<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
		<link>http://www.misstilly.de/</link>
		<description>Don't miss tilly</description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>Neue Artikel auf MissTilly.de</title>
			<url>http://www.misstilly.de/EXT:tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.misstilly.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Don't miss tilly</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Fri, 03 Sep 2010 08:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Ab jetzt wird nur noch im Keller gelacht!? </title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/ab-jetzt-wird-nur-noch-im-keller-gelacht.html</link>
			<description>Schicken Sie den Ernst des Lebens einfach mal weg, denn er ist eine Spaßbremse.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vorbei sind die Ferien und aus vielen Kindergarten- sind Schulkinder geworden. &#8222;Jetzt beginnt der Ernst des Lebens&#8220; &#8211; diesen Spruch habe ich als Spross immer verabscheut. Eigentlich hat sich bis heute nichts daran geändert. Was soll damit überhaupt gesagt werden? Kind, die unbeschwerte Zeit ist vorbei, ab heute wird nur noch im Keller gelacht? Grr. Wenn die Schulzeit beginnt, bringt das nun mal große Veränderungen mit sich und Entwicklungen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Aber entwickeln sich kleine (und große) Menschen nicht tagtäglich, auch scheinbar unmerklich und neu? Schule kann Spaß machen und lustig sein, Freude am Lernen inklusive. Warum also Angst vor dem noch Unbekannten wecken, das von Kindern naturgemäß aufgeschlossen entdeckt werden will? Ich wünsche allen Kindern, dass sie über diesen komischen Ernst lachen können.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Vielleicht <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3522431553/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_1?pf_rd_p=471061493&amp;pf_rd_s=lpo-top-stripe&amp;pf_rd_t=201&amp;pf_rd_i=3522432304&amp;pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_r=0N7PJPX9GH90YD8QZ6HE" target="http://www.amazon.de/gp/product/3522431553/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_1?pf_rd_p=471061493&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=3522432304&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=0N7PJPX9GH90YD8QZ6HE" class="external-link-new-window" >hilft ihnen dabei das Buch</a> von Sabine Jörg und Ingrid Kellner. Dort ist &#8222;der Ernst&#8220; nämlich der Sitznachbar von Erstklässlerin Annette, die bis dahin mit Schule nur mulmige Vorstellungen verband. Am Ende beschließt Annette, sich von den Großen nie mehr Angst machen zu lassen. Da bleibt auch den erwachsenen Lesern oft nur ein Schmunzeln übrig. Apropos Leser. Vielleicht gehören Sie zu den Allwetterschmökern, die sowohl am Strand ein paar Sandkörner zwischen den Buchseiten des spannenden Krimis in Kauf nehmen als auch bei herbstlichen Temperaturen in eine Decke gekuschelt große und triviale Literatur verschlingen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="mailto:redaktion@misstilly.de" class="external-link-new-window" >Verraten Sie uns doch</a>, welches Ihr Lieblingsbuch ist! Und &#8211; wenn Sie möchten &#8211;, warum es das ist. So haben andere Leser auch etwas davon, wenn sie einen Buchtipp bei Miss Tilly vorfinden.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Women only</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>So Siebensachen: Ein Gewinnspiel der Ringelsuse</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/die-ringelsuse-gewinnspiel.html</link>
			<description>Nicht zu lange grübeln. Einfach machen. Das war das Motto, unter dem der eigene Onlineshop...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><em>Nach einem längeren Aufenthalt in Peru gründete Caro ihren Onlineshop &quot;Ringelsuse&quot; &#8211; mit vielen Produkten, die man nirgendswo anders findet. Darunter: auch dieser ungewöhnliche Flaschenöffner, den sich unsere Leserinnen ganz leicht in die eigene Hosen- oder Handtasche zaubern können. Nehmen Sie einfach an einer Verlosung teil, die im Anschluss an das Interview zu finden ist.&nbsp;</em></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><em><strong>Wie kamst du auf die Idee zur &quot;Ringelsuse&quot;?</strong></em><br />Ich habe mal ein Praktikum im peruanischen Hochland gemacht. Nach kurzer Zeit war ich in der Stadt bekannt wie ein bunter Hund. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Irgendjemand setzte das Gerücht in die Welt ich wolle peruanische Produkte nach Deutschland importieren. Daraufin wurden mir von einheimischen Händlern etliche Produkte angeboten mit der Bitte, ich solle sie doch in Deutschland für sie vertreiben. Da war von traditionellen Ponchos über Limetten bis hin zu Meerschweinchen, die in Peru als Delikatesse gelten, so ziemlich alles dabei.  Ich habe diese Export-Idee dann weitergesponnen und mich dafür entschieden meine kreative Ader auszuleben, habe meinen Bruder noch mit ins Boot genommen und die Ringelsuse gegründet.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><em><strong>Wer kümmert sich um das Design der Produkte, die ihr anbietet?</strong></em></p>
<p class="bodytext">Ich designe alles selbst, sammle meine Ideen und fahre dann einmal im Jahr nach Lima um sie umzusetzen. Dort gibt es einen riesigen und sehr chaotischen Markt, auf dem Unmengen von Stoffen und Nähutensilien angeboten werden. <img src="uploads/RTEmagicC_20100831.ringelsuse3.jpg.JPG.jpg" class="imageright-im-absatz" width="300" height="225" border="0" alt="" />Dort suche ich die schönsten Materialien aus und bespreche mit Daniel meine genauen Vorstellungen. Er fertigt Modelle an, die wir gemeinsam solange verändern und verschönern, bis am Ende alles stimmt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><em><strong>Wie hast du Daniel in Peru kennengelernt? Und wie läuft die Bestell- und Liefer- abwicklung zwischen euch (und den Kunden direkt)?</strong></em> <br />Ich habe mich in Lima direkt auf die Suche nach dem Mitarbeiter meines Vertrauens begeben. Dazu habe ich auf einigen Märkten Nachforschungen angestellt und mich mit mehreren potenziellen Geschäftspartnern getroffen. Bei Daniel hatte ich gleich ein gutes Gefühl. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Er setzt meine Ideen sehr gut um, bringt aber auch eigene Verbesserungsvorschläge mit ein und vor allem kann ich mich auf ihn verlassen. Das ist sehr wichtig, da die Bestellungen und Absprachen zwischen uns per Mail und Telefon ablaufen. Er kümmert sich vor Ort auch um die korrekte Etikettierung und den Versand der Produkte und mit deutschen Behörden ist bekanntlich ja nicht zu spaßen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong><em>Kann Daniel von dieser Arbeit inzwischen leben? Oder stellt er auch noch für andere her?</em></strong></p>
<p class="bodytext">Früher hat Daniel in  Fabriken einiger großer Modeketten gearbeitet. Davon hat er, wie man sich wahrscheinlich denken kann, nicht viel Gutes berichtet. Seit kurzem ist er nun hauptberuflich für die Ringelsuse tätig. &nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong><em><img style="width: 200px; height: 267px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; padding-left: 10px" src="uploads/RTEmagicC_20100831.ringelsuse_4.jpg.JPG.jpg" class="imageleft-im-absatz" alt="" />Was machst du selbst denn noch - neben deiner Arbeit mit der &quot;Ringelsuse&quot;?&nbsp;</em></strong></p>
<p class="bodytext">Ich studiere Romanistik, bin 28 Jahre alt und habe vor zwei Wochen meine Magisterarbeit abgegeben. Mit dem Studium habe ich in Leipzig angefangen, bevor es mich zum Hauptstudium aber dann doch wieder in meine Heimatstadt Frankfurt verschlagen hat.<strong><em><br /><br /></em></strong></p>
<p class="bodytext"><em><strong>Lief denn von Anfang an alles ganz ohne Probleme? &nbsp;</strong></em><br />Ich hatte am Anfang schon Bammel. Die allerersten Verträge &#8211; und dann auch noch auf Spanisch. Daniel war aber sehr offen und bereit sich auf unser Projekt einzulassen. Zusammen haben wir zig Behörden abgeklappert und eine halbe Ewigkeit bei der deutsch-peruanischen Handelskammer verbracht. Welche Materialien darf man in Deutschland verkaufen, wie muss das alles gekennzeichnet werden, und zuguterletzt gibt es ja auch noch die Zollbestimmungen. Mit viel Geduld und gegenseitigem immer-wieder Mut-machen hat aber letztendlich alles gut geklappt.</p>
<p class="bodytext"><br /><strong><em>Ist die Konkurrenz von guten Onlineshops im Internet nicht groß</em></strong>?<br />Ja, da gibt es eine Menge, in denen ich auch sehr häufig mein Geld lasse. Ich empfinde unsere Produkte aber als etwas sehr eigenes. Ein kleiner individueller Laden ist oft interessanter als eine große Modeplattform.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><em><strong>Wie sehen deine weiteren Pläne mit der &quot;Ringelsuse&quot;, aber auch sonstige&nbsp;<br />berufliche Pläne aus? </strong></em><br />Ich werde mich nach meinem Studium erst einmal voll und ganz der Ringelsuse&nbsp;<br />widmen. Ich habe schon unzählige neue Produktideen. Nächstes Frühjahr wird es eine neue Kollektion geben, unter anderem auch mit Ledertaschen, Unterwäsche und ganz vielen neuen Accessoires. <img src="uploads/RTEmagicC_20100831.ringelsuse2.jpg.JPG.jpg" class="imageright-im-absatz" style="width: 178px; height: 133px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; padding-left: 10px" alt="" />Mir ist es wichtig, erst einmal den Bekanntheitsgrad meines Labels zu erhöhen, längerfristig ist mein Ziel bei größeren Ketten und im europäischen Ausland vertreten zu sein.</p>
<p class="bodytext"><br /><strong><em>Was würdest du anderen jungen Frauen, die ähnliches vorhaben, als Rat auf den Weg geben?</em></strong><br />Nicht zu lange grübeln und sich vorher nicht jedes Horrorszenario ausmalen. Einfach machen und schauen was passiert...<br /><br /><br />...............................................................................................................................................................</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_20100831.ringelsuse_1.jpg.JPG.jpg" style="width: 150px; height: 100px; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; padding-left: 10px" class="imageright-im-absatz" alt="" />Gewinnen Sie hier nun <a href="http://ringelsuse.de/produkt/Flaschenoeffner-Schluessel.php?PHPSESSID=4a62d3c79b872f410a1a9f0a76e94f64" target="http://ringelsuse.de/produkt/Flaschenoeffner-Schluessel.php?PHPSESSID=4a62d3c79b872f410a1a9f0a76e94f64" class="external-link-new-window" >einen Flaschenöffner</a> aus dem Produkt- angebot der Ringelsuse &#8211; ohne viel Aufwand: Alles, was Sie tun müssen, ist eine Mail an die Redaktion von MissTilly.de (<a href="mailto:redaktion@misstilly.de" >redaktion@misstilly.de</a>) schicken. Und schon sind Sie dabei: Unter den Einsendungen, die uns bis zum 27. September 2010 erreichen, verlosen wir einen Flaschenöffner &#8211; der neben Flaschen vermutlich auch Augen um einen herum öffnen kann.&nbsp;<br /><br /><br /><br /></p>
<p class="bodytext"><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Anderswo</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 11:07:51 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Monika Mann </title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/monika-mann.html</link>
			<description>Das ungewöhnliche Leben der talentierten - und wohl am meisten unterschätzten Persönlichkeit der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Familie des Nobelpreisträgers Thomas Mann ist für die Deutschen so etwas wie die Königsfamilie in Großbritannien &#8211; und tatsächlich wurden sie auch schon &quot;Die deutschen Windsors&quot; genannt. Doch das Leben der Tochter Monika bleibt lange im Schatten. Die deutsche Schriftstellerin und Feuilletonistin Monika Mann übt sich in Jugendjahren zunächst vielversprechend am Klavier, aus Mangel an Anerkennung in der Familie bricht sie dies ab und verbringt Jahre in Paris, München, Frankfurt und Berlin. Ihr Leben und den Besuch kunsthandwerklicher Schulen finanzieren die Eltern. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Minderwertig und sonderbar</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Falls ich Ihnen kein Begriff bin: das vierte der sechs ungeratenen  Mann-Kinder&#8220; &#8211; so stellte sich einst Monika Mann selbst vor (1972,  Briefdokument). Bekanntheit kann die im Jahr 1910 geborene Mann-Tochter  tatsächlich erst jetzt erringen, da die Biografin Karin Andert so  empathisch ihre Lebensgeschichte porträtiert und Hannelore Elsner aus  ihrem New Yorker Tagebuch liest. Literaturkritiker und Filmemacher sahen  an ihr vorbei, oder sie orientierten sich am Urteil Katia und Thomas  Manns: Diese stellten ihre Tochter als minderwertig und sonderbar dar.</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Im Mai 1933 emigriert sie und folgt ihrer Familie nach Sanary-sur-Mer. Im Jahr 1934 nimmt sie in Florenz ihr Klavierstudium wieder auf und begegnet dem aus Ungarn stammenden Kunsthistoriker Jenö Lányi, ihrem späteren Ehemann. Nach dem Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft nimmt sie die tschechoslowakische an. 1940 erhält das Ehepaar in England von der kanadischen Regierung die ersehnten Einreisepapiere und kann dem Londoner Blitzkrieg entkommen. Die Überfahrt nach Kanada endet jedoch in einer Katastrophe. Bei der Torpedierung des Schiffes durch ein deutsches U-Boot kommt Monika Manns Ehemann ums Leben. Es ist ein Verlust, der für lange Zeit ihre Gefühlswelt prägt. Monikas Rettung durch einen englischen Zerstörer und ihr erneuter Aufbruch von Schottland führt aber nicht wirklich in ein neues Leben. In Amerika ignorieren ihre Eltern ihre Traumatisierung und ihren Drang nach einem Neuanfang. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Literarisches Schaffen<br /></strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.amazon.de/Das-fahrende-Haus-Leben-Weltb%C3%BCrgerin/dp/3499245132/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1280233591&amp;sr=8-1" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20100727fahrendes-haus-cover.jpg.jpg" border="0" height="200" width="200" alt="" /></a>Von 1943 bis 1952 lebt sie allein in New York. Nach einem erneuten Versuch, als Pianistin zu leben, wendet sie sich der schriftstellerischen Tätigkeit zu. Trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft sieht sie ihr zukünftiges Leben in Europa. In einer landschaftlich schönen Gegend, auf Capri, lebt sie wunschgemäß schließlich 32 Jahre lang und schreibt fünf kleine Bücher und publiziert regelmäßig in Schweizer Zeitungen und deutschen und italienischen Zeitschriften ihre Feuilletons. Ihre letzten Lebensjahre verbringt sie im familiären Umfeld ihres Bruders Golo in Pflege. Am 13. März 1992 stirbt sie in Leverkusen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Späte Gerechtigkeit</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Elke Bergmann, Die Buchhändlerin und Expertin zur Familie Mann: &quot;Es ist an der Zeit, dass die Talente der übersehenen  Mann-Tochter Monika endlich ins Interesse einer Öffentlichkeit rückt,  die sich allzu lange nur mit den Erfolgen der Manns beschäftigte. Monika  Mann, die vor 100 Jahren geboren wurde, widerfährt jetzt eine späte  Gerechtigkeit.&#8220; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ein Porträt von Monika Mann findet sich auf dem FrauenbiographiePortal <a href="http://www.fembio.org/" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>www.fembio.org</strong></a> von Professorin Luise F. Pusch.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">................................................................................................</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auf dem Familienfoto ist Monika Mann das Mädchen ganz links außen - Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Mann" target="_blank" class="external-link-new-window" >wikipedia.com</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Starke Frauen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:58:29 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Als vom Feminismus noch keine Rede war</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/als-vom-feminismus-noch-keine-rede-war.html</link>
			<description>Kein leichtfüßiges Geplauder: Ein Buch rückt prominente Frauen ins Licht, die bereits  im 19....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Man darf diese Lebensläufe eigentlich nur mit Vorsicht interpretieren. Für einige liegt nämlich nur wenig biographisches Material vor, das zu einer Begegnung einlädt: Maria Montessori etwa führte kein Tagebuch, hinterließ nur eigene Bücher, neben einigen Aufzeichnungen ihres Sohnes. Dennoch wird wohl niemand dieser Reformpädagogin heute den Platz absprechen wollen, den auch Elke Pilz ihr in einem Buch über &#8222;Bedeutende Frauen im 19. Jahrhundert&#8220; einräumt.&nbsp;<br /><br />&#8222;Hilf mir, es selbst zu tun&#8220; lautet das Motto der Montessori-Schulen, die von der Maria Montessori vor mehr als hundert Jahren gegründet wurden. Erschüttert von den Zuständen, die sie in einem Heim für geisteskranke Kinder gesehen hatte, beschloss die junge Italienerin, sich beruflich um die Pflege und Erziehung so genannter schwachsinniger Kinder zu kümmern. Ihrer Überzeugung nach war der desolate Zustand der &#8222;Idioten&#8220; hauptsächlich ein pädagogisches Problem, das man mit behutsamer und gezielter Förderung positiv beeinflussen konnte.&nbsp;<br /><br />Montessoris Ansatz kam einer Revolution in Pädagogik und Kinderpflege gleich: Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden geistig oder körperlich eingeschränkte Kinder nicht gefördert, sondern im günstigsten Falle in Heimen und Kliniken verwahrt. Maria Montessoris Laufbahn als mutige und erfolgreiche Ärztin und Pädagogin ist exemplarisch für viele Frauen, die im 19. Jahrhundert in Männerdomänen vordrangen &#8211;&nbsp;und als Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Ärztinnen, bildende Künstlerinnen oder Forscherinnen wirkten. Das 19. Jahrhundert markiert den Aufbruch in die Moderne, mit wegweisenden Innovationen in Wissenschaft und Technik und einem neuen, kühneren Umgang mit den Künsten. &nbsp;<br /><br /><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20100825.als_vom_feminismus_noch_keine_rede_war_2.jpg.jpg.jpg" border="0" height="280" width="280" alt="" />Auch die Rolle der Frau veränderte sich, wenn auch langsam, denn &#8211; und das hat sich bis heute ja&nbsp; nicht grundlegend geändert &#8211; Frauen gehörten nach traditionellem Verständnis ins Haus, an den Herd und an die Wiege. Höhere Schulbildung für Mädchen war mehr als rar. Und auch wenn in Italien das Frauenstudium ab ca. 1850 erlaubt war, war die Medizinstudentin Maria Montessori eine  Ausnahme. Frühe Frauenrechtlerinnen wie die Pädagogin Betty Gleim, die schon 1806 gleiche Bildung für Mädchen und Jungen forderte, trugen wie die libertinären Schriftstellerinnen Malwida von Meysenburg, George Sand und George Eliot dazu bei, dass Frauen allmählich selbstbewusster wurden und sich mit ihren Werken und Ideen an die Öffentlichkeit wagten.&nbsp;<br /><br />Künstlernamen wie George Sand und George Eliot verweisen allerdings auf einen aus heutiger Sicht schwer zu begreifenden, damals notwendigen &#8222;Trick&#8220;: die Verheimlichung weiblicher Urheberschaft, damit Werke überhaupt gedruckt werden konnten. Dies ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Hindernisse, denen weibliches  Emanzipationsstreben ausgesetzt war. In vielen Bereichen führten dieses erst im 20. und 21. Jahrhundert dann auch ins Ziel.&nbsp;<br /><br />Und dennoch: Künstlerinnen und Autorinnen der damaligen Zeit nahmen die spätere Frauenbewegung vorweg, auch wenn vor 200 Jahren von Feminismus noch keine Rede war.- das jedenfalls ist der Tenor des lesenswerten Buches, das die Soziologin und Psychotherapeutin Elke Pilz herausgegeben hat. Der Essayband entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts des Instituts für Tiefenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppentherapie Berlin &#8211;&nbsp;dementsprechend wissenschaftlich sind auch die Texte.&nbsp;<br /><br />Die Porträts leisten dabei vor allem eins: Sie wecken den Drang, sich mit den Arbeiten und Ideen der elf hier ins Licht gerückten Frauen zu befassen. Man könnte zum Beispiel Annette von Droste-Hülshoffs Novelle &#8220;Die Judenbuche&#8221; wieder lesen, die man zuletzt vor vielen Jahren im Schulunterricht in Händen hielt. Auch die Bücher von Selma Lagerlöf, Louise Seidlers Gemälde und die nachhaltigen gesellschaftlichen Errungenschaften von Frauen wie Betty Gleim verdienen die (erneute) Beschäftigung mit ihnen.&nbsp;<br /><br />Vorgestellt werden Betty Gleim, Louise Seidler, Annette von Droste-Hülshoff, George Sand, Elisabeth Barrett-Browning, Malwida von Meysenbug, George Eliot, Ellen Key, Meta von Salis, Selma Lagerlof, Maria Montessori.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::&nbsp;<br /><br /><strong>Christina Mohr</strong> arbeitet beim Campus Verlag in Frankfurt. Nach Feierabend schreibt sie für das Online-Kulturmagazins <a href="http://www.satt.org/neu.html" target="http://www.satt.org/neu.html" class="external-link-new-window" >satt.org</a>, rezensiert Platten und Bücher, gelegentlich auch für andere Websites wie melodiva.de, titel-magazin.de und Zeitschriften wie Missy Magazine. <br /><br />:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /></p>
<p class="bodytext"><strong>Bildnachweise:&nbsp;</strong></p>
<p class="bodytext">1. Maria Montessori (Bild via Wikipedia)</p>
<p class="bodytext">2. Königshausen &amp; Neumann Verlag, Buchcover. &nbsp;<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 11:57:29 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Meine Vagina mag keine Guacamole</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/meine-vagina-mag-keine-guccamole.html</link>
			<description>Ich war heute bei einem bekannten deutschen Discounter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ich war heute bei einem bekannten deutschen Discounter, der nicht mit A anfängt, einkaufen. Als mir einfiel, dass ich noch einen bestimmten Damenhygieneartikel bräuchte. Dieser war auch vorrätig. Trotzdem stutzte ich, als ich die Verpackung in der Hand hielt. In besagtem Artikel ist Avocado enthalten. Wofür braucht man dieses? Insbesondere in der Intimzone? Wie gesagt: Ich benutze Avocados in der Regel für Guacamole und nicht für die Regel.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Also lass ich mir die Beschreibung etwas genauer durch. Und dort stand es: Diese Slipeinlage würde mich herrlich frisch nach Avocado riechen lassen.<br />???<br />???</p>
<p class="bodytext"><br />Wer zum Geier will das? Für den Frischegedanken habe ich ja noch Verständnis. Und dass jede Dame einen anderen Duft bevorzugt und manche sogar unbeduftet durchs Leben gehen, auch. Ich stelle mir gerade gewisse Situation vor. Man wird mit seinem Partner intim und dieser ruft plötzlich auf: &quot;Sollen wir morgen mexikanisch essen gehen?&quot;</p>
<p class="bodytext"><br />Liebe Slipeinlagen-Duftdesigner. Das geht doch gar nicht. Verzichtet ganz auf Düfte oder nehmt 08/15. Und bitte forscht nicht weiter: Selbst der Geruch nach Pommes rot/weiß und Currywurst macht eine Frau nicht unbedingt attraktiver.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Anita Römgens ist ein lebenslustiges Landei vom linken Niederrhein,  das gerne schreibt und viel reist. Der Hauptjob als Betriebswirtin zahlt  die Miete, ist aber nicht wirklich spannend. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::</p>]]></content:encoded>
			<category>Women only</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 07:42:55 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauen, die Männern den Kopf verdrehen</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/frauen-die-maennern-den-kopf-verdrehen.html</link>
			<description>Schön, schlau, schnatterhaft: &#8222;Sex and the City&#8220; hat die Tussi als Frauentyp...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Carrie, Samantha, Charlotte, Miranda &#8211; früher nannte man solche Frauen wahrscheinlich Schnepfen oder auch Zicken, aber das würde es heute nur sehr unzutreffend benennen, besser ist tatsächlich: Alles Tussis. Diese Zuschreibung bedeutet zwar &#8211; wie bei der Zicke &#8211; &#8222;du gehst mir furchtbar auf die Nerven&#8220;, aber zugleich vermittelt sie so etwas wie Respekt und Sexiness, eine erotische Aura jedenfalls, die zugleich antörnt und nervt. Und mehr als das.<br /><br />Seit nun also Teil 2 des Films &#8222;Sex and the City&#8220; in die deutschen Kinos gekommen ist, seit das fröhliche Tussen-Quartett um Carrie Bradshaw wieder vereint durch New York (beziehungsweise diesmal ausnahmsweise durch die Wüste) zieht, ist erneut Weiber-Zeit, da feiert das neuzeitliche Prinzip Tussi seine Blüte, ein Prinzip, das mit der gleichnamigen Fernsehserie &#8222;Sex and the City&#8220; schon vor gut zehn Jahren einen neuen Typus Frau aufs Tapet hievte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Kann ich Sex haben wie ein Mann?</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;<br />Die Tussi würde vermutlich von sich behaupten: Klar bin ich eine, und das ist auch gut so. Über sie könnte man sagen, dass sie ihr eigener Herr ist, ihr eigenes Geld verdient, Spaß hat, nicht blöd ist, für die Wohnung eine Putze hat und von den Männern vor allem eines will, nämlich Sex. Und wenn die Typen das nicht kapieren, dann sagt die Tussi denen das auch ins Gesicht, die Tussi macht sich nämlich nicht mehr ins Hemd.<br /><br />So fing das damals jedenfalls an, schon in den ersten Folgen von &#8222;Sex and the City&#8220; hieß die Herausforderung für das Damen-Quartett: Kann ich Sex haben wie ein Mann? Heißt: Muss ich mich nicht gleich &#8222;verlieben&#8220;;, unterwerfen und auf immer und ewig &#8222;binden&#8220;? Und es funktionierte, zunächst zumindest.<strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="bodytext"><br />Diese Tussi jedenfalls ist &#8211; wenn man so will &#8211; aus der Art geschlagen in der langen Reihe emanzipatorischer Bemühungen und gendertechnischer Auswüchse, ganz anders noch, als es sich die Feministinnen der 60er, 70er und 80er gedacht haben mögen: Einerseits ist sie selbstständig, beruflich wie privat, endlich nicht mehr in einem Abhängigkeitsverhältnis von einem Ernährer gefangen, andererseits aber hysterisch überdreht, marketinggesteuert und, zumindest gedanklich, etwas übersexualisiert.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Design bestimmt ihr Bewusstsein</strong></p>
<p class="bodytext"><br />Ein typisches Produkt der 90er eben, der &#8211; wie es so schön hieß &#8211; Spaßgesellschaft. Oder vielleicht gar kein Produkt, sondern der eigentliche Impuls: Plötzlich kam &#8222;Spaß&#8220; in die Sache durch diese Art Frauen, &#8222;Spaß&#8220; wurde die Kategorie, um die sich das Leben drehte, &#8222;Spaß&#8220; war das pure Glück &#8211; nicht das ewige und zumeist in theoretischen und ideologischen Exzessen ausartende Getue um Wohlstand, Gerechtigkeit oder gleich den Weltfrieden, was noch ein paar Jahre zuvor das Nonplusultra gewesen war. (Abgesehen davon, dass Carrie und die anderen Tussis tatsächlich in ziemlichem Wohlstand und jeder Menge Frieden leben.)</p>
<p class="bodytext"><br /><img src="uploads/RTEmagicC_20100823sexandthecity2.jpg.jpg" class="imageright-im-absatz" border="0" height="326" width="230" alt="" />Frauen, deren Lebensinhalt nicht mehr aus Kindern, Kirche, Kochtopf besteht, schrieben sich hier nun das Motto &#8222;Fun, Fashion, Friendship&#8220; &#8211; wie der &#8222;Sex and the City2-Verleih das heute noch nennt &#8211; auf die Stirn. Design bestimmte fortan das Bewusstsein, diese Tussis waren entpolitisiert - oder anders: Sie waren gewissermaßen postpolitisch. Die &#8222;Gesellschaft&#8220; in Form von politischen Codes und Rahmenbedingungen kam hier nicht mehr vor, wozu auch? Gesellschaft &#8211; das war die Party am Freitagabend mit reichlich Cosmopolitan und vielen schönen Menschen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;<br />Es geht bei diesen Tussis viel um den äußeren Schein. Nichts ist geblieben von den 80ern, als noch die anstrengende Sehnsucht nach &#8222;inneren Werten&#8220; vorherrschte und (vor allem von Frauen) gern die Berücksichtigung der Kategorie &#8222;Charakter&#8220; im Paarungsverhalten eingefordert wurde. Frauen wollten in der grauen Vorzeit ja nicht mehr &#8211; jedenfalls schien das so &#8211; in Kategorien wie &#8222;blond, hübsch und dicke Dinger&#8220; wahrgenommen werden; hier nun ist ihnen das völlig egal. Oder im Gegenteil, in &#8222;Sex and the City&#8220; war die Wahrnehmung als &#8222;Objekt&#8220;, ja sogar als Objekt der Begierde, gewollt. Sie wurde Teil des eigenen Selbstverständnisses, das eigene Selbstbewusstsein zog daraus Kraft.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Anders als zuvor. Und anders als gedacht.</strong></p>
<p class="bodytext"><br />Das ist es wahrscheinlich auch, was Feministinnen wie Alice Schwarzer am meisten an diesen Tussis irritierte und irritiert: Dass die Sex, Verlangen, Begierde, Körper eben nicht verstecken, weder verbal noch unterm Schlabberpulli, sondern im Gegenteil das alles in die Waagschale werfen. Und das tun sie ja auch immer noch, auch in der Realität.<br /><br />Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von dem Fall, der sich gemeinhin &#8222;dumme Tussi&#8220; nennt, sondern von dem Typ Frau, der sich seiner erotischen Strahlkraft bewusst ist, sie unverhohlen einsetzt, aber auch gegebenenfalls drübersteht, sodass die sexuelle Aura nicht als plattes, penetrantes, dümmliches Ding daherkommt, sondern als Spiel. Oder was tun moderne Tussis wie Charlotte Roche, Barbara Schöneberger, Sarah Wagenknecht, Silvana Koch-Mehrin oder Anne Will anderes?<br /><br />Andererseits und zurück zu &#8222;Sex and the City&#8220; ist der Drang, &#8222;attraktiv&#8220; und en vogue bleiben zu wollen, natürlich auch anstrengend. Wenn die Damen in jeder neuen Szene ein neues hübsches Kleidchen anhaben, der wichtigste Raum in ihren Wohnungen der begehbare Kleiderschrank ist, 400 Dollar für ein paar Sandalen auszugeben irgendwie normal ist, fragt man sich schon, ob man nicht im falschen Film ist. Machen die wechselnden Schuhe, Klamotten, Taschen mit den allzeit sichtbaren Designerlogos aus &#8222;Sex and the City&#8220; nicht einen Home-Shopping-Kanal für die etwas auf sich haltende Frau von heute?</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Ist wirklich alles so simpel? Und der Mann im Tussi-Kosmos schlecht dran?</strong></p>
<p class="bodytext"><br />Als Mann sitzt man dann verwundert davor und denkt sich: Stimmt es also doch, dass Frauen durchdrehen, wenn sie die &#8222;richtigen&#8220; Schuhe sehen, es ist wirklich alles so simpel, wie wir es schon immer geahnt haben: Solche Tussis toben sich stundenlang im Schuhladen aus und wenn unsereins geduldig dabei bleibt und am Ende mit der Kreditkarte wedelt, ist die Welt in Ordnung.<br /><br />Der Mann im Übrigen hat es ohnehin nicht leicht in diesem Tussi-Kosmos, obwohl das Anspruchsprofil nicht besonders groß ist: Breite Schultern muss er haben, und eine dicke Brieftasche ist auf jeden Fall von Vorteil. Mr. Big, der von Carrie Umschwirrte, heißt nicht umsonst so und ist nicht zufällig irgendeine große Immobiliennummer. Es kommt gut, wenn er bei der gemeinsamen Wohnungssuche das überteuerte, von Carrie mit juchzenden Ahhhs und Ohhhs begleitete neue Penthouse mal eben so aus der Portokasse bezahlt. Geld ist sexy, da geht nun mal nichts drüber.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /><strong><img style="width: 106px; height: 150px;" src="uploads/RTEmagicC_20100820._frauen__die_maennern_den_kopf_verdrehen_1._jpg_02.JPG.jpg" class="imageright-im-absatz" alt="" />Andreas Lehman</strong><strong>n</strong> arbeitet als Redakteur beim &#8222;Magazin&#8220;, wo der vorliegende Text zuerst erschien. Wir dank<strong></strong>en für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das &#8222;Magazin&#8220;-Heft 6/2010 enthält noch viele andere lesenswerte Beiträge zum Thema &#8222;Freche Frauen&#8220;&#8211; und ist mit <a href="http://www.dasmagazin.de/2010/titelbilder.html" target="http://www.dasmagazin.de/2010/titelbilder.html" class="external-link-new-window" >einem Klick hier</a> zu finden (und auch noch zu bestellen).<br /><br />:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Weibchenschema</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 19:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>50 Jahre: Die Pille - mehr als ein Verhütungsmittel</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/50-jahre-die-pille-mehr-als-ein-verhuetungsmittel.html</link>
			<description>Befreiung, gesellschaftliche Revolution und Goldgrube</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der 18. August 1960 war nicht nur für viele Frauen ein Meilenstein, sondern auch für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schering_AG" target="_blank" class="external-link-new-window" >Schering</a> - schließlich wurde die Pille zum <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article9027312/Eine-Frage-von-Moral-und-Marktmacht.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Verkaufsschlager</a>. An besagtem Tag kam in den USA die erste Antibabypille in die Apotheken - in Deutschland ein Jahr später -&nbsp; und trat <a href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/verhuetung/tid-19539/die-pille-ist-50-von-der-hormonbombe-zur-mikropille_aid_542216.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >gegen allen Widerstand</a>, Verbote und Boykotte ihren Siegeszug an, anfangs noch <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Kleiner-runder-Meilenstein-_arid,2221676_regid,2_puid,2_pageid,4293.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >getarnt</a> als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden.&nbsp; Wer als Frau verhütete, galt damals als &quot;leicht zu haben&quot;.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Jetzt wurde sie stolze 50 Jahre alt. Was früher noch Hormonbomben waren, sind heute ausgefeilte Präparate mit niedrigen Dosierungen.  Und das sicherste Verhütungsmittel neben der Spirale. Aus gutem Grunde  geht in manchen Ländern der Ovulationshemmer als <a href="artikel/die-gratispille.html" target="page" class="external-link-new-window" >Gratispille</a> über den Tresen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Mit der Pille zur Gleichberechtigung</strong><br /> <br /><a href="http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_seite/20100818_mmm0000000373336.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Nicht nur Alice Schwarzer</a> ist Carl Djerassi (der <a href="http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,444183" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Mutter der Pille&quot;</a>) dankbar. Mit der Hormonpille gab es damit <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/die_antibabypille_seit_50_jahren_auf_dem_markt_1.7249223.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >erstmals ein Verhütungsmittel</a>, das die Frau ohne Wissen und Kooperation ihres Sexualpartners zur Verhinderung einer Schwangerschaft einsetzen konnte. Somit versetzte die Pille die Frauen nicht nur in die Lage, sicher und effektiv unerwünschte Schwangerschaften zu vermeiden und unabhängig und selbstbestimmt Schwangerschaften auf einen passenden Zeitpunkt zu verlegen. Ganz klar, hierdurch wurde der Bildungsweg für Frauen möglicher und leichter. Weshalb viele die Pille als die <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Eine-Beziehung-fuers-Leben/story/24900591" target="_blank" class="external-link-new-window" >Voraussetzung für die Emanzipation</a> der Frau betrachten.<br /> <br /> Sehr viel mit ihrem Prototyp hat die moderne Pille <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/die_antibabypille_seit_50_jahren_auf_dem_markt_1.7249223.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >nicht mehr gemeinsam</a>. Sie hat deutlich weniger Nebenwirkungen, größere Verträglichkeit, volle gesellschaftliche Akzeptanz (sehen wir mal von der katholischen Kirche ab...) Nur der Name -&nbsp; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antibabypille" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Anti-Baby-Pille&quot;</a> - kommt noch reichlich antiquiert daher. Heute würde sie sicher anders heißen - in einem Jahrzehnt, in dem in den Industrieländern immer mehr Paare alles Menschenmögliche anstrengen, um ihr <a href="http://www.wunschkinder.net/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Wunschkind</a> zu bekommen. Doch ihre Beliebtheit ist ungebrochen. Bis dato nahmen geschätzte <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/die_antibabypille_seit_50_jahren_auf_dem_markt_1.7249223.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >200 Millionen Frauen</a> die kleinen bunten Pillen ein. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Keine Pille für den Mann</strong><br /> <br /> Und wie geht's weiter? Die Pille für den Mann lässt immer noch und - wie <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article9027298/Pillen-fuer-ein-besseres-Leben.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Insider</a> durchsickern lassen - unnötigerweise auch weiter auf sich warten. Weil die Pharmakonzerne sich keine großen Marktchancen dafür ausrechnen: &quot;In der Gesellschaft hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten durchgesetzt, dass die Frau für die Verhütung verantwortlich ist.&quot; Man befürchtet einfach zu wenig Abnehmer.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 10:46:11 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Praktikant oder Arbeitnehmer?</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/praktikant-oder-arbeitnehmer.html</link>
			<description>Von der Misere junger Hochschulbsolventen, die wie Arbeitnehmer behandelt, aber wie Praktikanten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es wird anscheinend nicht einfacher, nach Abschluss eines Hochschulstudiums den Einstieg in das Berufsleben zu finden. Mehr als ein Drittel aller Absolventen (37%) machen, nach Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, nach dem Studium zunächst ein Praktikum. Da Praktikanten laut Bundesarbeitsgericht jedoch nicht als Arbeitnehmer gelten, erhalten sie nur eine Aufwandsentschädigung. Dafür verspricht man ihnen, sie könnten bei dem betreffenden Unternehmen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten vertiefen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Ausnutzung billiger Arbeitskräfte</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Mittlerweile steht „Generation Praktikum“ für ein Lebensgefühl, in dem angemessene Bezahlung und&nbsp; Planbarkeit des eigenen Lebens immer unwahrscheinlicher werden. Besonders junge Akademiker werden so seit Jahren systematisch als kostengünstige Arbeitskräfte ausgenutzt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Sommer 2010; da meine zwei Kinder während meines Studiums zur Welt kamen, bin ich in punkto Berufseinstieg „spät dran“. Um regelmäßig Angebote über Arbeitsplätze und/oder Praktika zu erhalten, trage ich mich auf dem Verteiler für Absolventen meiner Hochschule ein. Da mein Mann Vollzeit arbeitet, sollte ich entweder nachmittags die Kinder abholen können oder aber so gut verdienen, dass er in Teilzeit arbeiten kann.   </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Eine Stelle wirkte interessant und anspruchsvoll, sodass ich mich darauf bewarb. Es ging um Projektmanagement sowie das eigenständige Überwachen und Koordinieren von Übersetzungsprojekten. Belastbar, flexibel und verantwortungsbewusst sollte man sein, fundierte Fremdsprachenkenntnisse haben, Organisationstalent haben und weitere Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen. Vorsichtshalber frage ich vor dem Zusammenstellen ausführlicher Bewerbungsunterlagen nach der Bezahlung. Man bot mir 250 € monatlich und dazu ein Zimmer. Ernüchterung! Ein Stundenlohn von weniger als zwei Euro, dabei ist dies noch nicht das schlechteste Angebot, das die Uni weitergeleitet hat. Eine international agierende Übersetzungsagentur, die eine Praktikantenstelle in Madrid besetzen möchte, bietet dagegen nur 300 € monatliche Praktikumsvergütung, stellt aber kein Zimmer.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><br /> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Keine Schaffung echter Arbeitsplätze</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><img class="imageright-im-absatz" src="uploads/RTEmagicC_20100814down-schild.jpg.jpg" border="0" height="362" width="250" alt="" />Sollte man sich als Absolvent also lieber beim Arbeitsamt melden? Oder vermittelt man auch dort hochqualifizierte Praktikanten an Unternehmen weiter, deren magere Kompensation dann auf „Hartzniveau“ aufgestockt wird? Durch sogenannte „Wiedereingliederungsmaßnahmen“  helfen die Arbeitsämter Unternehmen bei der Suche nach „Praktikanten“. Arbeitssuchende werden unter dem Vorwand, es würde geeignetes Personal für offene Stellen gesucht überall dort eingesetzt, wo schnell und kostengünstig personelle Engpässe abgedeckt werden sollen. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Unternehmen, die dies für sich zu nutzen wissen, genießen so einen staatlich subventionierten Wettbewerbsvorteil. Die Arbeitsämter hingegen profitieren von der Tatsache, dass diese „Praktikanten“ in den Statistiken nicht als arbeitssuchend geführt werden. Falls Arbeitssuchende eine Praktikumsstelle nicht annehmen wollen, droht ihnen dagegen eine Kürzung oder Streichung der Sozialleistungen. Für die Schaffung regulärer Arbeitsplätze werden auf diese Art sicherlich keine Anreize geschaffen – im Gegenteil.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Mich lediglich im Freundeskreis zu beklagen, erscheint mir nicht mehr ausreichend. Der Dame, deren Firma mir 250 € monatlich geboten hatte, schreibe ich eine ungehaltene E-Mail. Bei der Uni frage ich höflich an, warum die Angebote nicht geprüft werden und bekomme als Antwort, Angebot und Nachfrage würden die Bezahlung bestimmen.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Die Rechte von Praktikanten</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Ich versuche, mir online Rat zu holen und stoße dabei auf den gemeinnützigen Verein <a href="http://www.fairwork-verein.de/front_content.php" target="_blank" class="external-link-new-window" >„fairwork e.V.“</a>, der sich als Interessenvertretung von Hochschulabsolventen auf dem freien Arbeitsmarkt beschreibt. Auf der <a href="http://www.fairwork-verein.de/front_content.php" target="_blank" class="external-link-new-window" >Website</a> finden Interessierte unter anderem Erfahrungsberichte, Literaturhinweise, Links zu Petitionen und Informationen zu den Rechten von Praktikanten. Als Empfehlung für die Bezahlung von Praktikanten mit Hochschulabschluss wird hier ein Mindestlohn von 7,50 €/h gefordert.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Übrigens: Wer während eines Praktikums bemerkt, dass  er als Praktikant einen regulären Arbeitsplatz auszufüllen hat, kann auf „unrechtmäßige Ausnutzung einer wirtschaftlichen Zwangslage“ klagen. Im Idealfall wird der Arbeitgeber  dann dazu verpflichtet, nachträglich einen Arbeitsvertrag auszustellen und einen angemessenen Lohn nachzuzahlen. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Das falsche Signal</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Im Hinterkopf sollte man auch folgenden Gedanken haben: Wenn ein Bewerber bereits etliche Praktika absolviert hat, so ist dies schließlich auch ein sichtbarer Indikator dafür, dass mehrfach qualifizierte Arbeit für wenig Geld geleistet wurde. Es gibt Arbeitgeber, die dies quasi als Einladung verstehen, erst einmal eine befristete, unterbezahlte Stelle auszuloben – oder eben doch ein Praktikum.  </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">Anne Plagemann lebt mit ihrer Familie in einer Wohnung voller Bücher, die nur knapp ausreichen, um alle Kinderfragen zu beantworten. Wegen ihrer Arbeit, als freiberufliche Diplom-Übersetzerin, recherchiert sie gern online und hat dabei immer kulturelle Besonderheiten im Blick.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::</p>]]></content:encoded>
			<category>Wissenswertes</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 09:06:19 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Die Hofnärrin des Diktators''</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/alida-hisku-schreibt-ihre-autobiografie-die-hofnaerrin-des-diktators.html</link>
			<description>Alida Hisku und ihre Autobiografie</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Alida Hisku, Jahrgang 1956, geboren in der albanischen Hauptstadt Tirana, ist eine in den siebziger und Anfang der achtziger Jahren sehr populäre Sängerin in ihrer Heimat. Nach nahezu unvorstellbaren Wirrnissen – einem Schauprozess, einer gescheiterten Ehe, der gefährlichen Flucht mit ihren beiden Kindern aus Albanien und bitteren Erlebnissen als Asylantin – hat sie in Deutschland ihren Platz gefunden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Sängerin in einer totalitären Diktatur</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Alida Hisku wächst in einer Familie auf, in der sich die Widersprüche in der Zeit des totalitären Systems von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enver_Hoxha" target="_blank" class="external-link-new-window" >Enver Hoxha</a> sehr drastisch widerspiegeln. Ihr Vater ist ein sehr hoher Funktionär in der &quot;Partei der Arbeit&quot; Albaniens, der einzigen und kommunistischen Partei in jener Zeit, der sich jeder kritischen Sicht versagt. Ihre Mutter, Sängerin in einem Opernchor, akzeptiert die Normen der patriarchischen Gesellschaft, begehrt gegen Gleichmacherei und Indoktrination des Regimes nur hinter verschlossenen Türen auf. Einzige Vertraute ist die Großmutter - eine resolute, stolze unangepasste Frau, die für sich Halt im verbotenen muslimischen Glauben findet, die aber leider früh verstirbt. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Alida, mit einem begnadeten Talent als Sängerin, erlernt den Beruf einer Zeitungsretuscheurin und bereitet sich in der Abendschule auf die Hochschulreife vor. Ihre gesamte Freizeit widmet sie dem Singen, das eigentlich zu ihrem Lebensinhalt wird, und sie wird auf Grund erfolgreicher Teilnahmen an Gesangswettbewerben populär und auf Grund ihrer Jugend und ihrer natürlichen Ausstrahlung auch zu Konzerten auf höchster Ebene eingeladen. Schon im Alter von 16 Jahren kann sie mit anderen Künstlern – Folkloregruppen, die aus Tänzern, Musikern und Sängern bestehen – an Tourneen in Jugoslawien, Griechenland, Schweden, Frankreich, Norwegen und Deutschland (Trier) teilnehmen, und so dient sie als Aushängeschild der totalitären Diktatur, die alte folkloristische Traditionen für das Ansehen nach außen instrumentalisiert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Doppelleben und Zweifel</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Die nachdenkliche Alida, die keine Freunde hat, spürt bei den Vorbereitungen auf diese Tourneen und während der Auslandsaufenthalte allmählich, wie die Künstler indoktriniert, manipuliert, kontrolliert und überwacht werden.  “Der letzte Abend in einem fremden Land...Nichts würde bleiben, nichts durfte gesagt werden von dieser Reise. Die Erinnerungen würden sich auflösen...Ich wollte in fremden Ländern singen, wollte, dass die Partei fremde Künstler zu uns nach Albanien einlud. Warum ging das nicht? Warum wurden wir abgeschirmt, warumwarumwarum?''</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Die junge Sängerin  beginnt unbewusst ein Doppelleben: „Ich wollte das politische System von innen heraus kennen lernen, dadurch Einfluss nehmen und verändern...wollte eine leitende Funktion im Kultursektor...“. Sie beantragt die Aufnahme in die Partei. Gleichzeitig plagen sie Zweifel, die sie in Metaphern einem „ Aufschreibbuch'' anvertraut, in dem sie das ausdrückt, was sie bewegt: „... Unaussprechliches, innere Traurigkeit, Empörung, Undurchschaubares, Zwänge, Trauer, Ohnmacht.'' Sie führt Gespräche mit ihrem Spiegelbild, um ihre zwiespältige Gefühlslage zu kompensieren, was ihr nicht immer gelingt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Verhöre und Prozess</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Wegen verschiedener „Vergehen“- dem Singen italienischer Lieder auf einer Geburtstagsfeier, auf einer Versammlung - wurde ihr die Teilnahme an nationalen Festivals mehrfach verboten. Während eines Praktikums, eigentlich ein Arbeitseinsatz auf einem Dorf, wird sie von  Mitstudentinnen – auch aus Neid, obwohl es dieses Wort in der albanischen Sprache nicht gibt - denunziert und nach demütigenden Verhören, die mit unvorstellbaren Folterungen verbunden sind, ins Gefängnis gebracht. „Wie soll ich die Verzweiflung wiedergeben, die mich erdrückte? Jedes Wort wäre nur eine Verharmlosung der Dinge, die ich sah: ein Metallbett, Elektroden, Fleischerhaken, Streckgeräte, Zangen, Spritzen, Kanülen...'' Das war im Jahr 1982.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">In dem darauf folgenden Prozess wird die 25jährige zur Volksfeindin erklärt. Das Sorgerecht für ihren Sohn wird ihr genommen, sie darf ihn nicht mehr sehen, die Familie muss sich von ihr abwenden, in der Öffentlichkeit wird sie beschimpft, diskriminiert, vollkommen isoliert. Sie „wird auf Lebenszeit all ihrer Ämter und Funktionen enthoben, erhält Auftrittsverbot als Sängerin und überhaupt ein Arbeitsverbot,&quot; wie es im Urteil formuliert ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Aufarbeitung und Therapie</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Dennoch nimmt Alida Hisku den Kampf ums Dasein im wahrsten Sinne des Wortes auf. 21 Bittbriefe schreibt sie an Enver Hoxha, erfolglos. Durch eisernen Willen überwindet sie eine schwere Depression und flieht mit Hilfe einer Krankenschwester, die sich noch an die populäre Sängerin erinnert, aus einer Klinik für Psychiatrie.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Ihre Erinnerungen hat Alida Hisku mit Hilfe von Annette Piechutta <a href="http://www.amazon.de/Die-Hofn%C3%A4rrin-Diktators-Propaganda-missbraucht/dp/3790004146" target="_blank" class="external-link-new-window" >geschrieben</a>: „Meine Geschichte zu erzählen, war für mich wie eine Therapie. Endlich konnte ich erzählen, was mir widerfahren ist, was ich tief in meinem Inneren spüre. Das Buch mit meiner Co-Autorin zu schreiben, war wie eine Salbung meiner Wunden.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><strong>Comeback</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Über dieses individuelle Schicksal hinaus erfährt der Leser mehr über Albanien - ein Land so groß wie Brandenburg, mit etwa einer Einwohnerzahl von Berlin. Ein Land, das uns durch das Schicksal der Kosovo-Albaner ein wenig bekannt ist und trotz des Umsturzes immer noch um Stabilität bemüht ist. Der Einblick in eine uns letztlich fremde Welt wird am Ende des Buches durch wertvolle Informationen und Quellen ergänzt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Derzeit arbeitet Alida Hisku an einem Comeback mit der von ihr gegründeten Frauenband „Melody Rain“, auch mit einem Gastspiel in Albanien, wo sie von ihrem Publikum nun wieder geliebt wird und unvergessen ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext"><br /> </p>]]></content:encoded>
			<category>Starke Frauen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 11:52:40 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hindernis Familie</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/hindernis-familie.html</link>
			<description>Warum Frauen, die Mütter sind, auf ihre Karriere verzichten müssen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Kinder und Beruf? Diese <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_31978_31979_2.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >Doppelbelastung</a> ist einfach zu groß. Das sagt auch heute noch die Mehrheit der Frauen, fand eine neue <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_31978_31979_2.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" >Studie</a> heraus. Und so sieht sich jede zweite Frau dazu gezwungen, ihre beruflichen Ambitionen aufzugeben. Es ist <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148183" target="_blank" class="external-link-new-window" >ein klassischer Verzicht</a>. Überragende 90 Prozent aller Bundesbürger sind <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-08/frauen-karriere-kinder" target="_blank" class="external-link-new-window" >der Ansicht</a>, dass Frauen durch die Familie im Beruf benachteiligt sind. Chancengleichheit gibt es nicht zwischen Müttern und Vätern.<br /> </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Immer mehr Vätermonate</strong></p>
<p class="bodytext"><br /> <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article8978480/Kinder-gefaehrden-die-Karriere-ihrer-Muetter.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Also</a> sind Kinder Karrierekiller - nun, so <a href="http://www.handelsblatt.com/archiv/kinder-sind-karrierekiller;594257" target="_blank" class="external-link-new-window" >neu ist das ja nun nicht</a> wirklich. Interessant ist daran deshalb vor allem die Frage, weshalb sich hier immer noch nichts geändert hat. Nach wie vor ist das größte Hindernis für Frauen die Tatsache, dass sie auch heute noch meist als die für Haushalt und Familie <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148183" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zuständige</a> betrachtet werden. Hier scheint es wichtig und lohnenswert, die Studie als Anlass zu nutzen, den Faden wieder aufzunehmen und weiterzuspinnen. Das gilt insbesondere, da doch anscheinend - so eine andere aktuelle Meldung - <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8799464/Immer-mehr-Vaeter-machen-eine-Babypause.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >immer mehr Väter eine Babypause</a> machen. Tatsächlich nimmt <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/vaeter-in-deutschland-jeder-fuenfte-nimmt-sich-elternzeit-1589691.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >jeder Fünfte</a> inzwischen die Vätermonate in Anspruch. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Das Problem Vereinbarkeit bleibt</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Irgendetwas passt da nicht zusammen. Offensichtlich nützt es den Frauen für ihr berufliches Vorankommen wenig, wenn ihre Partner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elternzeit" target="_blank" class="external-link-new-window" >Elternzeit</a> nehmen. Weil&nbsp; zwei Monate zu wenig sind (<a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-08/elterngeld-vater-region" target="_blank" class="external-link-new-window" >so lange nämlich</a> bleiben die Väter in der Regel zu Hause). Weil das zur kurz ist, um der Mutter die gleichen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen wie dem Vater. Weil ein Kind auch nach den ersten Lebensmonaten noch sehr intensiv betreut werden will, krank wird, Schulaufführungen hat und Kindergeburtstage, frische Socken braucht, hier und da eine warme Mahlzeit, Trost und Hilfe bei Kummer und Hausaufgaben. Die Vätermonate sind ein Anfang. Sie <a href="http://www.feministisches-institut.de/vaetermonate/" target="_blank" class="external-link-new-window" >rütteln an </a>den alten Geschlechterbildern . Eine bahnbrechende Veränderung für die Lage der Mütter bringen sie doch offensichtlich nicht. Das müssen andere leisten. Allen voran sie selbst. Indem <a href="http://www.zeit.de/karriere/2010-06/frauenquote-unternehmen-kommentar" target="_blank" class="external-link-new-window" >sie sich holen</a>, was ihnen zusteht, indem sie aushandeln und einfordern, was ihnen zusteht - und das ohne schlechtes Gewissen. Das wäre eine Revolution.</p>]]></content:encoded>
			<category>War was?</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 14:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Riskant?</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/riskant.html</link>
			<description>Vertrauen ist gut, Kontrolle sowieso anstrengend. Worauf lassen Sie sich ein?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr, heißt es. Stimmt schon, erzählt einem das Gegenüber „Geschichten vom Pferd“, verliert man das Vertrauen in die Person. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Vertrauen spart Geld</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie ich in einer Buchrezension gelesen habe, soll Vertrauen Geld und Kosten sparen. Etwa solche, die durch ständige Absprachen, Verhandlungen und Neuvereinbarungen entstehen. Klar, wenn kein roter Faden erkennbar ist und niemand weiß, was zu tun ist oder worauf Verlass ist, was wie lange gilt, Ansprechpartner fehlen oder die Ellenbogen ausgefahren sind, bleibt auch das (Selbst-)Vertrauen auf der Strecke. Das mag moralisch oder finanziell teuer werden. Aber Vertrauen schont bestimmt nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Nerven. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Demotivierendes </strong><strong>Misstrauen </strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Woanders heißt es, dass die Welt wieder in Vertrauen investieren muss, denn unserer Gesellschaft drohe der Verlust der Fähigkeit, zu vertrauen. In der Tat scheint sich angesichts der wirtschaftlichen Lage die Haltung „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ durchzusetzen. Wer mit offenen Augen, Ohren und ausgefahrenen Antennen durch den Alltag geht, wird das spüren. Argwohn ist offenbar „in“. Das ist angesichts von Existenzängsten, negativen Erfahrungen oder Schicksalsschlägen nicht unverständlich. Was es aber auch ist: anstrengend, zerstörerisch und kontraproduktiv – etwa, wenn ein weiteres Zusammenleben oder Zusammenarbeiten dadurch erschwert wird. Vertrauen ist sozial, Misstrauen demotiviert. Wer vertraut, geht das Risiko ein, enttäuscht zu werden. Blindes Vertrauen gilt als naiv. Wer misstraut (hier ist nicht die Portion gesundes Misstrauen gemeint), schürt Misstrauen und verunsichert seine Mitmenschen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Kein Ersatz für verlorenes Vertrauen</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie so oft gilt es wohl auch hier, den Mittelweg zu finden und sich immer wieder neu darauf einzulassen. Allerdings, wie der Autor Ernst Ferstl, treffend festgestellt hat: Für verlorenes Vertrauen gibt es kein Fundbüro. </p>]]></content:encoded>
			<category>Women only</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 13:59:55 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hallo Schlamassel! </title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/was-papa-anrichtet.html</link>
			<description>Wer kennt das nicht: Das Familienleben balanciert mal wieder zwischen Auf und Ab &#8211; und wer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Moderne Väter an der Erziehungsfront? Sind doch Supertypen! Zumindest manchmal. Hin und wieder nämlich sind sie auch nur das, was auch Mütter sind, wenn nichts mehr geht: am Ende. Mit den Nerven, dem Kind und allem Erziehungslatein. Eine Situation, die Magdi Aboul-Kheir vertraut scheint:<br /><br />&#8222;Putz dir die Zähne! Zieh dich um! Geh ins Bett!&#8220; beschwört der Autor in einer seiner Geschichten etwa die kleine Tochter, die genau das nicht will: so wie der Papa. Hilft also alles nichts? Und muss der &#8222;schreckliche Gönk&#8220; erst noch kommen und allen Starrsinn &#8230; &#8222;huhuhuuuh&#8220; &#8230; vertreiben, wie der Vater droht!?<br /><br />Wer an unheimliche Monster so wenig glaubt wie an die Trickkisten rabenschwarzer Pädagogik, wird mit den Einfällen dieses Autors sicher viel Spaß haben. Kinder im Alter von vier Jahren aber: schreien! Und zwar erst recht und für den Rest eines Abends, wenn zu falscher Stunde jemand auf die aberwitzige Idee kommt, einen Gönk zu erfinden.&nbsp;<br /><br />Eigentor! So muss sich auch Magdi Aboul-Kheir eingestehen, der mit &#8222;Papa fertig&#8220; ein amüsant-kluges Elternbuch veröffentlicht hat. Darin wird gezeigt, wie man Pleiten und Pannen, die jeder Erziehungsalltag kennt, geschickt wenden kann &#8211; zumindest als raffinierter Autor mit humorvollen Volten zum Guten. Denn schließlich, so vermittelt einem Aboul-Kheir, sind doch auch Reinfälle nur ein schöner Anlass, mal wieder in den Spiegel zu blicken:&nbsp;<br /><br />&#8222;Erziehen ist nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit sich selbst, zuweilen ein Kampf mit den Prägungen und Programmen tief in uns drin&#8220;, reflektiert der Journalist, der als Kulturredakteur bei einer Ulmer Tageszeitung arbeitet. In seinem Leben mit zwei Töchtern erfährt er tagtäglich, wie sich Sichtweisen ändern, wenn Kinder beginnen, unsere Maßstäbe neu zu justieren. Manchmal auch mit Geschrei vom Klo: &#8222;Papa fertig!&#8220; Papa Pause? Keine Chance. &nbsp;<br /><br />Poabwischer, Krisenmanager, Brotebeleger. Das sind nur einige der vielen Low-Budget-Glanzrollen, in denen Eltern bekanntlich rund um die Uhr bestehen müssen. Gar nicht so leicht, findet auch Magdi Aboul-Kheir, der aber dennoch in seinem Buch alles, was an den Nerven sägt, mit wunderbarer Leichtigkeit nimmt. Und dazu noch mit einem Witz, der mal höchst skurril, mal unverblümt derb, dann wieder augenzwinkernd böse daherkommt.&nbsp;<br /><br />Dabei richtet der Autor übrigens seinen Blick auch auf manch absurden Konsum-Hokuspokus und Event-Trash unserer Tage rund um das Projekt Kind&amp;Co. Treuepunkte schon für das Neugeborene? Eine Geburtsfeier im Wild-West-Dorf, möglichst mit Mietgespenst oder mit Clown oder doch lieber als &#8222;Space-Piraten-Party&#8220;? Nun gut. Ist alles möglich. Doch für Magdi Aboul-Kheir auch ein Grund, sich anderswohin zu denken. Zu Topfschlagen und Sackhüpfen und Luftballons &#8222;in erdnaher Umlaufbahn&#8220; etwa. Oder zu Bonusmeilen für Leute, die einen Kinderwagen schieben. Und zu einem Motto für die eigene Elternrolle, das anders lauten möge als das gültige: &#8222;No sex, no drugs, nur Rolf Zuckowski&#8220;.&nbsp;<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Lesen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 09:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Oben herum</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/oben-herum.html</link>
			<description>Spazieren getragen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"> Als üppig ausgestattetes Baywatch-Babe kennt man sie, und manch eine(r) gibt sogar <a href="http://www.stern.de/wissen/mensch/gewagt-geantwortet-warum-gelten-blondinen-als-dumm-1557830-2da9dee7bad976b6.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >ihr die Schuld</a> daran, dass Blondinen gerne als dumm dahin gestellt werden. Ihre eigenen Worte über ihren Werdegang lauten wie folgt:<br /> <br /> „Mein Busen hatte eine fabelhafte Karriere&nbsp;&#8722; ich bin einfach immer nur mitgetrottet,“ sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pamela_Anderson" target="_blank" class="external-link-new-window" >Pamela Anderson</a> über sich.<br /> <br /> Ob diese Erkenntnis nun Rückschlüsse auf Pams Fähigkeit zu schonungsloser Selbstreflexion zulässt?</p>]]></content:encoded>
			<category>Gedöns</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 11:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rox: Mehr als ein Flirt mit gestern</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/rox.html</link>
			<description>Englands neue Soulstimme? Mit &quot;Memoirs&quot; hat die Sängerin Rox gerade ihr erstes Album veröffentlicht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&#8220;Mehr Soul als 100 Motown-Platten&#8221;, verkündet das neue Intro-Heft hysterisch &#8211; eine ganz schön gewagte Behauptung über die 21-jährige Roxanne Tania Tataei, wenn man bedenkt, dass Marvin Gaye, die Supremes sowie Stevie Wonder auf Motown veröffentlicht haben. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Na ja, zurzeit ist es nicht so schwer, der neue (Retro-)Soul-Hype zu sein: aktuelle Platten von Amy Winehouse, Duffy oder Adele? Fehlanzeige, nix in Sicht, nirgends. Leichtes Spiel also für Rox, die Westlondonerin mit jamaikanisch-iranischen Wurzeln, die ihre Stimme in Kirchenchor und Musicalaufführungen trainierte und schon als junges Mädchen in Jazzcombos sang.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Auf dem richtigen Weg</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Klingt bis hierhin ziemlich despektierlich, oder? Dabei macht Miss Rox alles richtig: Sie hat eine kräftige, mehrere Oktaven umspannende Stimme, elegant, ausdrucksstark und wandelbar. Optisch orientiert sie sich an Lauryn Hill, was nicht die schlechteste Referenz ist. Rox komponiert und textet selbst und weder verwundert es, dass Rough Trade auf sie zukam und ihr namhafte Producer und Musiker an die Seite stellte, noch, dass Paul Weller und Mark Ronson explizite Rox-Fans sind. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Und sie hat ein Debütalbum voller Hits abgeliefert: Auf &#8220;Memoirs&#8221; zeigt Rox, was sie kann, und das ist eine Menge. Sie überzeugt in dramatisch tremolierten, an Whitney Houstons beste Zeiten erinnernden R'n'B-Balladen mit Gospeleinschlag (&#8220;Oh My&#8221;, &#8220;Page Unfolds&#8221;) genauso wie in fröhlichen catchy Popsongs wie &#8220;My Baby Left Me&#8221; und &#8220;I Don´t Believe&#8221; oder lässigem Reggae (&#8220;Rocksteady&#8221;). </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Londoner Produkt aus dem Hier und Jetzt</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rox flirtet heftig mit der Vergangenheit (ja, auch mit Soul á la Motown), und doch ist immer klar, dass diese Platte ein Produkt aus dem London der Jetztzeit ist &#8211; HipHop und Rap schwingen an den Rändern mit, ohne explizit ausgespielt zu werden. Dabei klingt &#8220;Memoirs&#8221; an keiner Stelle überladen, denn Rox hat ein sicheres Gespür für den richtigen Ton. Fast schon zu sicher für eine Debütantin.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::&nbsp;<br /><br /><strong>Christina Moh</strong><strong>r </strong>arbeitet beim Campus Verlag in Frankfurt. Nach Feierabend ist sie Musikredakteurin des Online-Kulturmagazins satt.org, rezensiert Platten und Bücher, gelegentlich auch für andere Websites wie melodiva.de, titel-magazin.de und Zeitschriften wie Missy Magazine. Der hier veröffentlichte Text erschien zuerst auf der Seite <a href="http://www.satt.org/neu.html" target="http://www.satt.org/neu.html" class="external-link-new-window" >satt.org</a>, wir danken ganz herzlich für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung!&nbsp;<br /><br />:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Cool Tour</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Florence Nightingale</title>
			<link>http://www.misstilly.de/artikel/florence-nightingale.html</link>
			<description>Die englische Krankenpflegerin und Reformerin Florence Nightingale gab nichts auf die Forderungen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Sie hatte die Sterblichkeitsrate der Soldaten in den Lazaretten durch ihren genialen Einsatz enorm reduziert und neue Maßstäbe in der Krankenpflege gesetzt. Dabei entschied sie sich – nach einem langen Ringen um die Frage, wie sie ihrem Leben Sinn geben könnte – erst mit 32 Jahren, sich zur Krankenpflegerin ausbilden zu lassen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Verwaltung der Lazarette</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ihre Schrift „Cassandra“, ein flammender Protest gegen die erstickende Weiblichkeitsnorm ihrer Klasse und ein zentraler Text des englischen Feminismus, war der Einstieg in ihr aktives Leben. 1853 übernahm Nightingale die Leitung eines Frauen-Spitals. Ein Jahr später wurde sie vom Kriegsminister auf die Krim geschickt, um den schrecklichen Missständen in den Lazaretten entgegenzuwirken. Nur 38 Krankenpflegerinnen standen ihr zur Seite in ihrem unermüdlichen Kampf gegen den Mangel an Nahrung, an Hygiene und Sanitätsmaterial, gegen den engstirnigen Widerstand der Heeresbürokratie, gegen die Cholera und andere Krankheiten. Bald hielt die energische Verwaltungschefin die gesamte Versorgung der Lazarette mit über zehntausend Menschen in ihrer Hand – und revolutionierte dabei die Krankenpflege. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Vorbild für moderne Krankenpflege</strong></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" class="bodytext">Nach ihrer Rückkehr nach England, krank durch die aufreibenden Anforderungen, aber entschlossen weiterzukämpfen, schrieb sie nicht weniger als 200 Bücher und Berichte über soziale Probleme, wie z.B. den Welthunger, die Erziehung, den Bau von Krankenhäusern und die Heeresverwaltung. Ihre School for Nursing wurde zum erfolgreichen Vorbild für eine moderne Krankenpflegeausbildung. Königin Viktoria über die geniale Organisatorin: „Ich wünschte, wir hätten sie im Kriegsministerium!“   </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><br /> </p>
<p class="bodytext">Eine Porträt von Florence Nightingale mit allen relevanten Quellen findet sich auf dem Frauenbiographie-Portal <a href="http://www.fembio.org/" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.fembio.org</a> von Professorin Luise F. Pusch</p>]]></content:encoded>
			<category>Starke Frauen</category>
			
			<author>redaktion@misstilly.de</author>
			<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 11:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>