traum von meinem eigenen, von einem erfolgreichen Leben, ohne unsere Liebe zu gefährden? Michelle Obama ist das gelungen. Mit einer Mischung aus Verzicht auf Unerreichbares und dem Mut, innerhalb des engen Rahmens, den das Weiße Haus ihr vorgibt, persönliche Ziele (in ohrem Fall der brennende Wunsch etwas für die Kinder der Armen zu tun) auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. Und - auch das gehört zu den Erkenntnissen, die die Autorin hier vermittelt - mit der Hilfe des Präsidenten selbst, der seine Aufgabe als Ehemann und Vater so ernst nimmt wie die Forderungen der Politik. Ohne Mitarbeit des Mannes, das wird hier ganz deutlich, ist die stärkste Frau hilflos.</p>
<p class="bodytext"><strong><br /></strong></p>
<p class="bodytext"><strong>Enge Spielräume</strong><br /><br />Jodi Kantor liefert, zweitens, ein erstaunlich eindringliches Bild vom Präsidenten <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_obamas-barack.jpg.jpg" border="0" height="375" width="250" alt="" />selbst und seinen immensen Schwierigkeiten, Wahlversprechen in Realität zu verwandeln, an deren Erfüllbarkeit er vorher nie zweifelte. Zum Beispiel das Gefängnis Guantánamo auf Kuba zu schließen. Oder eine Krankenversicherung auch für arme Amerikaner zu ermöglichen. Im ersten Fall scheiterte er an den Einwänden der Militärs und ihrer Juristen, deren Relevanz er nicht widersprechen konnte, im zweiten an seinen Gegnern, den Republikanern und ihren konservativen Wählern, die immer noch an den Tellerwäscher-Traum glauben, Millionär werden zu können, wenn der Staat sich aus seinen Angelegenheiten heraushält.<br /><br /><a href="http://www.droemer-knaur.de/buecher/Die+Obamas.7762500.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Die Obamas, ein öffentliches Leben&quot;</a> ist also einerseits ein Ratgeber für frustrierte Frauen, weil es Michelle glaubwürdig als Vorbild preist (ohne das je auszusprechen). Andererseits ist ein sehr politisches Buch, weil es zeigt, wie eng der Spielraum selbst für einen so mächtigen Mann wie den Präsidenten der USA ist. Und für eine so charismatische, ehrliche und deshalb überzeugenden Persönlichkeit wie Barack. So oder so - wer mehr über das öffentlichste Paar der Welt wissen möchte, aus privatem oder politischem Interesse,&nbsp; wird durch die Lektüre klüger. Ohne sich auch nur eine Seite&nbsp; zu langweilen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">-------------------</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Fotos:</strong>&nbsp;<a href="http://www.flickr.com/photos/whitehouse/" target="_blank" class="external-link-new-window" > Flickr-Fotostream</a> von &quot;The White House&quot; (United States Government Work)</p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von der Jagd nach dem perfekten Aussehen</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/genug-von-der-jagd-nach-dem-perfekten-koerper.html</link>
			<description>Schluss mit dem Barbie-Look </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die wenigsten Betrachter von Werbeplakaten und Leser von Hochglanzmagazinen - so <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YP31r70_QNM&amp;feature=related" target="_blank" class="external-link-new-window" >sagen</a> Experten - vergegenwärtigen sich, wie stark die gezeigten Körper und Gesichter digital manipuliert wurden. Die Folge ist, dass wir einem Schönheitsideal nacheifern, das unerreichbar ist. Dabei ist uns völlig das Gefühl dafür abhanden gekommen, was eigentlich &quot;schön&quot; ist. Wie weit entfernt sind wir von einer gesunden Körperwahrnehmung? </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Barbie ist unser Vorbild</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&quot;Wir sind immer noch bei Barbie&quot;, erzählt die Ärztin und Diplom-Psychologin Isabella Heuser von der Berliner Charité dem Magazin &quot;Stern&quot; (Heft Nr.2/ 2012) in einem Interview zum Thema Schönheitsoperationen. Soll heißen: Barbies Bild prägt heute noch unsere Vorstellungen von einem perfekten Körper.<br /><br />Natürlich ist nicht der Spielzeughersteller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mattel" target="_blank" class="external-link-new-window" >Mattel</a> schuld. Vielmehr liegt es in der Verantwortung der Medien, der Mode- und der Kosmetikindustrie, dass ein <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120110operationbikini3-stockxchng.jpg.jpg" border="0" height="300" width="200" alt="" />irrwitziger Wahn um einen &quot;dünnen, straffen, makellosen&quot; Körper entstanden ist, dem bislang wenig entgegengesetzt wurde. Nun, bislang.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Zum unerreichbaren Ideal &quot;gephotoshoppt</strong>&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Schluss damit, fordern mehr und mehr Leute. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ovpd5O6M8tQ&amp;feature=relmfu" target="_blank" class="external-link-new-window" >Wieso nicht</a> Aufdrucke auf  Modemagazine, die - ähnlich wie auf Zigarettenschachteln - vor den  Konsequenzen warnen und auf die künstlich geschönte Wiedergabe der  Personen aufmerksam machen? Das würde vielen wohl sicher zu weit gehen.  Unbestritten ist vermutlich dennoch, dass unsere Wahrnehmung dafür  geschärft werden muss, was echt und was unecht ist. </p>
<p class="bodytext"><br />Und tatsächlich passiert etwas. Langsam und schrittweise setzt tatsächlich eine Gegenbewegung ein. Es ist ein Aufbegehren derjenigen, die nicht länger der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/digitale-bilder-manipulation-kampf-der-barbiefizierung-1.1249959" target="_blank" class="external-link-new-window" >“Barbiefizierung”</a> zuschauen wollen. Die mittlerweile allgegenwärtigen manipulierten Fotos zeigen Menschen, die zu glatt, zu symmetrisch, porenlos und 100%&nbsp; faltenfrei sind – für Anzeigen und Hochglanzmagazine zum unerreichbaren Ideal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Photoshop#Wortbedeutung" target="_blank" class="external-link-new-window" >gephotoshoppt</a>. Nicht nur, dass uns hier vorgegaukelt wird, mit dem Kauf der Produkte etwas zu werden oder zu verkörpern, was es in Wirklichkeit nicht gibt. Nein, der Trend zu digitaler Bildbearbeitung lässt nicht zuletzt insbesondere junge Menschen zunehmend an ihren eigenen echten Körpern verzweiflen. Weil sie einem Phantombild hinterherjagen, das unnatürlich ist.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Verurteilung von Werbekampagnen</strong><br /><br />Begrüßenswert und wichtig sind deshalb Verurteilungen ausufernder Photoshop-<img class="imageleft-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20120110barbielook-gesperrtekampagne.jpg.jpg" border="0" height="191" width="340" alt="" />Manipulationen, wie sie beispielsweise die amerikanische Kontrollbehörde “National Advertising Division” aussprach. Diese<a href="http://mediadecoder.blogs.nytimes.com/2011/12/21/covergirl-withdraws-enhanced-taylor-swift-ad/" target="_blank" class="external-link-new-window" > kritisierte neulich</a> eine Werbekampagne des Kosmetikherstellers “CoverGirl” als irreführend. Die Mascarawerbung mit der Countrysängerin Taylor Swift wurde daraufhin aus dem Verkehr gezogen. Erst vor wenigen Monaten hatte die britische “Advertising Standards Authority” aus demselben Grund eine Lancôme-Werbung mit Julia Roberts und eine Maybelline-Kampagne mit Christy Turlington <a href="http://mediadecoder.blogs.nytimes.com/2011/07/27/british-authority-bans-two-ads-by-loreal/" target="_blank" class="external-link-new-window" >angeprangert</a>: zu stark retuschiert und nachbearbeitet und damit falsche Tatsachen vortäuschend. Auch diese Anzeigen sind von der Bildfläche verschwunden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Als Augenöffner können auch Aufklärungsvideos wie diese dienen: In &quot;The&nbsp; Photoshop Effect&quot; (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=YP31r70_QNM&amp;feature=mfu_in_order&amp;list=UL" target="_blank" class="external-link-new-window" >Teil1</a> hier und<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ovpd5O6M8tQ&amp;feature=relmfu" target="_blank" class="external-link-new-window" > Teil 2</a> dort) zeigt ein Fotograf eindrucksvoll den Vorher-Nachher-Effekt von digitaler Berabeitung, und er erzählt, wie sehr sich seine Arbeit in den letzten zehn Jahren verändert hat.<br /><br />Der Kern des Problems liegt eigentlich noch tiefer. Zwar legen die digitalen Fotoschummeleien die Messlatte für den eigenen Körper immer höher und unerreichbarer und fördern den Schönheitswahn. Doch treibende Kraft dahinter ist, dass das eigene äußerliche Erscheinungsbild und die Attraktivität als die maßgeblichen Größen betrachtet werden, auf die es im Leben ankommt. Das, leider, ist <a href="https://docs.google.com/viewer?a=v&amp;q=cache:OJ6jbGU0WoEJ:https://www.gender.hu-berlin.de/forschung/publikationen/gender-bulletins/texte-37/texte37pkt8+sch%C3%B6nheit+m%C3%A4dchen+stereotype+weibliche+valtin&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;pid=bl&amp;srcid=ADGEESi2nIfq6Af6D2dRZne4-IpA5Waavw0MrM2Ffwhr-QGIklzsFuRt-mmJRwb4woxqxNH8QwQ-H82QLaPOq3vw6CSothDYBmZJ08yYlW1WgYDxX5gqymM1DwtOTsYqFuMJKGwCuLAp&amp;sig=AHIEtbSyFF6LzS7MkWWcXLcLrUS9An4YHw&amp;pli=1" target="_blank" class="external-link-new-window" >immer noch</a> ein Mädchen- bzw. Frauenproblem. <br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Reizthema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 16:25:19 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vogel weg, Freund weg</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/vogel-weg-freund-weg.html</link>
			<description>Nina Kaun zeichnet Verlust und Trennung – und das einmal ganz anders.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Wie man das Thema Abschied und Verlassenwerden faszinierend und ganz neu gestalten kann, zeigt dieses Heft von Nina Kaun. <a href="http://www.rotopolpress.de/produkte/auf-auf-und-davon" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Auf, auf und davon&quot;</a> erzählt die Geschichte eines entflogenen Vogels und das Ende einer Liebe - und damit zwei Stories gleichzeitig. Bilder und Texte sind stark ineinander verwoben, sodass man beim Lesen schnell in die Erzählung eintaucht.</p>
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<p align="center" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_auf-auf-und-davon2_01.jpg.jpg" border="0" height="566" width="400" alt="" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><strong>Empfehlenswert nicht nur für „Frischverlassene“</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Raffiniert verstrickt und eindrucksvoll gezeichnet in roten, schwarzen und braunen Tönen sind Bilder und Text. Die beiden kurzen Erzählungen verschränken sich visuell so ineinander, dass man mitunter nicht sofort erkennt, welcher Text zu welcher Geschichte gehört. Das ist natürlich gewollt, und es macht den Reiz des Heftes aus. Und es verstärkt die Lust, immer wieder aufs Neue darin zu blättern, wobei sich einem bei jedem Mal neue Details erschliessen. Eine schöne Ergänzung sind im übrigen die jeweils englische und französische Übersetzung, die am Ende des Heftes ihren Platz haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Nina Kuan wurde 1975 in Kassel geboren. Nach einem Studium zur Kunsttherapeutin an der FH Ottersberg/Bremen 2005, studierte sie an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration. Heute lebt und arbeitet sie als freie Illustratorin in Kassel. Mehr über Nina Kaun kann man nachlesen unter <a href="http://www.mirabellenbaum.com/" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.mirabellenbaum.com</a></p>
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<p align="center" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_auf_-auf-und-davon1-1_01.jpg.jpg" border="0" height="566" width="400" alt="" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><strong>Kleiner Independent-Verlag mit Qualitätsanspruch</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Erschienen ist das Heft im Verlag <a href="http://www.rotopolpress.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" >„Rotopolpress“</a>, der für sich betrachtet, auch schon etwas Besonderes ist. Dieser wurde 2007 von  Rita Fürstenau, Lisa Röper und Michael Meier gegründet, als sie alle selbst noch Illustration an der Kunsthochschule Kassel studierten. Anfangs diente der Verlag dazu, eigene freie Projekte schnell und unkompliziert zu publizieren. Mittlerweile bietet Rotopolpress als Independent-Verlag auch anderen Illustratoren und Designern die Möglichkeit, ihre Projekte zu veröffentlichen. Wichtig ist dem Rotopolteam die Liebe zum Projekt und die Qualität des fertigen Produkts. Und es interessiert sie das Außergewöhnliche an einer Idee. Um jederzeit Einfluss auf die Produktion zu haben, arbeitet Rotopolpress möglichst mit lokalen Betrieben zusammen.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Fürs Auge</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 15:44:39 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rückkehr zur Menschlichkeit</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/rueckkehr-zur-menschlichkeit.html</link>
			<description>Hier kommt etwas wirklich Neues. Der Dalai Lama entwirft ein Wertesystem, das über alle Religionen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wer immer den deutschen Titel des <a href="http://www.luebbe.de/Buecher/Sachbuch/Details/Id/978-3-7857-2441-5" target="_blank" class="external-link-new-window" >neuen Dalai-Lama-Buches</a> aussuchte und  beschloss - er hat das Buch nicht gelesen. Dem religiösen Oberhaupt der  Tibeter geht es nicht um die &quot;Rückkehr&quot; zu irgendetwas. Dazu hat er die  uralten Forderungen der Weltreligionen viel zu gründlich studiert, weiß&nbsp;  außerdem über moderne Gehirnforschung und Psychologie zu gut Bescheid.  Er will auch keine &quot;neuen Werte in einer globalisierten Welt&quot;, wie es  der deutsche Untertitel behauptet. Der Dalai Lama zeigt mit diesem  schmalen Band etwas sensationell Neues:</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Eine Ethik für die globalisierte Welt</strong><br /> <br /> Die ethischen Lehren von Buddhismus, Hinduismus, Christentum, Islam oder  Judentum lassen sich auch ohne den Glauben an Gott oder Götter, an eine  &quot;höhere Macht&quot; verwirklichen. Und das weit einfacher, als es auf den  ersten Blick aussieht, denn:<br /> <br /> Empathie, Mitgefühl für andere, das Bedürfnis, nicht nur das eigene  Glück zu steigern, sondern auch das Leid anderer zu mindern, steckt in  unseren Genen. Die moderne Gehirnforschung, Vergleiche mit dem Verhalten  unserer Affenvorfahren, psychologische Forschungen von China bis in den  hintersten Winkel des Amazonas-Urwaldes beweisen es täglich aufs Neue:  Evolutionär gesehen ist der Mensch nicht des Menschen Wolf, wie oft  behauptet wird. Oder nur in Ausnahmefällen. Im Normalleben fühlen wir  uns nur wirklich wohl, wenn auch andere sich wohlfühlen. Und daraus  leitet der Dalai Lama seine Ethik für die ganze, globalisierte Welt ab. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Kooperation statt  Konfrontation</strong><br /> <br /> Mag sein, dass sie für Menschen wie mich, die nur an den Zufall der  Evolution glauben, besonders einleuchtend klingt. Ein Blick in die  Morallehren der Religionen und Philosophen (ganz abgesehen von der  aktuellen Neuro- und Genforschung) beweist aber, dass Menschen auf der  ganzen Welt immer wieder die gleichen Grundsätze als grundlegend  verkündet haben. Der Wichtigste dabei ist die <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20111230dalai-lama.jpg.jpg" width="200" border="0" height="330" alt="" />Rücksichtnahme auf andere.  Wenn wir die in unser Leben integrieren - das ist der Kern der neuen  Ethik, die der Dalai Lama hier verkündet -, wenn wir unser Mitgefühl für  andere aktivieren, verhalten wir uns ethisch. Kooperation statt  Konfrontation, Gewaltlosigkeit a la Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und  Martin Luther King statt Kampf und Krieg, Verzeihen statt Sünden der  Vergangenheit immer wieder aufzuwühlen - das bringt uns weiter, ist  wahrscheinlich sogar die einzige Chance, um die Herausforderungen der  Zukunft zu meistern.<br /> <br /> Auch auf sie geht der Dalai Lama in diesem wunderbar  allgemeinverständlich und <a href="http://www.amazon.de/dp/3785724411?tag=r0c2-21" target="_blank" class="external-link-new-window" >ganz ohne lehrerhaft erhobenen Zeigefinger  geschriebenen Morallehre</a> ein, auf Umweltstörung und ethnische Kriege,  auf die Weltfinanzkrise, die Gier nach immer mehr Wachstum und die  Erziehung künftiger Generationen, die nicht mehr durch die religiösen  Überzeugungen ihrer Eltern geprägt werden.&nbsp; Dazu kommt ein <a id="HLSysAdLink3">zweiter</a> Teil, in dem der Dalai Lama über die &quot;Schulung des Herzens durch  geistiges Training&quot; spricht. Auch hier wendet er sich nicht (oder nicht  nur) an alle, die auf der spirituellen Suche nach einer Erleuchtung  sind. Er liefert stattdessen Vorschläge, die auch der Ungläubigste  täglich umsetzen kann. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Nicht leicht, aber machbar</strong><br /> <br /> &quot;Glauben&quot; muss er dazu nur an eines: Dass der Mensch sich selbst, seine  Einstellung zu anderen ändern kann. Das ist, logisch, nicht gerade  leicht, aber machbar. Ein Blick auf die Jahre nach dem letzten Weltkrieg  zeigt aber: Nicht nur der Einzelne kann sich vom Gleichgültigen (oder  Bösen) zu einem besseren Menschen erziehen. Es gelingt auch in der  Masse. Der wachsende Einfluss der UN, die Gründung von Institutionen wie  dem Internationalen Gerichtshof, die Höhe der Spenden, die von den  sogenannten &quot;kleinen Leuten&quot; wie von Milliardären wie Bill Gates für  andere ausgegeben werden, zeigen alle: <br /> <br /> Trotz aller Konflikte wächst die Menschheit zusammen, wird Hass durch  Mitgefühl ersetzt. Damit macht jeder Spender aber nicht nur Bedürftigere  glücklich, sondern auch sich selbst. Schließlich versuchen wir alle ein  Leben lang Glück zu finden und Leid zu vermeiden. Ethische  Voraussetzung für einen solchen Lebensweg des Suchens und Vermeidens ist  das Mitgefühl. Oder um es mit den nüchtern, pragmatischen Worten des  Dalai Lama in diesem Buch zu sagen:<br /> <br /> &quot;Da wir soziale Tiere sind und nur als Teil einer Gruppe oder  Gemeinschaft überleben und gedeihen können, kommt unserer Fähigkeit, uns  in andere einzufühlen, bei unserem Streben nach Glück und Wohlergehen  eine große Bedeutung zu.&quot;<br /> <br /> Wie sagt man in Bayern so treffend? Pack'n wir's an!</p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 17:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nicht nur zur Weihnachtszeit</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/nicht-nur-zur-weihnachtszeit.html</link>
			<description>Eichendorffs Romantik als Kontrapunkt zu den Katastrophen und zum Realismus unserer Zeit.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&quot;Das eigentliche Wesen aller romantischen Kunst&quot;, sagt Joseph Karl  Bendedikt Freiherr von Eichendorff &quot; ist das tiefe Gefühl der Wehmut über  die Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit der irdischen Schönheit.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Wir schreiben heute Anträge statt Gedichte</strong><br /> <br /> Da liegt der Unterschied zwischen dem Romantiker, der vor 200 Jahren  lebte, und uns. Wir schreiben keine Gedichte mehr über Nachtigallen und  ihr Leid. Wir sperren sie auch nicht mehr in Käfige, sondern  unterschreiben einen Antrag, ihre Habitat in ein Bioreservat zu  verwandeln. Lohnt es sich trotzdem, heute noch Eichendorffs Gedichte zu  lesen? Der kleine Band <a href="http://www.amazon.de/gp/reader/3455403328/ref=sib_dp_pt#reader-link" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Und es schweifen leise Schauer&quot; </a>mit seinen  &quot;schönsten Gedichten&quot; (Titelunterzeile) beweist: Es lohnt sich. Und sei  es nur, um sich ganz gebildet zu fühlen, weil man plötzlich weiß, wer  &quot;Mondnacht&quot; geschrieben hat.<br /> <br /> <img class="imageright-im-absatz" title="Mondnacht von Tiktak (photocase.com)" src="uploads/RTEmagicC_20111219mondnachtwald.jpg.jpg" width="250" border="0" height="187" alt="" />&quot;Es war als hätt´ der Himmel<br /> Die Erde leis geküsst,<br /> Dass sie im Blütenschimmer<br /> Von ihm nun träumen müsst.<br /> <br /> Die Luft ging durch die Felder,<br /> Die Ähren wogen sacht,<br /> Es rauschten leis die Wälder,<br /> So sternklar war die Nacht.<br /> <br /> Und meine Seele spannte<br /> Weit ihre Flügel aus,<br /> Flog durch die stillen Lande,<br /> Als flöge sie nach <a class="snap_noshots" id="HLSysAdLink1">Haus</a>.&quot;<br /> <br /> Schön, oder? Heute noch. Auf eine Zeile wie &quot;Die Luft ging durch die  Felder&quot; muss man erst einmal kommen. Uns würde, nehmen wir mal an, wie  könnten dichten, so eine Assoziation gar nicht einfallen. Weil wir  weniger sentimental sind? Wahrscheinlich. Realismus ist das Motto der  Zeit und Nostalgie im Zeitalter von <a class="snap_noshots" id="HLSysAdLink2">Facebook</a>,  Klimakatastrophe und Occupy Wallstreet nicht angesagt. Das Leben ist zu  spannend. Zu viel ändert sich, zu stark sind die Einflüsse von außen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Dunkle Einfärbungen</strong><br /> <br /> <a href="typo3/H.-P.Haack" target="page" class="external-link-new-window" >Eichendorff</a> lebte auch nicht gerade in einer ruhigen Zeit. Der  oberschlesische Landadelige kämpfte immerhin gegen Napoleon und war  nicht nur beim Einzug der siegreichen  preußisch-russischen-österreichischen Armeen in Paris dabei, sondern  blieb ein Jahr lang als Besatzungsoffizier dort. Dann allerdings wurde  er preußischer Beamter, zwar häufig versetzt, aber er führte alles in  allem ein ruhiges Leben. Und dichtete, am liebsten mit einem Bezug auf  verborgene Schmerzen, auf den dunklen Hintergrund des Lebens. <br /> <br /> Weil er überzeugter Katholik war und an Hölle und Fegefeuer glaubte?  Egal. Seine Gedichte zupfen immer noch an den Saiten unseres  Unterbewussten, die gern mal feuchte Augen verursachen. Auch wenn wir  das nicht zugeben wollen. Zum ersten Mal seit der Schulzeit mal wieder  Eichendorff zu lesen, ist eine Freude, denn er hat die urmenschliche  Zwiespältigkeit der Gefühle perfekt in Reime gegossen:<br /> <br /> <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20111219Eichendorff-wikipedia-Denkmal_01.jpg.jpg" width="150" border="0" height="236" alt="" />&quot;Über Bergen, Fluss und Talen,<br /> Stiller Lust und tiefen Qualen<br /> Webet heimlich, schillert, Strahlen!<br /> Sinnend ruht des Tags Gewühle<br /> In der dunkelblauen Schwüle,<br /> Und die ewigen Gefühle,<br /> Was dir selber unbewusst,<br /> Treten heimlich, groß und leise<br /> Aus der Wirrung fester Gleise,<br /> Aus der unbewachten Brust,<br /> In die stillen weiten Kreisen.&quot; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ein gelungener Sammelband an Gedichten von dunkler Schönheit des meistvertonten deutschsprachigen Lyrikers. Und natürlich fehlt auch <a href="http://gedichte.xbib.de/Eichendorff_gedicht_Weihnachten.htm" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Weihnachten&quot;</a> nicht. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 13:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arundhati Roy</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/arundhati-roy.html</link>
			<description>Sie wurde mit »Der Gott der kleinen Dinge« berühmt. Doch Arundhati Roy ist nicht nur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Arundhati Roy schreibt mit ganzem Herzen, sie schreibt um zu provozieren, um zu bewegen. Die weit über die Grenzen Indiens hinaus bekannte Schriftstellerin ist eine der radikalsten VerfechterInnen des gewaltlosen Widerstands gegen staatliche Willkür, gegen Krieg und Umweltzerstörung und gegen die Entrechtung der Armen.  </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><strong><br /></strong></p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong><em>&quot;Was auch immer du tust, heirate nie.&quot;</em></strong></p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Suzanna Arundhati Roy wurde am 24.11. 1961 in Shillong, in Meghalaya als Tochter einer Thomaschristin und eines Hindu geboren und wuchs in Aymanam im südindischen Bundesstaat Kerala auf. Ihre Mutter ließ sich früh von ihrem Vater scheiden und gab ihrer Tochter einen guten Rat mit auf den Weg: <em>»Was auch immer du tust, heirate nie. Und schlaf erst mit einem Mann, wenn du finanziell unabhängig bist.«</em> Roys Kindheit und Jugend war– für ein Mädchen der Mittelschicht – angenehm unkonventionell. Sie konnte frei und unbeaufsichtigt herumstreunen und schwärmt noch heute von dieser Zeit. Das Leben, das ihre Mutter und sie außerhalb der traditionellen indischen Kastengesellschaft führten, hatte jedoch auch Schattenseiten ohne finanzielle Unterstützung und soziale Stabilität.  </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Mit sechzehn Jahren zog Roy von zu Hause aus und lebte mit Freunden in einer Armenkolonie in Neu-Delhi. Ihr neues Heim war eine Hütte aus Wellblech, Geld verdiente sie sich durch das Sammeln und Verkaufen von leeren Flaschen, bis sie schließlich begann, an der &quot;Delhi School of Architecture&quot; zu studieren. Den Rat ihrer Mutter hatte sie nicht befolgt, denn als sie 1984 den Filmemacher Pradeep Kishen traf und heiratete, war dies bereits ihre zweite Ehe. Sie begann, sich für die Produktion von Filmen zu interessieren, spielte kleine Rollen, schrieb mehrere Drehbücher und begann 1992 mit der Arbeit an dem Roman, der sie weltberühmt machen sollte: <a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Gott-der-kleinen-Dinge-Roman/Arundhati-Roy/e336005.rhd" target="_blank" class="external-link-new-window" >»Der Gott der kleinen Dinge«</a>.</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Booker Price für ihren Erstlingsroman<br /></strong></p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Die 1997 erschienene, halb biografische Geschichte spielt in Roys Heimatdorf und erzählt aus der Sicht der Zwillinge Estha und Rahel die Tragödie dreier Generationen aus der christlichen Oberschicht. Starres Kastendenken, die gnadenlose Unterdrückung der Frauen, wegbrechende Lebensgrundlagen und eine in der Katastrophe endende Liebe werden nach und nach aus den halbverschütteten Erinnerungen der Kinder sichtbar. Roys ProtagonistInnen sind verwundet und verzweifelt, sie scheitern an ihren Träumen, aber sie hören nie auf, um die kleinen und die großen Dinge im Leben zu kämpfen.</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" class="bodytext">Zwei britische Verlage zeigten Interesse an dem Manuskript, doch bevor Roy sich für einen von ihnen entscheiden konnte, hatte der Literaturagent David Godwin es gelesen, bestieg kurz entschlossen ein Flugzeug von England nach Indien und überzeugte sie, ihn als ihren Manager einzustellen. Er machte seinen Job gut: kurze Zeit später überboten sich acht Verlagshäuser gegenseitig, bis Roy die Publikationsrechte schließlich an Random House verkaufte. »Der Gott der kleinen <img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20111128Arundhati_roy_2.jpg.jpg" height="225" width="300" border="0" alt="" />Dinge« erhielt noch im selben Jahr den britischen Booker Prize und ist bis heute in 21 Ländern verlegt worden.</p>
<p align="left" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="left" class="bodytext"><strong>Politisches Engagement</strong></p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Arundhati Roy nutzte in der Folgezeit ihre finanziellen Mittel und ihre internationale Berühmtheit, um sich wirkungsvoll politisch zu engagieren. Sie setzte sich vor allem gegen die atomare Aufrüstung Indiens und Pakistans ein und wandte sich in ihren Schriften gegen den Raubbau an der Natur und die Ausbeutung der ärmsten Teile der indischen Bevölkerung, insbesondere der Dalit und der Adivasi. So hielt sie in ihrem Essay <em>»…dann ertrinken wir eben« </em>fest, wie diese von Regierung rücksichtslos vertrieben wurden, um Platz für ein Staudammprojekt an der Narmada zu schaffen. In ihren Texten beschäftigte sich nun ganz mit der Skizzierung von politischen und sozialen Themen. <em>»Als Sklavin, die sich erdreistet, ihren König zu kritisieren«</em> wurde sie zu einer der bekanntesten Sprecherinnen der Umwelt- und Friedensbewegung, kritisiert scharf den Irakkrieg der USA und fordert zu zivilem Ungehorsam und offenem Widerstand gegen neoliberale Globalisierungsprozesse auf.</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">2004 wurde Arundhati Roy für ihr Engagement mit dem &quot;Sydney Peace Prize&quot; ausgezeichnet. Anfang 2006 sollte ihr Nachrichten zufolge der höchste indische Literaturpreis verliehen werden, sie jedoch lehnte mit der Begründung ab, sie könne die vom Staat finanzierte Auszeichnung nicht annehmen, da sie gegen verschiedene Aspekte der indischen Regierungspolitik Abscheu hege.</p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>
<p align="left" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">Im April 2010 bereiste Roy die Dschungel Zentralindiens und besuchte die dort lebenden marxistischen Guerillagruppen. Für den Bericht ihres Besuchs, <em>»Wanderung mit den Genossen«</em>, in welchem sie ihre Sympathie mit der Gruppe bekundet, wurde ihr mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht. Statt sich zu entschuldigen, spricht sie von einem <em>»Krieg gegen die Armen«</em> und fordert die Regierung auf, sich endlich für die Benachteiligten im eigenen Land einzusetzen, denn, so Roy, <em>»es reicht nicht mehr, nur Recht zu haben. Wir müssen gewinnen.«</em></p>
<p align="justify" class="bodytext"><br />.................................................................................................................................   </p>
<p align="justify" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="justify" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Original-FemBiografie zu Arundhati Roy unter <a href="http://www.fembio.org/" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.fembio.org.</a> </p>
<p align="justify" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p align="justify" style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">.................................................................................................................................   </p>
<p align="justify" style="margin-bottom: 0cm" class="bodytext"><br /> </p>]]></content:encoded>
			<category>Starke Frauen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:50:21 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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